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So vermeidest du Fressattacken!

Der Kühlschrank: Mein Freund und Feind! Plötzliche Heißhunger-Attacken erschweren mir das Abnehmen. Tipps und Tricks, wie du dem Fress-Wahn entkommst.

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So vermeidest du Fressattacken!

...und Abends geht dann die Kühlschranktür auf

© Flickr, Corie Howell

Wunderbar, wenn ihr zur disziplinierten Spezies Mensch gehört. Die am Kühlschrank vorbeigehen können, ohne von einer plötzlichen Heißhunger-Attacke übermannt zu werden. Die nicht (so wie meinereins) abend noch mal schnell in den Eisschrank schaut und dann plötzlich mörderischen Appetit auf Mozarella, Schinken, Joghurt, Tiefkühlpizza, Frankfurter Würstel, Cookie-Eiscreme – kurzum: ALLES, was sich im Kühlschrank befindet – zu bekommen.

Gierig, maßlos und vor allem wahllos bin ich, wenn ich von Heißhunger-Attacken übermannt werde. Ich stopfe und stopfe. Gute Ernährung ist nicht mehr selbstverständlich, seit ich Vollzeit arbeite. Vor allem im Büro, acht Stunden vor dem Mac, neige ich dazu, mir Süßes und ungesunde Snacks hinter die Kiemen zu schieben. Gesundes? Naja, im Weckerl war eh ein welkes Salatblatt.

Kein Wunder, dass meine Traumfigur immer noch ein Traum ist.

Seit ein paar Wochen versuche ich deshalb, meine Ernährung umzustellen. Mehr Gemüse und Proteine, weniger Kohlenhydrate, weniger Zucker. Dazu viel Wasser trinken.

Unser Körper benötigt Energie um Leistung zu bringen und zu überleben. Doch meistens wissen wir nicht, wie viel Energie wir überhaupt benötigen um den Bedarf zu decken. In dem Moment, wo wir uns dem Heißhunger hingeben, essen wir nicht um unserem Körper die notwendigen Kalorien zuzuführen, sondern um unseren Geist zu befriedigen. Klingt irgendwie verrückt, oder?

Genau deshalb ist es gar nicht so einfach, dem Heißhunger zu entkommen. Aber machbar ist es. Also habe ich mir sämtliche Artikel und Tricks durchgelesen. Die, die mir wirklich geholfen haben, den Heißhunger-Attacken ein Schnippchen zu schlagen, habe ich hier für euch gesammelt:

1

Nie ohne Frühstück. Ein Kaffee oder Tee reicht nicht. Und auch ein Croissant gibt nur schnelle Energie, die aber auch genauso flott wieder abgebaut ist. Um Fressattacken am Vormittag vorzubeugen, trinke ich jetzt immer zwei Tassen Grüntee und esse dazu ein Joghurt mit Früchten und Haferflocken. Außerdem ein Vollkornbrot mit etwas Käse und Gurke. Dieses Frühstück führt mir genug Protein und Eiweiß zu – beides echte Sattmacher. Hier erfährst du, warum du nach dem Frühstück immer noch Hunger hast.

2

Wasser, Wasser, Wasser. Ich gehöre zu den Menschen, die sich regelrecht dazu zwingen müssen, etwas zu trinken. Durst verspüre ich so gut wie nie. Jetzt zwinge ich mich zu 1,5 bis 2 Litern pro Tag. Und es hilft wirklich Fressattacken vorzubeugen. Denn der Körper verwechselt das Durstgefühl oft mit Hunger. Warmes Wasser kann sogar den Körper reinigen. Daher wird empfohlen, auch mal warmes Wasser nach der Mahlzeit zu trinken. Hier erfährst du, was du deinem Körper antust, wenn du zu wenig trinkst.

3

Zähne putzen, Kaugummi kauen. Das klingt verrückt, ist aber wirklich wahr! Ich würde euch Kaugummi mit «Minz» Geschmack empfehlen, denn die Geschmacksknospen nehmen den scharfen Geschmack auf und die Lust auf Süßes wird neutralisiert. Somit verschwindet der Heißhunger. Und am Abend gilt es ebenfalls: so früh wie möglich die Zähne zu putzen. Sonst steigt die Lust, vor dem Fernseher noch schnell ein wenig Schoki zu futtern.

4

Regelmäßig essen. Bisher hatte ich keinen wirklichen Rhythmus beim Essen. Ich habe mittags vor dem Bildschirm gesnackt, auch das Abendessen hatte keinen fixen Zeitpunkt. Nun bemühe ich mich, sehr regelmäßig zu essen. Denn unser Körper und Gehirn stellt sich automatisch darauf ein, wenn man zu regelmäßigen Zeiten isst. Durch mehrere kleine Mahlzeiten am Tag wird dem Körper genug Energie zugeführt. Die Folge: Der Körper schreit nicht mehr nach mehr Essen.

5

Vollkorn statt Weißmehl. Dunkles Brot, Naturreis, Dinkelnudeln – ich meide jetzt Weißmehlprodukte und halte mich eher an Lebensmittel, die viele Ballaststoffe enthalten. Vor allem mittags. Das Sättigungsgefühl hält länger an, ich gerate nicht so schnell in Versuchung, mein Energielevel mit Zucker zu pushen.

6

Süßes nur direkt nach Mahlzeiten. Ohne Süßkram könnte ich nicht überleben, Verzicht kommt für mich nicht in Frage. Wenn ich aber Lust auf Süßes habe, dann nasche ich jetzt direkt nach den Mahlzeiten. Denn dann steigt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell an. Allerdings versuche ich immer öfter, meine Naschgier mit Obst zu befriedigen.

7

Schlafen! Ja – auch ausreichend Schlaf trägt dazu bei, Heißhunger-Attacken zu vermeiden (eigentlich logisch – oder wer von euch hat nach einer langen Party-Nacht nicht Appetit auf Heiß-und-Fettig?). Vor allem: Wer länger schläft, gerät nicht so leicht unter Stress. Der wieder löst Hormone aus, die den Heißhunger anregen und uns zum Frustessen verleiten. Sieben bis acht Stunden Schlaf sind das Optimum. Übrigens: Damit du besser schläfst, solltest du diese Lebensmittel meiden!

8

Selbstdisziplin. Freunde und Verwandte nehmen oft keine Rücksicht darauf, dass du deine Ernährung umstellst. Sie futtern vor deiner Nase alles, was du aktuell zu meiden versuchst. Lenk' dich ab, übe dich in Selbstdisziplin! Aber vergiss auch nicht, dass du NICHT VERZICHTEN sollst. Du darfst alles essen – nur eben nicht in Übermengen. Dann hat der Heißhunger auch keine Chance.

Lass' uns wissen, welche Tipps dir geholfen haben. Oder hast du eigene Tipps? Dann poste sie einfach unter diesen Artikel und hilf' mit deinen Erlebnissen anderen WOMAN-Leserinnen!

Thema: Diät