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Gehören starke Regel-Blutungen bald der Vergangenheit an?

Gehören starke, schmerzhafte Blutungen während der Periode bald der Vergangenheit an? Medizinern ist nun ein erster Forschungs-Durchbruch gelungen:

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Gehören starke Regel-Blutungen bald der Vergangenheit an?
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Jede Frau, die unter starken Menstruationsbeschwerden leidet, kann bestätigen, wie schlimm man sich fühlt, wenn DIE Zeit im Monat wieder kommt. Doch eine neue, bahnbrechende Forschung über die Ursachen extremer Regelblutungen könnte dazu beitragen, dass die Leiden während der Periode bald der Vergangenheit angehören.

Mediziner der Universität von Edinburgh untersuchten, wie das Abstoßen des Endometriums (der Gebärmutterschleimhaut) mit einem Abfall des Sauerstoffgehalts während der Menstruation zusammenhängt.

Die Menstruationsflüssigkeit besteht aus Blut der Gebärmutter und Teilen der Gebärmutterschleimhaut. Um die Blutmenge zu reduzieren, muss die Oberfläche der Gebärmutter heilen.

Die Studie konnte jetzt nachweisen, dass der Körper bei Hypoxie (vermindertem Sauerstoffgehalt) ein Protein namens HIF-1 (Hypoxie-induzierbarer Faktor 1) produzierte. Die HIF-1-Produktion wieder beschleunigte den Heilungsprozess der Gebärmutterschleimhaut.

Frauen mit sehr starker Regelblutung hatten im Vergleich zu Frauen mit normaler Monatsblutung (insgesamt etwa 150 Milliliter Blut) einen niedrigeren HIF-1-Spiegel.

Nun untersuchen die Forscher, ob man Millionen Frauen weltweit helfen kann, indem man ihren HF1-Spiegel während der Menstruationsblutung durch eine Hormonbehandlung erhöht.

Dr. Jackie Maybin, klinische Dozentin für Geburtshilfe und Gynäkologie am medizinischen Forschungszentrum der Universität Edinburgh: "Es handelt sich um einen echten Durchbruch. Schwere Blutungen schwächen tausende Frauen und Mädchen jeden Monat. Auch die Krämpfe könnten sich dadurch mildern."

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© Video: WOMAN
Thema: Menstruation