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Nicht ohne mein Handy? Das wird uns allen noch zu viel!

Pro Stunde schauen die meisten von uns mehrfach aufs Handy. Wir sind ständig umgeben von Reizen und schwimmen in Informationsflut im digitalen Zeitalter. Aber laut einer aktuellen Umfrage wird das den Österreicherinnen und Österreichern bereits zu viel und wirkt sich negativ aus!

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Reizüberflutung Handy
© Geber86/ iStockphoto.com

Ständige Erreichbarkeit ist mittlerweile in fast alle Bereiche des Lebens vorgedrungen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht zahlreiche Nachrichten, Anrufe oder E-Mails eintrudeln und die Aufmerksamkeit verlangen. Die Dauerberieselung mit Informationen ist eine Entwicklung der modernen Zeit, die aber auch ihre Schattenseiten zu haben scheint, wie das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com in einer Umfrage zum Thema Reizüberflutung herausgefunden hat: Über 70 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich von Informationen überflutet.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Denn das Smartphone ist in der Hosen- oder Handtasche immer dabei und wird von allen Altersgruppen mehrmals stündlich überprüft, um auf dem neuesten Stand zu sein und ja nichts zu verpassen. Die jüngste Altersgruppe (14-19-Jährige) hat hier mit bis zu 9 Mal stündlich aufs Handy schauen die Nase erwartungsgemäß vorne.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Kein Wunder, schließlich erhält diese Gruppe im Schnitt bis zu 61 neue Informationen in Form von Nachrichten (SMS, WhatsApp) über den Tag verteilt.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Die „älteren Semester“ (50-69-Jährige) gehen es in diesem Bereich mit 12 oder weniger Nachrichten am Tag noch gemütlicher an.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Auch während des Fernsehens wird gerne noch das Smartphone oder eine andere Informationsquelle verwendet und damit die Konzentration bewusst oder unbewusst auf mehrere Reize gleichzeitig aufgeteilt. Mehr als ein Drittel (34%) der Österreicherinnen und Österreicher geben zu, mehrmals in der Stunde zum Handy oder Tablet zu greifen, wenn sie daheim vor dem Fernseher sitzen.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Arbeit ist das halbe Leben?

Jede und jeder zweite Büroangestellte kann nach Dienstschluss nicht abschalten und gibt an mindestens einmal pro Woche nach der Arbeit noch erreichbar zu sein. Zwar werden im Durchschnitt “nur” 38 E-Mails pro Tag erhalten, jedoch sind sich die Befragten sicher, die Mehrheit der beruflichen Mails bedürfen unbedingt persönlicher Bearbeitung (56%). Interessantes Detail in diesem Zusammenhang: Treffen neue E-Mails im Posteingang ein, klicken immerhin 23% sofort auf die Benachrichtigung.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Die Gründe für diesen Drang nach permanenter Information könnten im Verständnis der modernen Arbeitswelt liegen. Mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen (94%) sowie ein steigender Grad an Komplexität gehören im Job für die Mehrheit eben dazu (93%). Ebenfalls als "normal" eingestuft werden die ständige Erreichbarkeit (81%) und die Veränderung als fixer Bestandteil der heutigen Arbeitswelt (82%) bei den Befragten.

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Zeit für Entschleunigung

Wir sind also im Privat- wie Berufsleben einer ständigen Flut an Reizen ausgesetzt, auf die oftmals sofort reagiert wird. Daher verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr, was auch mehrheitlich so wahrgenommen wird (74%).

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy

Ständige Reizüberflutung und ihre negativen Auswirkungen sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Immerhin zählen Stress (49%), Müdigkeit (48%) und Reizbarkeit (47%) zu den am häufigsten wahrgenommenen Symptomen der Reizüberflutung. Und kommen uns diese nicht alle bekannt vor?

Es wird uns allen zuviel: ständig am Handy