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Hexenküche: ORF-Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch verrät Rezepte zum Nachmachen

Ein Garten mit Kräutern und Gemüse birgt jede Menge an Schätzen, man muss sie nur richtig anzuwenden wissen. Uschi Zezelitsch, Co-Moderatorin bei „Natur im Garten“ im ORF weiß genau, welches Kraut wofür steht und welches vergessene Gemüse wertvolle Inhaltsstoffe hat. WOMAN hat sie einiges von ihrem Wissen verraten.


Hexenküche: ORF-Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch verrät Rezepte zum Nachmachen
© Roland Ferrigato

Rosengeranien-Backessenz:
Die Geranie duften nicht nur gut, ihr feiner Geschmack ist auch eine fantasievolle Abrundung für Süßspeisen. Außerdem wirkt es ausgleichend und entzündungshemmend. Die Herstellung ist sehr leicht: Einfach die Blätter der Geranie abwechselnd mit Zucker bis über die Hälfe in ein Einmachglas füllen, eine aufgeschlitzte Vanilleschote dazu geben und mit Weingeist übergießen, 2 Monate auf der hellen Fensterbank ziehen lassen. Danach abseihen und abfüllen. Die Essenz kann tropfenweise zur Verfeinerung von Teig, Eis, Topfencreme, usw. anstelle der synthetischen Backessenzen verwendet werden.

Bohnenkraut- Butterkugeln:
Das Bohnenkraut ist eine winterharte Gewürzpflanze. Es stärkt den Magen und fördert die Verdauung. Daher wird es häufig zum Würzen von fetten Speisen verwendet. Außerdem ist sie ein tolles Sofort-Mittel bei Bienen- und Insektenstichen. Einfach die zerriebenen Blätter direkt auf den Stich gegeben. Bohnenkraut hemmt die Schwellung und lindert den Schmerz.
In der Küche ist es aus dem Kräuterpotpourri nicht wegzudenken. Für die Kugeln das Bohnenkraut alleine oder gemischt mit anderen Gewürzen wie z.B Thymian und Rosmarin wird fein hacken und mit weicher Butter vermengen. Mit Salz, Pfeffer und auf Wunsch Knoblauch abschmecken und zu kleinen Butterkugeln rollen. Diese nochmals in gehackten Kräutern/Bohnenkraut wälzen. Sie sehen appetitlich aus, verschönern das letzte sommerliche Grillbuffet und können für spätere Fleischgerichte wie Kräuterbutter problemlos tiefgefroren werden.

Pastinaken-Rohkost:
Pastinaken gehören zu den so genannten fast vergessenen Gemüsesorten und werden erst in den letzten Jahren von Haubenköchen aus dem "Sautrog" - weil lange Zeit als Tierfutter verwendet - in die Spitzenrestaurants geholt. Die ätherischen Öle der Wurzel helfen bei Magenproblemen und beruhigen bei Schlafstörungen. Zwei Pastinaken, eine Karotte und einen kleinen Apfel reiben, mit zwei Esslöffel Marillen- oder Orangenmarmelade, einem Spritzer Zitronensaft, einem Teelöffel Senf, Salz und Pfeffer vermengen und einen Becher Joghurt einrühren.

Weitere Informationen unter: www.uschi-zezelitsch.at

MEHR Rezepte finden sie in WOMAN 17/2010

Redaktion: Karin Zimmermann