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WOMAN testet: HAX Schminksets

Das perfekte Instagram-Make-Up in nur einer Box? Das versprechen zumindest die Beauty-Sets von HAX. Wir haben es getestet!

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Hax Beauty
© Bilder der Autorin

Instagram-taugliches Make-Up ist übertriebenes Make-Up. Fast so wie am Theater oder im Film: Für die Fotos wird dick aufgetragen. Tonnenweise Highlighter, perfekt betonte Augenbrauen, spitze Wangenknochen, glitzernde Lippen und extremer Lidschatten, dies alles sieht man auf den Bildern der Insta-Beauty-Gurus.

Ich bin kein Insta-Beauty-Guru, aber ich liebe Make-Up. Und manchmal will ich auch so einen angesagten, aufregenden Look rocken. Dafür könnte ich aus den Tiefen meiner Make-Up-Kollektion die richtigen Utensilien raussuchen und dann Tutorials auf Youtube schauen. Aber warum sich Mühe machen, wenn es ganz einfach geht? Mit den HAX-Beautykits hat man nicht nur alle Produkte, die man für einen Look braucht, sondern auch eine Anleitung.

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Von den HAX-Schminksets gibt es auf ASOS drei verschiedene für die Lippen und zwei für die Augen. Ich durfte das Cut-Crease-Set und das glitzernde Lippenset testen. Am meisten hat mich interessiert, wie gut die Anleitungen sind, wie pigmentiert die einzelnen Produkte und natürlich, ob ich nachher wie ein Insta-Girl aussehen würde.

Ich bevorzuge eine wissenschaftliche Herangehensweise an ein solches Experiment und habe deshalb regeln aufgestellt: 1. Es dürfen nur die Produkte im Kit benutzt werden. 2. Ich gucke vorher kein Video, sondern halte mich streng an die Anweisung. 3. Ausbessern darf ich nur, wenn etwas wirklich außerhalb der Linien geraten ist oder ich verrückt aussehe.

Da ich Make-Up liebe und mir eine Handfertigkeit erarbeitet habe, wollte ich auch wissen, wie sich jemand mit den Kits schlagen würde, der sich nie oder wenig schminkt. Doch dazu mehr später. Auf gehts zum Test:

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Zuerst kam das Lippen-Kit dran. Es enthält einen flüssigen Lippenstift, ein Gloss, bronzenes Glitzer und einen Applikator. Wie auf dem oberen Bild zu sehen ist, sind die Schritte recht einfach zu befolgen. Die Farbe des Lippenstifts trocknet schnell ein und ist wirklich hübsch.

Der Gloss ist wahnsinnig klebrig, weshalb der Glitzer sehr leicht aufzutragen war. Leider trocknet der Gloss aber gar nicht ein, so dass ich die ganze Zeit an Glitzerpartikeln geknabbert habe. Der Effekt selbst ist aber wirklich hübsch und wirkt auf Fotos sicher gut (wenn man das mit den Selfies besser drauf hat als ich).

Lippen sind glamurös, also auf zu den Augen! Hier bekommt man ein Lidschattenset mit drei Farben, einen zweiseitigen Pinsel, einen flüssigen Eyeliner und eine kleine Schablone. Die Anleitung ist komplizierter und widerspricht sich manchmal. Ich war tatsächlich so vertieft darin, die Schablone richtig zu halten, dass ich vergessen habe Fotos vom Prozess zu machen.

Der Cut-Crease-Look besteht aus einem recht blassen Lid, dem eine stark konturierte Lidfalte gegenübersteht. Es ist wirklich DER klassische Insta-Look. Ich hab also verblendet, verblendet und nochmal verblendet. Gar nicht so einfach mit Schablone. Beim Lidstrich soll man fürs perfekte Cat-Eye auch die Schablone dranhalten. Pro-Tipp: Zuerst die Basis malen, dann erst die Schablone dranhalten.

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Das habe ich nämlich beim rechten Auge nicht gemacht und hatte dann einen super verkorksten Lidstrich. Gut, auch die andere Seite würde ich nicht als perfekt bezeichnen. Das liegt ein bisschen an mir, aber viel mehr am Applikator, dessen Köpfchen nicht gerade flexibel ist.

Sagen wirs mal so: Der Augenlook ist okay, aber ich kanns ohne Schablone schon besser. Mit Filter schaut es aber tatsächlich sehr Insta aus, wobei ich mich trotzdem zu den Anfänger-Insta-Girls stellen würde. Mission accomplished?

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Fazit

1. Produkte: Das Lippenkit ist von den Produkten her sehr gut und auch die Farben kann ich mir gut auf verschiedenen Hautfarben vorstellen. Das Augenkit ist okay, der Lidschatten ist ganz nett, der Pinsel ganz gut. Nur der Applikator des Eyeliners ist eher mau. 2. Anleitung: Lippenkit ist wieder super! Beim Augenkit werden Ungeübte ein bisschen verwirrt sein, da manche Beschreibungen ein bisschen ungenau sind. 3. Look: Die Lippen können mit ein bisschen Hilfe von anderen Produkten (Lipliner zB.) richtig Party-tauglich sein. Zu den Augen muss ich sagen: Man kann mit diesem Kit gut üben, aber der perfekte Look ist das nicht.

PS.

Ich habe eine kamerascheue Person gebeten, die Kits auch zu testen. Sie hat sich noch nie geschminkt und kennt kaum Make-Up-Tutorials. Mit dem Lippenkit hat sie sich so leicht getan, dass sie mich sogar auf einen Fehler aufmerksam gemacht hat: Zuerst Lippenstift und dann kommt schon die erste Schicht Glitzer! Ich hatte zuerst Gloss aufgetragen und dann erst den Glitter.. man kann also noch was lernen!

Beim Augenmakeup gab es mehrere Probleme: Die Anleitung ist auf Englisch, was bedeutet, dass man die Begriffe "Blending Brush", "dabbing" und "Cut Crease" kennen muss, sonst kommt man durcheinander. Das Auftragen des Lidschattens ging ja noch halbwegs (nachdem ich klargestellt hatte, dass mit Augenlid wirklich das Augenlid und nicht die Wimpern gemeint sind), aber der Eyeliner.. Ich sag nur: Mein rechtes Auge ist Perfektion dagegen.

Lippen: AnfängerInnen geeignet! Augen: Eher für Fortgeschrittene!