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Bist du ein Hate-Follower?

In uns allen steckt manchmal etwas von eine "Hate-Follower". Es bedeutet, dass wir gerade unsere Feine bzw. Menschen, die wir einfach nicht mögen, ausgiebig im Internet stalken. Aber warum machen wir das?

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hate follow
© Photo by istockphoto.com

Eigentlich ist Facebook und Instagram doch dafür da, mit unseren Freunden in Kontakt zu bleiben, ein bisschen zu "socializen" und am Leben der Freunde und Bekannten teilzunehmen. Eigentlich! Denn unsinnigerweise folgen wir gerade jenen Personen ganz besonders gerne, die wir im Grunde ganz und gar nicht leiden können. Ach, was heißt nicht leiden können und was heißt folgen. Wir stalken unsere Feinde! Tatsache. Das machen wir oft, gerne und vor allem (bzw. erschreckenderweise) sehr gut!

Um wen aber geht es dabei eigentlich? Es geht nicht nur um den Ex, den wir heimlich beobachten und bei dem wir im Stundentakt auf der Facebook-Seite nachsehen, welche Bilder er liked, bei welchen Events er auf "attending" klickt und mit welchen neuen Tussis er so befreundet ist. Wir haben auch im Bekanntenkreis die ein oder andere Person, die wir auf den Tod nicht ausstehen können. Das mag jetzt vielleicht sehr hart klingen, es ist aber die Wahrheit. Manche Menschen sind ätzend. Das liegt vielleicht nicht nur an ihnen (naja ... eigentlich doch, aber seien wir mal pseudo-objektiv), man hat einfach zu manchen Menschen eine Antipathie, die uns zur Weißglut treibt.

Dieses Phänomen, dass wir unsere Feinde, den Ex, die neue vom Ex oder auch uns einfach total unsympathische Personen stalken, nennt sich "Hate-Follow".

Studie

Natürlich gibt es auch für dieses Phänomen eine Studie, nämlich jene der Ohio State University. Im Rahmen dieser Studie konnten Forscher herausfinden, dass vor allem Menschen, denen es selbst nicht so gut geht, dazu tendieren, Hate-Follow zu betreiben.

Für die Studie musste eine Gruppe einen Test absolvieren. Danach wurde einem Teil der Gruppe gesagt, dass sie hervorragend abgeschnitten haben. Der anderen Gruppe wurde das Gegenteil gesagt, nämlich, dass ihre Ergebnisse katastrophal seien. Im Anschluss daran mussten sich alle Teilnehmer Fake-Profile auf Instagram und Facebook ansehen. Die Profile wurden übrigens lediglich für diese Studie entwickelt und danach natürlich wieder gelöscht.

Das Ergebnis

Die Teilnehmer, denen ein positives Prüfungsergebnis mitgeteilt wurde, sahen sich vor allem die Profile der Schönen und Reichen an, ohne dabei negative Kommentare loszulassen. Diejenigen, die angeblich ein schlechtes Prüfungsergebnis hatten, waren vor allem auf Personen fokussiert, die ärmer oder hässlicher waren. Zudem gab es vermehrt negative und kritische, sogar teilweise überaus zynische Kommentare zu den Reichen und Schönen.
Was die Forscher daraus schlussfolgern: Unsere eigene schlechte Laune sorgt dafür, dass wir das Leben anderer Personen deutlich misstrauischer beobachten und zusätzlich nach Fehlern und Misserfolgen suchen.

Hate-Follower sind demnach auch vermehrt jene Personen, die auf einen Dislike-Button auf Facebook warten. Just saying! Und es sind auch diejenigen, die sich heimlich ins Fäustchen lachen, wenn jemandem etwas nicht so Tolles widerfahren ist.

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