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Heidi Klum: Wie sie die Trennung ihren Kindern beibringen sollte

Heidi Klum sorgt sich um die Zukunft ihrer Kinder. In einem Interview mit dem Magazin InStyle verriet das Supermodel: "Man sorgt sich nun einmal. Werden sie gute Jobs haben? Werden Sie Probleme haben, so wie Drogen oder Alkohol am Steuer? Die richtige Person, die sie liebt und glücklich macht, finden?" Jemanden zu finden, der sie liebt und glücklich macht – ein Satz, der Heidi Klum derzeit schwer über die Lippen geht.

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Heidi Klum: Wie sie die Trennung ihren Kindern beibringen sollte
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Noch leben Heidi und Seal unter einem Dach. Doch irgendwann wird der Moment kommen, an dem sie ihren Kindern die bittere Wahrheit sagen müssen: „Mami und Papi werden sich trennen.“

Wie sage ich es den Kindern? Gibt es überhaupt einen richtigen Weg, wie man Kindern die Trennung der Eltern vermittelt? Wie schwierig muss es erst für Heidi Klums Kids (Baby Lou, die Söhne Henry und Johan sowie die älteste Tochter Leni) sein, wenn diese Trennung öffentlich begleitet wird? WOMAN.at sprach mit Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin des Vereins RAINBOWS , der Kinder über die Trennungsphase der Eltern begleitet.

WOMAN.at: Heidi Klum und Seal sind Medien-Persönlichkeiten, die ihre Kinder (trotz bestmöglichen Schutzes) nicht völlig abschotten werden können. Welche Gefahren birgt die mediale Ausschlachtung der Trennung für die Kinder?

Bojdunyk-Rack: Die Gefahr ist, dass die Kinder durch die mediale Berichterstattung zwischen die Fronten geraten. Durch einen öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg verschärft sich die Situation für sie.

WOMAN.at: Wie bringt man Kindern eine Trennung am schonendsten bei?

Dagmar Bojdunyk-Rack: Kinder brauchen Klarheit. Sie spüren die Konflikte, die ein Paar miteinander hat. Es ist wichtig, dass Eltern ihrem Kind auf ehrliche, altersentsprechende Art erklären, warum sie sich trennen. Sonst macht sich das Kind seine eigenen Gedanken – und sucht die Schuld womöglich bei sich. Diese Angst muss man ihm nehmen.

WOMAN.at: Trennungen sind oft mit Kränkungen verbunden. Ist es deshalb besser, wenn jeder Elternteil alleine mit dem Kind spricht?

Bojdunyk-Rack: Optimal ist es, wenn beide Eltern gemeinsam mit dem Kind sprechen – und dabei Schuldzuweisungen vermeiden. Gut: mit dem Kind zu besprechen, wie der Alltag nach der Trennung aussehen wird, wo es wohnen wird, wann es den Elternteil sehen wird, der auszieht. Aber auch, was nach der Trennung gleich bleibt.

WOMAN.at: Heidi Klum und Seal sind beruflich sehr eingesetzt, ständig auf Reisen. Wie können sie es trotzdem schaffen, den Kindern Sicherheit zu vermitteln?

Bojdunyk-Rack: Für diese Zeiten ist es wichtig, dass andere beständige Bezugspersonen da sind, die auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen können. Die Eltern können – vor allem bei jüngeren Kindern - in Erzählungen oder durch aktuelle Fotos präsent sein. Bei älteren Kindern soll die Möglichkeit spontan zu telefonieren oder per SMS oder Mail mit den Eltern in Kontakt zu bleiben, gegeben sein.

Thema: Heidi Klum

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