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Hilde Dalik: 'Die wilde Hilde'

Die viel beschäftigte Mimin über Männer, Money und Monate ohne Schokolade …


Hilde Dalik: 'Die wilde Hilde'
© Michael Markl

Wenn sie an die Worte ihres Opas denkt, muss sie schmunzeln. „Hilde“, pries er seinen eigenen Berufsstand an, „wennst Schauspielerin werden willst, musst Rechtsanwältin werden. Vor Gericht muss man auch schauspielern können.“ Die Enkelin versuchte sich tatsächlich ein Jahr im Paragrafendschungel – „es wär halt was Handfestes ­gewesen“ – bevor sie entschied: doch nichts für mich. Wie es ihr zuvor auch schon mit den Studien der Theaterwissenschaft und der Philosophie ergangen war. „Meine Eltern drängten mich nie in eine Richtung“, stellt Hilde Dalik ihren toleranten ­Erzeugern mit Hippie-Wurzeln das beste Zeugnis aus. „Sie sagten: Mach das, was dich glücklich macht!“ Es war für die vielseitig interessierte Tochter allerdings nicht leicht herauszufinden, was das war. „Als Kind wollt ich Tiefseetaucherin oder Tierfilmerin werden“, erzählt sie, „später Balletttänzerin oder Filmregisseurin.“ Das Flirten mit der Kamera stellte sich als verlässlichste Liebe heraus. Auch wenn Hilde, sie heißt so nach ihrer Oma, schließlich den Weg vor die Kamera ­beschritt. „Ich nahm Schauspielunterricht, und das passte dann.“ Heute gilt die 30-Jährige, fix
an der Josefstadt engagiert, als Shooting Star – was sie gar nicht so gerne hört. „Ich will einfach meine Arbeit gut machen.“

Die nächsten Kostproben ihres Schaffens sind das Gretchen in „Mein Kampf“ an der Josefstadt (Wiederaufnahme ab 13. 9.), Mundl Sackbauers Enkelin im Kinofilm „Echte Wiener“ (ab 19. 12. in den Kinos) und die Rolle als Mitglied einer Familie, in der’s einen „Lottosieger“ gibt. Die gleichnamige ORF-Serie ­startet voraussichtlich im Jänner.

„Playboy“? nein danke!
Woman:  Hilde Dalik ist das schönste nackte Mädchen, das jemals auf der Josefstädter Bühne zu sehen war. So schrieben Zeitungen über Sie!
Dalik (lächelt): Ich hoffe trotzdem, dass ich die Rolle meiner schauspielerischen Qualitäten wegen bekam.

Woman:  Auch in „Alma“ spielten Sie im Evaskostüm.
Dalik:  Richtig. Das sind alles so schöne Rollen, und wenn die das erfordern, muss ich es als Schauspielerin erfüllen. Aber ich zieh mich nicht generell gerne aus. Ich hab nicht das Bedürfnis, mich ständig nackt zu präsentieren. Im Gegenteil.

Woman:  Wenn jetzt der „Playboy“ kommen würde?
Dalik:  Würd ich’s nicht machen.

Woman:  Da könnte man sicher eine gute Gage kriegen!
Dalik:  Na ja (lacht), wenn ich mal dringend Geld brauchen würde … Aber „Playboy“: nein. Sonst, muss ich sagen, hab ich aber keine Hemmungen, Jobs anzunehmen, um Geld zu verdienen. Ich hab auch kellneriert und so.

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