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Warum es jetzt Barbies im Hijab gibt

Barbie trägt jetzt auch Hijab. Wie die Puppenmoden-Initiative dreier Mütter aus Pittburgh unsere Kinderzimmer vielfältiger machen soll.

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Warum es jetzt Barbies im Hijab gibt
© Instagram/HijabBarbie

Was gab es für Aufregung in den letzten Jahren, als Mattel damit begann, seine berühmte Puppen-Ikone Barbie abwechslungsreicher zu gestalten. Nicht mehr nur die klassisch blonde Barbie mit Wespentaille und ultralangen Beinen, sondern große, kleine und (naja: fast) kurvige Plastik-Barbies wanderten in die Spielzeugregale. Anderen Herstellern war das noch nicht inklusiv genug. Sie kreierten alternative Puppen: Schwangere, stillende – sogar Puppen mit Pickel.

Statt eine zusätzliche Barbie-Alternative herzustellen, haben jetzt drei Mütter aus dem amerikanischen Pittsburgh begonnen, Hijabs (die Kopfbedeckung muslimischer Frauen) für Barbiepuppen herzustellen und zu verkaufen.

Die "Hello Hijab"-Gründer Kristen Michaels und Gisele Fetterman: "Es klingt vielleicht naiv, aber wir versuchen, mit unserem Projekt schon kleinen Mädchen zu zeigen, dass trotz unterschiedlichen Aussehens die Ähnlichkeiten überwiegen. Ein erster Weg kann es sein, das Spielzeug diverser zu gestalten."

Die handgenähten Puppen-Hijabs werden zum Preis von umgerechnet 4,- Euro verkauft. Die gesamten Einnahmen gehen an Organisationen, die sich für eine multikulturelle Gesellschaft und Toleranz einsetzen. Fetterman: "Als meine Tochter Grace mit ihren Barbies spielte, fiel mir erst auf, wie genormt alle Puppen sind – und wie wenig damit unsere Gesellschaft abgebildet wird. Wenn wir aber Toleranz fördern wollen, dann müssen wir im Kinderzimmer anfangen. Denn kleine Mädchen und Buben haben noch keine Vorurteile ausgebildet."