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Im Bikini gegen sexuelle Belästigung

Ich bin sexy, ich kleide mich sexy. Bedeutet das, dass ich Freiwild für Männer bin? Mit dieser genialen Idee wird gegen sexuelle Belästigung protestiert.


Im Bikini gegen sexuelle Belästigung

Hidden Messages: Frau ist kein Freiwild – auch nicht im Bikini

© Agencia Africa

Von zehn Frauen wurden drei bereits einmal Opfer sexueller Belästigung. Ein Po-Grapscher. Anzügliche Bemerkungen. Oder Schlimmeres.

Den Frauen wird oft unterstellt, sich zu aufreizend zu kleiden. "Du provozierst es ja auch, in deinem Mini-Rock." Unfassbare 58,5 Prozent der Männer (nochmals: MEHR ALS DIE HÄLFTE!!!) sind der Ansicht, dass Frauen, die sich sexy kleiden, selbst schuld sind, wenn sie Opfer eines sexuellen Übergriffs werden. Dieser Prozentsatz erhöht sich in eher frauenfeindlichen Gesellschaften. Indien etwa. Oder auch Süd- und Mittelamerika, wo Macho-Gehabe in vielen Regionen nach wie vor Sinnbild der Männlichkeit ist.

Die brasilianische Organisation “Instituto Maria da Penha” macht sich für Frauen stark und initiierte mit der Werbeagentur Africa d Instagram-Kampagne #HiddenMessages , um die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und Männer zu sensibilisieren.

Dafür wurden bekannte brasilianische Models und Schauspielerinnen für die Idee gewonnen und mit deren Wissen Fake-Profile angelegt. Die unechten Accounts wurden nun mit verführerischen Bikini- oder Dessousbildern der Promis verlinkt. Per Touch aufs Bild wurden die Verlinkungen und folgende Message sichtbar: “Bloß weil ich einen Bikini trage, bedeutet das nicht, dass du mich angreifen darfst!!”.

Binnen kürzester Zeit erhielt die Kampagne mehr als 400.000 Likes auf Instagram und wurde 30.000 Mal auf Facebook geteilt.

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Thema: Sexismus