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Schnelle Hausmittel gegen Blähungen

Schon klar: Frauen furzen nicht. Aber manchmal ist der Bauch dann doch aufgeblasen, vor allem vor der Periode. Diese Hausmittel helfen rasch gegen Blähungen.

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Schnelle Hausmittel gegen Blähungen
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Nein, schon logisch. Wir Frauen furzen nicht. Bitte lassen wir diese Version der Geschichte offiziell bestehen. Aber ganz entre nous: Natürlich pupsen auch wir. Ist ja ein normaler Verdauungsvorgang, leider.

Bei jeder Verdauung entstehen in unserem Dickdarm Gase. Die - Achtung, erstaunlicher Fun-Fact – bis zu 13 Mal täglich unseren Bauch verlassen. In Summe einen Liter, so haben Forschungen ergeben, verpupst ein Mensch am Tag. Größtenteils unbemerkt, zum Glück. Aber manchmal entsteht dann doch zu viel heiße Luft im Darmgewinde, es rumort, krampft und die Pupse entweichen laut- und geruchsstark.

Warum stinken Furze?

Der unangenehme Geruch beim Furz entsteht durch die Darm-Bakterien. Genauer gesagt: durch ihre Ausscheidungen. Wie das entweichende Gas dann riecht, hängt ganz davon ab, was du gegessen hast. Zum Beispiel Duftnote "fauliges Ei": dieser Furz enthält Schwefelwasserstoff. Es gibt mehrere Nahrungsmittel, die Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker enthalten, die vom Körper nur schlecht verdaut werden. Nahrungsmittel wie Bohnen, Gemüse, Hülsenfrüchte und Körner enthalten viel Stärke und Zucker, die im Darmsystem nicht gut verdaut werden. Diese Kohlenhydrate gelangen, anstatt im Dünndarm verdaut und absorbiert zu werden, in den Dickdarm, wo sie durch Bakterien vergoren werden und führen so manchmal zur Bildung von Darmgasen.

Wie verhindert man Blähungen?

KAUEN! Das hilft deinem Magen bei der Verdauung

Ein wichtiger Tipp: In aller Ruhe essen. Wenn du jeden Bissen bis zu 20Mal kaust, verringerst du die Gefahr, dabei zusätzliche Luft zu verschlucken. Und: Wenn du zu Blähungen neigst, dann meide Kohl und Hülsenfrüchte. Rohes Gemüse ist meist auch nicht so bekömmlich – vor dem Genuss also lieber dünsten oder blanchieren.

Wenn du unglaublichen Gusto auf Kohl, Bohnen oder Linsen hast, dann koch' ein altbewährtes Hausmittel gegen Blähungen mit: Fenchelsamen oder Kümmelkörner. Die erleichtern die Verdauung.

Welche Hausmittel helfen schnell gegen Blähungen?

  • Knabbere nach dem Essen zwei Stangen Petersilie. Die ätherischen Öle wirken krampflösend und lassen den geblähten Bauch schnell abschwellen.
  • Kümmel entkrampft den Darm ebenfalls. Auch Fenchel, Pfefferminze, Anis, Thymian und Melisse wirken entspannend. Drei Tassen Tee aus diesen Kräutern, schon geht es dir ein wenig besser.
  • Besorg' dir in der Apotheke Kümmelöl und führe leicht kreisende Unterbauch-Massagen durch. Im Uhrzeigersinn mit den Fingerkuppen in sanften Kreisbewegungen um den Bauchnabel streichen. Die Kreisbewegungen werden immer größer, bis der größte Kreis vom unteren Schambein bis zum Rippenbogen reicht. Nun die Bewegungen wieder kleiner werden lassen und von vorne beginnen.
  • Bei empfindlichen Mägen: Eine Mischung aus zwei Esslöffeln Apfelessig und zwei Teelöffeln Fenchelhonig, aufgelöst in einem Becher warmem Wasser vor der Mahlzeit in kleinen Schlucken trinken.
  • In der Apotheke erhältst du pflanzliche Bittermittel wie Enzianwurzel oder Tausendgüldenkraut als Tropfen.
  • Sport oder Bewegung bringt den Darm nach dem Essen in Schwung. Wenn du starke Blähungen hast: Schuhe an und eine kurze Runde um den Häuserblock laufen. Danach eine entspannende Wärmeflasche auflegen.
  • Trinken, trinken, trinken! Rund zwei Liter am Tag helfen auch der Verdauung. Achtung! Getränke mit Kohlensäure fördern die Blähungen. Und während der Mahlzeit selbst eher wenig trinken. Denn zu viel Flüssiges verdünnt die Verdauungssäfte und nimmt ihnen die Wirkung.
  • Ebenfalls gut gegen Blähungen: Ingwer kauen!
Thema: Darm