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Hilft Cranberrysaft doch nicht bei Blasenentzündung?

Er ist nicht nur lecker, sondern auch unser bester Freund bei Blasenentzündungen: Cranberrysaft. Aber angeblich hilft er gar nicht dabei, dass sich diese rasch wieder verabschiedet?

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Cranberrysaft
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Oh, nein - nicht schon wieder dieses altbekannte Brennen auf der Toilette! Die meisten Frauen wissen, wovon ich spreche: Blasenentzündung.

Der lästige Harnwegsinfekt kommt bei vielen Frauen immer wieder mal zu Besuch und dann greifen viele zum Cranberrysaft. Denn daraus lassen sich nicht nur köstliche Drinks mixen, sondern angeblich dank des darin enthaltenen Wirkstoffes Proanthocyanidin unerwünschte Bakterien bekämpfen.

Darüber hinaus soll die Cranberry, bei uns auch Moosbeere genannt und nicht wie fälschlicherweise oft angenommen Preiselbeere, Blasenentzündungen vorbeugen. Daher werden Cranberry-Tabletten oft prophylaktisch an Patientinnen in Seniorenheimen verteilt. Aber eine neue Studie widerlegt diese These. Veröffentlicht im Journal of the American Medical Association, gibt die Untersuchung an 185 Frauen an, dass es absolut keinen Unterschied in der Häufigkeit der Infektionen gab, egal ob man die Tabletten einnahm oder nicht.

Was aber auf jeden Fall bei Blasenentzündungen hilft, ist viel zu trinken - denn so kann die Harnröhre gut durchspült und die bösen Verursacher ausgespült werden. Ob man das nun mit Wasser, Tee oder eben Cranberrysaft tut, ist eigentlich egal. Aber ein paar Vitamine sind im Obstsaft ja immerhin auch enthalten...