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Haarpflege: SOS-Retter

Für total kaputtes, zerstörtes Haar gibt es viele Gründe, aber oft scheinbar nur noch eine drastische Lösung: den Griff zur Schere. Muss aber nicht sein! Unsere sieben SOS-Retter verwandeln spröde Mähnen wieder in seidig-glattes Traumhaar!

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Haarpflege: SOS-Retter
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Profi-Treats
Der Baustein Keratin ist dafür verantwortlich, dass die Mähne stark, gesund und glatt ist. Fehlt es dem Haar, ist es spröde, brüchig und schlichtweg "kaputt". Neben keratinhaltigen Pflegeprodukten gibt es auch Friseur-Specials, welche die löchrigen, zerstörten Fasern mit dem Kraftstoff auffüllen. Bei den Klipp-Salons gibt es z. B. die "Keratinpflege", bei der es direkt mit der Kraft des Dampfes ins Haar geschleust wird. Wer seine Mähne durch chemische Prozesse wie das Aufhellen ("Blondieren") strapaziert, wählt lieber schon beim Blondieren eine "Bond Technologie" die einen schützenden Film um die Faserverbindungen legt (z. B. das neue "Igora Royal Highlifts" von Schwarzkopf Professional).

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Pre-Washing
Die Pre-Washing-Methode wird unter Experten als der "heilige Gral" gefeiert. Dabei wird VOR der Haarwäsche ein Spezialprodukt, z. B. ein Pre-Wash-Öl, -Conditioner oder eine -Maske in die Mähne eingearbeitet. Das kann je nach Wunsch fünf bis zehn Minuten vor dem Waschgang sein oder auch die Nacht davor. Das Treatment pflegt und schützt die Fasern, damit sie beim Waschen die guten "Öle" nicht verlieren. Außerdem dient es als Schutzschild, wenn zu viel Shampoo verwendet wird. Danach folgen wie immer Shampoo, Conditioner oder Maske.

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Bausteine
Bis zu 150.000 Haare haben wir auf dem Kopf. Diese bestehen zu fast 90 Prozent aus Keratin, welches ein körpereigenes Protein ist. Keratin umschlingt die Fasern, macht sie dehn- und knickbar, hält Hitze und Kälte aus und ist somit der wichtigste Bestandteil auf unserem Kopf. Wenn es fehlt, ist die Mähne spröde und brüchig. Ebenso wichtig sind Ceramide (Lipide), die als Kittsubstanz die Schuppenschicht der Mähne schließen & sie geschmeidig machen. Zum Glück kann man beide Bausteine von außen zuführen, denn heutzutage enthalten einige Haarprodukte diese Kraftbooster. Tipp: Auch beim Friseur gibt es Keratin-Maßnahmen (siehe Punkt 1).

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Feuchtigkeit
Kaputtem Haar fehlen nicht nur Bausteine wie Keratin, meist ist auch ein Defizit an Feuchtigkeit ein großes Problem. Und wenn die Mähne zu trocken ist, führt das wiederum zu Haarbruch. Beim Kauf von Pflegegoodies wähle in diesem Fall lieber Shampoos und Conditioner mit der Aufschrift "Hydrating", also feuchtigkeitspendend. Einmal pro Woche beim Waschen auch einen Esslöffel Kristallzucker dazumischen und Kopf gut massieren. Das exfoliert die Kopfhaut, regt die Durchblutung an und sorgt für befreite Poren (statt Zucker kann man auch ein spezielles Peelingshampoo nehmen). Der tolle Langzeiteffekt: Die Mähne wächst gesünder nach.

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Öle
Ohne Lipide, also hochwertige Öle, fühlt sich das Haar rau und hart an. Die Eiseskälte draußen und die darauf folgende trockene Heizungsluft drinnen greifen gerade diese wertvollen Öle an. Der Winter ist also ideal, um spezielle Haaröle zu benutzen. Dass sie die Mähne oder den Ansatz fettig machen, stimmt übrigens nicht mehr. Sogenannte "Light"-Öle können auch bei feinem Haar zum Einsatz kommen, ohne es zu beschweren. Ein weiterer Pluspunkt: "Fliegendes Haar" gehört der Vergangenheit an und Essens- oder Zigarettengerüche bleiben bei geölten Haaren viel weniger haften.

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Tools
Splissige Enden oder allgemein spröde Längen sind bei zu viel Hitze total unter Stress. Also lege am besten eine kleine Beziehungspause mit deinem Lieblingsglätteisen ein. Oder setze es seltener ein – natürlich immer nur, indem du vorher einen guten Hitzeschutz in die Strähnen eingearbeitet hast. Falls das geliebte Glätteisen oder dein toller Lockenstab schon seit vielen Jahren gute Dienste leistet, solltest du es/ihn in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Die Technologien haben sich, was die Heizplatten und Beschichtungen betrifft, nämlich in den letzten Jahren stark verbessert. Auch die neuen Föhne bieten bessere Temperatursteuerungen.

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Masken
Fakt ist: Strapazierte Schöpfe brauchen viel Liebe. Übersetzt heißt das so viel wie: Pflegen, pflegen und nochmals pflegen! Und das am besten mit der vollsten Ladung: Haarkuren. Ideal sind Kuren, die viel Feuchtigkeit, aber auch Öle vereinen. Wer eine Rettungsaktion für sein Haar startet, plant ausnahmslos bei jeder Haarwäsche mindestens fünf Minuten für eine Haarkur ein. Tipp: Mache es wie die Profis und switche mal den Ablauf – Haare zuerst shampoonieren, dann die Maske drauf und danach erst den Conditioner. Auch top bei spröden Mähnen: Kur über Nacht unter einem Handtuch wirken lassen.

Themen: Haare, Pflege