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„Helden von Morgen“: Gewinnerin Cornelia Mooswalder im privaten WOMAN-Interview

Die Heldin von Morgen ist gekürt: Cornelia Mooswalder, 17, überzeugte mit ihrer starken Stimme und sang sich in die Herzen des Publikums. WOMAN traf die fesche Sängerin zum Interview.


„Helden von Morgen“: Gewinnerin Cornelia Mooswalder im privaten WOMAN-Interview
© ORF/Ali Schafler

WOMAN: Gratulation zum Sieg bei „Helden von Morgen“! Wie geht es jetzt weiter bei dir?

Cornelia: Zuerst möchte ich auf jeden Fall die Schule fertig machen und nebenbei natürlich immer Musik machen... Ich bin gleich nach dem Finale wieder in die Schule gegangen. Ich habe mir vorgenommen, das Schuljahr zu schaffen, ich möchte das Jahr nicht wegen „Helden von Morgen“ wiederholen.

WOMAN: Wie hast du das in den letzten Wochen bezüglich Schule geregelt?

Cornelia: Meine beste Freundin hat mir alles nachgestrichen in den Büchern und kopiert und ich war in den HvM-Pausen in der Schule, einmal hab ich sogar eine Schularbeit mitgeschrieben, Deutsch aber nur (lacht) ... Und da habe ich so viel es geht schon nachgeholt und nachgelernt. Ich habe die ganzen Schularbeiten-Termine jetzt für Februar angelegt, da ist jetzt ziemlich viel zu lernen, das wird jetzt echt schlimm in der Schule. Aber das überstehe ich schon! (lacht)

WOMAN: Du hast am Freitag 100.000 Euro gewonnen. Was wirst du mit dem Gewinn machen?

Cornelia: Ich werde mir ein bisschen was zur Seite legen, ich möchte nämlich Musical studieren nach der Schule und das ist nicht gerade billig. Dann werde ich etwas meiner Familie geben, meiner kleinen Schwester Annalena, damit sie sich die Reitstunden zahlen kann... Mama will zwar das nicht, aber ich schon (lacht) ... Ich möchte auch ein paar Leuten aus meiner Klasse die Maturareise zahlen, weil sie mich einfach immer unterstützen und immer hier mit dabei waren. Und das finde ich echt cool.

WOMAN: Beim Finale hast du „Run“ von Leona Lewis gesungen. Warum hast du genau diesen Song ausgewählt?

Cornelia: Das Lied habe ich in der ersten Show gesungen und das bedeutet mir echt so viel. Ich denke an meine Oma, wenn ich das Lied singe. Sie ist leider schon tot, seit 2003. Es war ziemlich schlimm für mich, ich bin ihr sehr lange nachgehängt... Also, ich hänge ihr noch immer nach, aber ich kann mittlerweile darüber reden, ohne dass ich zu weinen anfange. Meine Oma war immer da... Von ihr konntest du alles haben, ich war als Kind eigentlich jeden Tag bei ihr. Für sie singe ich eigentlich das Lied.

WOMAN: Was wirst du am meisten an „Helden von Morgen“ vermissen?

Cornelia: Dass ich jeden Freitag auf der Bühne gestanden bin und auch das WG-Leben mit den anderen... Es war einfach perfekt in der WG, von der Atmosphäre her...

WOMAN: Was waren dein schönstes Erlebnis bei „Helden von Morgen“?

Cornelia: Das schönste war, als in der ersten Show der Fendrich mir „Run“ zugeteilt hat... Das war echt super! Und wie ich erfahren habe, dass ich mit Johnny das Duett singen darf, weil den habe ich mir als Duettpartner gewünscht. Und noch cool war, als ich erfahren hab, dass Marilyn Manson uns coacht. Es hat einen weiteren extrem schönen Moment gegeben, das war bei der Weihnachtsshow, als es bei meinem Lied auf der Bühne zu schneien angefangen hat... Da war ich begeistert, ich schwöre, wie ein kleines Kind habe ich mich gefreut! Das war echt ein schöner Moment, da wollte ich gar nicht runter von der Bühne.

WOMAN: Was waren die nicht so schönen Erlebnisse?

Cornelia: Weiß ich nicht... Also, ich würde sagen, die Montage und Dienstage, weil da war’s immer am allerstressigsten... Da haben wir wirklich von acht weg bis hin am Abend um zehn geprobt.

WOMAN: In einer Show hast du verraten, dass deine Beziehung in Brüche gegangen ist...

Cornelia: Ja, leider muss ich sagen. Es war eben so, dass wir uns kaum gesehen haben und... Daniel war halt zuhause, in einem Dorf bei uns in der Nähe... Na ja, meine Freundinnen habe ich jetzt ja auch kaum gesehen und es ist halt schon blöd und irgendwie klar, dass ich nicht die ganze wenige Zeit mit meinem Freund, also Ex-Freund, verbringen kann.

WOMAN: Wie geht es dir jetzt diesbezüglich?

Cornelia: Am Anfang hatte ich etwas Liebeskummer, aber jetzt geht’s zum Glück. „Helden von Morgen“ hat sicher geholfen, du bist die ganze Zeit eingeteilt, du hast gar keine Zeit, dass du darüber groß nachdenkst.

WOMAN: Wie lang ward ihr zusammen?

Cornelia: Über ein Jahr... Es war schon zach, aber wir sind zum Glück freundschaftlich auseinandergegangen, das war mir wichtig. Es ist ihm zuhause nicht gut gegangen, weil ich wirklich oft keine Zeit hatte zurückzurufen oder zu schreiben... Und mir ist es dann auch nicht gut gegangen, wenn ich weiß, dass es ihm da daheim nicht gut geht mit der Situation... Und ich wollte mich aufs Singen konzentrieren und das ist dann immer schwieriger geworden und wir haben beide gesagt, dass es jetzt besser ist, wenn wir Schluss machen. Aber ich sage ja: Wir sind zum Glück freundschaftlich auseinander gegangen.

WOMAN: Nun ist „Helden von Morgen“ vorbei. Wird es ein Liebes-Comeback geben?

Cornelia: Schauen wir mal, ich weiß es nicht, keine Ahnung. Da schaue ich mal... (lacht)

WOMAN: Du nanntest Jonathan deine Bezugsperson bei HvM. Was verbindet euch zwei?

Cornelia: Ich weiß es nicht... Schon beim dritten Casting im Burgenland, da habe ich mich von Anhieb an mit ihm gut verstanden. Er hat den gleichen Humor wie ich und ich bin wirklich froh, dass ich ihn hier herinnen gehabt hab. Ich habe mit ihm echt über alles geredet und er mit mir... Da hat er mir auch immer sehr geholfen... Du brauchst einfach eine Person, mit der du reden kannst.

WOMAN: War da dein Freund nicht eifersüchtig, weil du dich mit ihm so gut verstanden hast?

Cornelia: Nein, der weiß, dass da nie mehr wie Freundschaft war.

WOMAN: Bei eurem Duett hatte man das Gefühl, da knistert’s richtig zwischen euch...

Cornelia: Nein! (lacht) Ich glaube eher, das war das Lied (lacht)... Nein, da war nie was zwischen Johnny und mir und wird auch nichts sein. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann bin ich echt der treuste Mensch.

WOMAN: Und jetzt? Immerhin bist du Single...

Cornelia: Nein, gar nicht. Jetzt auch nicht! Er ist mir schon zu wichtig für eine Beziehung... Das kann ich gar nicht beschreiben, aber er ist mir sozusagen als Bruder ans Herz gewachsen.

WOMAN: Was waren deine ersten musikalischen Schritte?

Cornelia: Ich habe im Kindergarten schon gerne Musik gemacht, da hat’s immer Instrumente gegeben und es war immer so, dass die anderen Kindern mit den Klötzen oder mit den Barbies gespielt haben, aber ich bin immer bei den Instrumenten gewesen und hab raufgehaut und gespielt... Und in der Volksschule war’s dann so, dass ich bald Flöte gespielt habe und ich war so ehrgeizig und hab immer so viel geübt, dass ich bald die beste war. In der Volksschule habe ich dann auch Gitarre spielen angefangen und das hat mir voll getaugt... Und auch im Chor habe ich gesungen... Da hab ich dann sogar schon Solo-Sachen singen dürfen. Da war’s für mich klar: Ich mach mal Musik!

WOMAN: Wie ist es weiter gegangen?

Cornelia: Ich habe drei Jahre Musikschule gemacht, also Gesangsunterricht, und was mir wirklich geholfen hat, war, dass ich drei verschiedene Gesangslehrer hatte, einen Opernsänger, eine Popsängerin und eine Jazzsängerin... Die haben alle drei irgendwie auf mich eingewirkt und ich habe mir sozusagen das Beste für mich mitgenommen. Dann habe ich in einer Big Band gesungen und da hat’s eben angefangen mit den Auftritten. Ich war dann vier Jahre an einer Musical-Akademie und da gab’s auch immer wieder Auftritte. So kam alles ins Laufen.

WOMAN: Schreibst du da auch selbst Lieder?

Cornelia: Schon, ja...

WOMAN: Hast du die auch schon vor Publikum vorgesungen?

Cornelia: Nein, da muss ich mich noch überwinden.

WOMAN: Über welche Themen schreibst du?

Cornelia: Kommt drauf an, wie es mir gerade geht. Ich schreibe in gewissen Momenten, wenn’s mir zum Beispiel nicht gut geht, dann kommen meist nur traurige Lieder raus... Und wenn’s mir gut geht, dann kommen halt glücklichere Lieder raus... Es geht aber meistens um Liebe eigentlich. (lacht)

WOMAN: Du hast bei „Helden von Morgen“ sehr viele Balladen gesungen – wie viel von diesen Songs steckt in dir selbst?

Cornelia: Ich bin ein total textlicher Mensch. Wenn mir der Text nicht gefällt, dann spüre ich auch nichts. Bei Balladen ist es so, dass ich wirklich meine ganzen Gefühle rüberbringen kann. Und wenn ich ein schnelleres Lied singe, tue ich mir meist schwer, meine Gefühle reinzustecken. Und bei Balladen kann ich echt alles reinlegen, auch meine eigene Interpretation des Textes... Dass ich eben das Lied dann zu meinem mache.

WOMAN: Bist du ein emotionaler Mensch?

Cornelia: Ja, eigentlich schon. Also, ich weine zwar nicht viel... Man merkt eben, dass ich mit Buben aufgewachsen bin, aber ich zeige, wie es mir geht, man merkt es, ob es mir gut oder schlecht geht. Ich zeige meine Gefühle.

WOMAN: Viele sagen, du wärst ein Mensch ohne Ecken und Kanten... Was zeichnet dich aus?

Cornelia: Ich bin ziemlich humorvoll, jeder der mich kennt, weiß, dass ich viel lache. Aber ich kann auch meine Meinung sagen. Wenn ich mich zum Beispiel ungerecht behandelt fühle, dann sage ich auch meine Meinung, auch wenn da jetzt der Präsident vor mir steht... Wenn ich das nicht richtig finde, dann sage ich das. Da gehe ich schon mal auf die Decke und diskutiere, bis das geklärt ist, stundenlang. Da bin ich echt stur. Aber ich flippe nicht leicht aus, da ist dann schon höchste Eisenbahn! (lacht)

Interview: Marlene Altenhofer