Ressort
Du befindest dich hier:

Was hilft gegen Heißhunger?

Wir verraten euch Wege, wie ihr verhindern könnt, dass die übergroße Gier auf Süßes, Salziges oder Fettiges wieder einmal zuschlägt.

von

Was hilft gegen Heißhunger?

Manchmal muss es eben süß und fettig sein.

© Thinkstock

Mein Name ist Michaela und ich bin süchtig nach Fruchtgummi. Egal ob in langen Schnüren, mit Cola-Geschmack oder gar in Form von Schlümpfen. Und auch wenn nach wenigen Bissen der Magen um Gnade winselt, sich aus Sicherheitsgründen selbst verklebt und einem übel wird, kommen die Gelüste nach der klebrigen Süßigkeit dennoch immer wieder.

Die gummiöse Versuchung, Chips, Popcorn oder andere salzige Laster, wohlig-weiche Kuchen oder die gute alte Schokolade - fast alle von uns haben eine Schwäche für eine nicht gerade gesundheits-fördernde Köstlichkeit und wissen, wovon ich spreche. Und manchmal stürzt man sich eben mit regelrechtem Heißhunger darauf. Aber warum eigentlich? Und was kann ich dagegen tun?

Heißhunger hat in den meisten Fällen etwas mit einem akuten Mangel des Körpers zu tun. Wir bekommen Hunger, weil uns unser Körper sagen möchte, dass er Energie braucht. Und schnell und viel Energie bringen vor allem Lebensmittel mit hoher Kalorienanzahl: Süßigkeiten, Kekse, Salz-fettiges sind allesamt Lebensmittel mit sehr hoher Energiedichte und folgegleich sehr schnell verfügbarer Energie. Damit unser Körper allerdings gar nicht erst panisch nach einem Quickie verlangen muss, sollten wir uns einfach ordentlich satt essen. Und dass am besten drei mal am Tag, genussvoll und ausreichend zu den Hauptmahlzeiten.

Idealerweise landen dabei am Teller ausreichend Ballaststoffe und Eiweiß. Beim Genuss von zuvielen Kohlehydraten mit einem hohen glykämischen Index wie Nudeln, Weißbrot oder Pommes frites, fällt der Blutzuckerspiegel rasch wieder ab und der Gusto auf Ungesundes steigt. Den Blutzuckerspiegel lange oben erhalten hingegen eiweißhältige Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Käse, Milchprodukte) sowie Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse).

Aber auch zuwenig Schlaf kann schuld sein am Griff in die Chips-Tüte: Schlafmangel sowie unruhiger Schlaf lösen Hungergefühl oder Fressattacken aus und verlangsamen sogar den Stoffwechsel. Also lieber einmal früher ins Bett anstatt die Knabbereien vorm Fernseher zu vernichten.

Und auch das Wissen, dass man ab und zu durchaus sein ganz spezielles Laster genießen darf, verringert die Gier darauf. Denn alles, was verboten ist, hat eben einen ganz besonderen Reiz. Gönnt man sich dieses aber regelmäßig in haushaltsüblichen Mengen, ist absolut nichts Verkehrtes daran.

Wer braucht in gewissen Momenten schon eine Gabel?