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Die 9 besten Hilfsmittel für gestresste Mütter

Entspannung? Ruhe? Das sind für Mütter meist Fremdworte - vor allem, wenn dann auch noch Trotzanfälle der lieben Kleinen dazu kommen. Eine junge Mutter hat unterschiedliche Methoden getestet, die bei Stress helfen sollen und kann 9 davon tatsächlich empfehlen.


gestresste Mutter
© iStockphoto.com

Sabrina Anna ist 31 Jahre alt, lebt in der Nähe von Linz und ist liebende Mama von Niklas (2 Jahre), Hausfrau, Studentin und Alltagsmanagerin. Auf ihrem Blog Auszeit 4 Mama schreibt sie über Themen, die wohl viele Mamas beschäftigen:

"Ein Leben am Limit. Als Mutter fühlt es sich manchmal so für mich an. Es gibt Phasen, da weiß ich wirklich nicht mehr wo mir der Kopf steht. Zwischen Kind, das plötzlich keine Mittagsschläfchen mehr macht, Seminararbeiten, Erledigungen, Trotzanfällen des Zweijährigen, Wäschebergen, dem immer wiederkehrenden Versuch, das Zuhause halbwegs sauber zu halten und kaum übrig bleibender Zeit für mich - ja da kann es schon mal vorkommen, dass ich das Gefühl habe, den Verstand zu verlieren. Die Nerven sowieso.

Der Puls stets auf 180. Im Kopf Gedankenkarussell. Die Nächte zu kurz, die Tage zu voll mit To-dos. Auszeiten gleich null. In einem typisch stressigen Mama-Alltag verliert auch der gelassenste Guru die Contenance!

Als ich noch nicht Mama war, hab ich abends einfach die Yogamatte ausgerollt, am Wochenende schön ausgeschlafen oder einfach einen Spontantrip mit Freundinnen unternommen, um dem Alltag für kurze Zeit zu entfliehen und um wieder alle Reserven aufzutanken. Und schwups - da war man sofort wieder wie neu!

Spontantrips und Ausschlafen bis Mittag sind Dinge, die kann man als Mama eintüten und in die Tonne packen. Zumindest in 98% der Fälle. Da heißt es aushalten, durchhalten und abwarten bis sich die Situation wieder beruhigt hat.

Gerade in stressigen Alltagssituationen bleibt oft keine Zeit für (längere) Auszeiten, da braucht man die Art Abhilfe, die man in den Tag miteinfließen lassen kann. Etwas, das schnell hilft, damit man sich wieder besser fühlt. Etwas, das einem die notwendige Kraft gibt, durchzuhalten und um die Geduld aufzubringen, die herausfordernde Zeit auszuhalten ohne durchzudrehen.

Ich hab die letzten Wochen alles Mögliche ausprobiert und hab ein paar wirklich sehr gute Helfer gefunden, die ich dir gerne ans Herz legen möchte, wenn du in eine ähnliche stressige Situation oder Phase kommst.

Wichtig ist in erster Linie, dass wir versuchen unsere Stresshormone abzubauen. Termindruck, Hast, Probleme, Sorgen, Ängste - alles erhöht die Ausschüttung von Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin.

Einfach abschalten, den Kopf frei kriegen, gelassen bleiben, ist in unserem Mama-Alltag einfach ganz, ganz schwierig. Es gibt aber dennoch einiges was wir tun können, damit sich unsere Mama-Seele wieder besser fühlt.

1

Holundersaft:
Yes, I'm serious! Holundersaft ist wissenschaftlich erwiesen eine höchst effektive Stressbremse, denn dieser stoppt die übermäßige Ausschüttung von Cortisol und ist genau wie Magnesium ein wirksamer Stresskiller. Bei Stress will das Gehirn immer schnell mit Zuckernachschub versorgt werden, das erklärt auch, warum wir in stressigen Phasen oft zu Schokolade & Co greifen.

2

Ausdauersport:
Klingt jetzt erst einmal anstrengend. Bewegung ist aber unbedingt notwendig, damit wir den Stressmotor in uns bremsen. Ich selbst kenne keine gedanken-befreiendere Methode als Laufen zu gehen. Ich hab schon lange auf Sport verzichtet, aber seit mein Kleiner begonnen hat, mich regelmäßig mit Trotzanfällen zu konfrontieren, ist das Laufen für mich wieder die beste Methode, um Frust los zu werden geworden. So kann ich viel mehr Ruhe aufbringen. Du musst nicht gleich Höchstleistungen erbringen, auch eine halbe Stunde genügt. Ob eine Walking-Runde, Schwimmen, Yoga, Radfahren - tue einfach das, was dir am meisten liegt. Je mehr Zellen ein Mensch hat, desto mehr Stresshormone kann er entsorgen. Und je besser man Muskeln trainiert, desto mehr Zellen baut man auf - und umso schneller wird Stress abgebaut.

3

Kräuterkapseln:
Bekommt man in allen Formen und mit unterschiedlichen Namen in jeder Apotheke. Diese helfen bei Reizbarkeit, Spannungszuständen, innerer Unruhe, Nervosität und depressiven Zuständen, die Nerven zu bewahren und ruhig zu bleiben. Bei mir wirken diese jedenfalls immer Wunder!

4

Lavendelblüten:
Soll eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Stress sein. Lavendel hat neben einem beruhigenden, schlaffördernden und angstlindernden Einfluss zusätzlich eine stimmungsaufhellende Wirkung. Lavendel steigert darüber hinaus die Gehirnleistung, die mit Entspannung verbunden ist. Da die Wirkung von Lavendel hauptsächlich in den ätherischen Ölen liegt, kann man Lavendel sehr gut äußerlich nutzen. Wenn man zum Beispiel vor lauter Gedankenkarussel nicht gut einschlafen kann, bewähren sich Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten sehr gut. Diese legt man aufs Kopfkissen, so dass sich der Duft regelmäßig verteilt. Zur allgemeinen Entspannung ist auch ein warmes Bad mit Lavendelextrakt hilfreich. Auch in einer Duftlampe oder im Tee wirkt Lavendel sehr wohltuend.

5

Geführte Schlafmeditation:
Es sich vor dem Schlafen im Bett gemütlich machen, Kopfhörer auf die Ohren und ein paar entspannten Klängen oder auch einer geführten Meditation lauschen - so machst du deinen Kopf frei und kannst besser einschlafen. Ich schaue hierfür immer gerne bei MamaMeditation rein und lade mir die Meditation aufs Handy, die ich gerade für mich brauche.

6

Moon Yoga:
Mit Moon Yoga findest du wieder eine vertrauensvolle Verbindung zwischen deinem Körper und deiner Seele. Moon Yoga beinhaltet sehr sanfte Yin Yoga-Übungen, welche zum Beispiel deinen Hormonhaushalt ausgleichen sowie deinen Unterleib und Bauchraum entspannen (diese helfen dir auch bei Kinderwunsch). Ich mach sehr gerne die kurzen und seeehr wohltuenden YouTube-Sessions von Andrea Kampermann. In wirklich kurzer Zeit (20-30 Minuten) fühlt man sich nicht nur herrlich wohl im eigenen Körper, sondern auch total relaxed.

7

Fingermudra:
Mit bestimmten Finger-Gesten lenkst du mittels Akupressur die Energie im Körper. Wenn du zum Beispiel die Kuppen von Daumen, Ringfinger und kleinem Finger zusammenführst und den Zeige- und Mittelfinger gestreckt lässt, bringt das deine Energie zum Fließen und stärkt dich innerlich (im MamaMeditationsCafé entdeckt ). Auch das mache ich gerne während der Trotzanfälle. Es hilft mir, nicht die Fassung zu verlieren und einigermaßen ruhig zu bleiben. Probiere es aber auch gerne mal ohne Trotzanfall (wie du merkst, beschäftigt mich das) für einen Moment aus und atme dabei tief und ruhig ein und aus. Du kannst das immer mal zwischendurch in deinen Alltag einbauen. Es hilft wirklich!

8

Rosenduft:
Rosenduft wirkt auf das limbische System, das für die Ausschüttung von Hormonen sorgt, die sich positiv auf die Stimmung auswirken. Wir fühlen uns sofort weniger gestresst. Tipp: 2 bis 3 Tropfen reines ätherisches Rosenöl (aus der Apotheke) in ein Taschentuch geben, mehrmals daran schnuppern und tief einatmen.

9

Good vibes-Mantra:
Und zum Schluss noch ein Mantra (wirkungsvolle Worte oder Spruch), das ich mir aufschreibe, in die Hosentasche stecke und heraushole, wenn es notwendig ist. Darauf steht: "Ich akzeptiere, wie es ist. Ich lasse los. Ich habe Geduld und vertraue darauf, dass alles gut wird."
Kombiniert mit ein paar tiefen Atemzügen, hilft es mir, einfach loszulassen, aufzuhören alles kontrollieren zu wollen und zu vertrauen, dass auch diese Phase vorbei geht und dann wieder die Sonne für mich scheint.

Ich hoffe die Tipps helfen auch dir, dich in schwierigen oder herausfordernden Mama-Phasen zu entspannen und wieder in Ruhe zu dir selbst zu finden (und nicht durchzudrehen)."

Themen: Eltern, Kinder

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