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Schluss mit kompliziert: Die Halbtags-Diät!

Paleo, Low Carb, Atkins: Es gibt zig Diäten. Nur sind leider alle recht kompliziert. Die Halbtags-Diät ist für alle, die ein easy Abnehm-Programm wollen.


Schluss mit kompliziert: Die Halbtags-Diät!
© Instagram/TheWholeTara

Paleo-Diät: Viel Gemüse, hochwertige Tierprodukte, Obst, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte. Schaff das mal, kein Getreide. Echt nicht einfach. Oder Atkins: So viel Fett und Eiweiß, wie man nur verschlingen kann. Aber keine Kohlenhydrate. Und dann erst noch Low Carb...!

Ja, es gibt unzählige Diäten. Aber sie machen es einem nicht wirklich leicht, sie auch konsequent durchzuhalten. Immer muss speziell gekocht, speziell eingekauft werden, man muss wiegen, messen, sich mit Inhaltsstoffen auseinander setzen. Für den Alltag sind die wenigsten wirklich tauglich.

Wechselfasten: Abnehmprogramm für alle, die es unkompliziert mögen

Die "Halbtags-Diät" basiert auf einem anderen Prinzip. Es gibt keine großen Vorschriften, was man zu sich nehmen darf. Du musst deine Ernährung also nicht komplett umstellen oder mühsam Kalorien und Fettanteile berechnen. Der Grundstein der Diät: Eine 15- bis 17-stündige Essenspause zwischen dem Abend und dem Morgen. Es geht also nicht um eine Ernährungsumstellung, sondern um einen geänderten Essrhythmus. Deshalb die Diät auch als "Wechselfasten" oder auch "Intermittierendes Fasten" bekannt.

Wie funktioniert das Wechselfasten, die Halbtags-Diät?

Manche legen einen Fastentag pro Woche ein, an dem sie wirklich nichts essen, um ihren Darm zu entlasten. Aber für Einsteiger ist die tägliche Variante die beste, weil sie am leichtesten fällt. Du verzichtest nämlich keinen Tag auf feste Nahrung, sondern isst in vier bis sechs Stunden zwei Mahlzeiten.

Wenn du also zum Beispiel während sechs Stunden essen und 18 Stunden fasten möchtest, dann sieht die Halbtags-Diät so aus:

  • Die erste Mahlzeit des Tages ist ein spätes Frühstück oder ein frühes Mittagessen, das du um etwa 11 Uhr zu dir nimmst.
  • Die zweite Mahlzeit ist das Abendessen, das um 16 Uhr stattfindet.
  • Du fastest also von etwa 17 Uhr (wenn du das Abendessen beendet hast) bis am nächsten Tag um 11 Uhr. Eine dritte Mahlzeit gibt es nicht.

Kann ich beim Wechselfasten ALLES essen?

Du musst weder Kalorien zählen noch Lebensmittel komplett weglassen. Aber natürlich erhöht sich der Diät-Erfolg, wenn du nicht wie wild zuckerhaltige Süßigkeiten und isolierte Kohlenhydrate (Weißmehl) in dich reinschaufelst. Besser: Durch Ballaststoffe (Obst und Gemüse) und Omega3-Fettsäuren (fetter Fisch) die Blutzucker- und Insulinwerte niedrig halten – der Körper gewinnt dann seine Energie verstärkt aus der Fettverbrennung.

Bin ich durch die Halbtagsdiät nicht ständig hungrig?

Wir wollen nicht mogeln: Anfangs ist es ungewohnt – vor allem, wenn du immer wieder zu einem Snack gegriffen hast. Deine Psyche gaukelt dir aus Gewohnheit Hunger vor. In Wahrheit handelt es sich dabei aber um Gusto. Auch dein Blutzuckerspiegel gerät an den ersten Tagen aus dem Gleichgewicht. Dein Körper war ja rasante Anstiege in Form von drei Mahlzeiten und kleinen Snacks gewohnt. Er verlangt also zunächst nach Zuckernachschub. Das legt sich aber und du gewöhnst dich an den neuen Essrhythmus. Echte Diät-Krisen bleiben also aus.

Auch ein frühes Abendessen um 16 Uhr ist eine Umstellung. Eventuell musst du vorkochen und es ins Büro mitnehmen. Oder du holst dir etwas beim Asiaten ums Eck.

Wie schnell nehme ich durch Wechselfasten ab?

Die Frage aller Fragen. Es ist keine Wunderdiät, die schnell die Kilos purzeln lässt. Und ganz ehrlich: Das ist auch gut so. Denn allzu schnelle Gewichtsverluste belasten deinen Körper und führen zum Jojo-Effekt. Stattdessen ist die "Halbtagsdiät" eine nachhaltige und langfristige Ernährungsweise, die dir dabei hilft, etwas Gewicht abzubauen – es aber dann auch zu halten.

Thema: Diät