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SHEIN: Diese Fast-Fashion-Seite verkauft allen Ernstes Hakenkreuz-Ketten

Der Fast-Fashion-Retailer SHEIN stand erst kürzlich in der Kritik, weil er Gebetsteppiche als "Dekoration" verkaufte. Jetzt kommt der nächste Shitstorm auf ihn zu.

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SHEIN: Diese Fast-Fashion-Seite verkauft allen Ernstes Hakenkreuz-Ketten
© Screenshot: Shein

Der Fast-Fashion-Einzelhändler SHEIN wird auf Twitter wegen des Verkaufs eines Artikels mit dem Namen "Metal Swastika Pendant Necklace" an den Pranger gestellt. Screenshots des "Accessoires" gingen kürzlich viral und die Gegenreaktion veranlasste das Unternehmen, das Produkt von seiner Website zu entfernen. Twitter lässt jedoch nicht locker und hat seine ganz eigenen Gedanken über die Situation.

Der Instagram-Nutzer @ hereforthetea2 war einer der Ersten, der auf die Website der Marke hingewiesen hat. "SHEIN, ein Unternehmen, das für seine 'YouTube-Try on Hauls' berühmt geworden ist, scheint Hakenkreuz-Ketten zu verkaufen?!!! Ich bin angewidert", schrieb der Benutzer und markierte SHEIN in seinem Kommentar.

Auf Twitter verbreitete sich das Bild kurz darauf wie ein Lauffeuer. SHEIN nahm die Kette daraufhin offline, eine offizielles Statement gibt es diesbezüglich bisher aber nicht.

Wie ein Twitter-Nutzer betonte, könnte es sich bei dem fraglichen Anhänger eher um das religiöse buddhistische Swastika als um das kooptierte Hakenkreuz der Nazis handeln. Aber selbst wenn dies der Fall wäre, überschattet die mit dem Hakenkreuz verbundene hasserfüllte Ideologie jede andere Absicht. Außerdem lautet der Produktname wörtlich "Metall-Swastika-Anhänger-Halskette".

Fazit: Dieser Artikel sollte niemals konzipiert, erstellt oder verkauft worden sein.

Wie People erst vor wenigen Wochen berichtete, vermarktete SHEIN außerdem Gebetsteppiche mit islamischen Symbolen als dekorative Teppiche, was die muslimische Community zurecht auf die Barrikaden rief. Auch dieses Produkt wurde offline genommen.

SHEIN entschuldigte sich daraufhin öffentlich auf Instagram und sprach von einem "schlimmen Fehler". Dass die Menschen hinter der Marke seither aber noch nicht recht viel gelernt haben oder sich über andere Kulturen, Religionen und Traditionen informierte, wird gerade mehr als deutlich. Wäh. hoch zwei.