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5 klassische Hangover-Tipps, die laut Ärzten gar nichts bringen

Ein Aspirin vorm Schlafengehen ist das Geheimmittel schlechthin gegen den Hangover? Oder vielleicht gar nicht wirksam, sondern verschlimmert den Kater auch noch?

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5 klassische Hangover-Tipps, die laut Ärzten gar nichts bringen
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Wir haben alle den ein oder anderen Trick, um die bösen Nachwirkungen von dem einen (okay, mehreren) Glaserln zu viel am nächsten Morgen wieder auszugleichen. Und diese Tricks gegen den Kater kennen auch die meisten. ABER die bekanntesten Taktiken sind in Wirklichkeit nur ein Mythos und helfen nicht gegen den Hangover, sondern machen ihn vielleicht sogar noch schlimmer:

Fettiges Essen gegen Hangover?
Was gibt es Besseres am nächsten Morgen, als eine riesige Pizza mit extra, extra viel Käse? Okay, wir müssen jetzt alle ganz stark sein, aber leider ist fettiges Essen für einen Kater definitiv nicht die beste Idee. Denn schweres Essen lässt sich nur schwer verdauen und beschäftigt somit unseren ohnehin etwas überbeanspruchten Körper und Magen noch mehr. Und wir fühlen uns sogar noch länger schlecht. Eine Alternative wäre beispielsweise Obst, denn damit können wir wichtige Nährstoffe und Vitamine zuführen, die wir jetzt besonders dringend benötigen.

Schmerzmittel vor dem Schlafengehen:
Beim Zubettgehen schnell noch Aspirin einwerfen, damit das Kopfweh am nächsten Morgen keine Chance hat? Klingt doch vernünftig, oder? Nun ja, vielleicht doch nicht ganz: Denn die Wirkung des Schmerzmittels setzt dann ein, wenn wir ohnehin gerade sanft (bewusstlos) schlummern. Und nach vier bis sechs Stunden lässt die Wirkung auch schon wieder nach und hoffentlich schlafen wir ja doch noch ein bisschen länger.
Darüber hinaus werden die Inhaltsstoffe von Schmerzmitteln über die Leber abgebaut und diese macht dank deinem Alkoholkonsum ja gerade Überstunden. Eine weitere Belastung ist also nicht gerade förderlich. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Schmerzmittel auch noch den Magen belasten, welcher in seinem nun überaus sensiblen Zustand - richtig geraten - ebenso gerade kein zusätzliches Betätigungsfeld braucht.

Reperaturseidl:
Der direkte Weg zum Alkoholismus führt über das berühmte, aber schwer berüchtigte Reperaturseidl: am nächsten Morgen einfach weiter trinken, dann verflüchtigen sich die Symptome des Katers sofort. Das ist zwar richtig, aber sie verflüchtigen sich ja nur, weil sie danach umso schlimmer wiederkehren...
Denn der Hangover beginnt, wenn dein Körper es geschafft hat, den größten Teil des Alkohols im Blut wieder abzubauen - führt man wieder Alkohol zu, wird dieser Prozess gestoppt und man fühlt sich kurzfristig besser. Mit Betonung auf kurzfristig. Daher sollte man auf ein Bier zum Frühstück eindeutig dankend verzichten.

Kaffee, viel Kaffee:
Leider ist auch unser heiß geliebter Kaffee nicht die optimale Lösung, selbst wenn er uns tatsächlich kurzfristig wieder wacher und aufmerksamer werden lässt. Das enthaltene Koffein kann jedoch schweißauslösend wirken und eventuelles Zittern sowie prinzipiell dein Unwohlsein verstärken. Zusätzlich stimuliert Kaffee unsere Herzfrequenz, welche aufgrund der Dehydrierung ohnehin schon erhöht ist. Daher gilt: Stattdessen lieber stilles Wasser trinken - und davon gerne viel!

Sport gegen den Kater?
Hut ab vor allen, die mit einem gehörigen Hangover überhaupt trainieren können! Eine gute Idee ist es aber ohnehin nicht, insofern wird ausnahmsweise mal Faulheit belohnt. Exzessiver Sport kann in diesem Zustand nämlich sogar schädlich für unseren Körper sein. Einerseits aufgrund der vorherrschenden Dehydrierung, welche durch schweißtreibendes Training nur noch verstärkt wird und welche Hauptauslöser für die meisten Kater-Symptome ist.
Außerdem wird natürlich auch beim Sport der Puls ordentlich in die Höhe gejagt, welcher aber bereits im Ruhezustand beim Hangover erhöht ist. In diesem Zustand ist man dann zudem weitaus unkonzentrierter und damit anfälliger für Unfälle und Verletzungen.

5 klassische Hangover-Tipps, die laut Ärzten gar nichts bringen