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Hillary Clinton über die Lewinsky-Affäre

Hillary Clinton veröffentlicht ihre Memoiren - und erzählt darin auch erstmals über die Ehekrise nach Bill Clintons Affäre mit Monika Lewinsky.

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Hillary Clinton über die Lewinsky-Affäre
© 2017 Getty Images

Am 12. September veröffentlicht Hillary Clinton ihre Memoiren "What Happened". Das Buch wird mit Spannung erwartet – nicht nur, weil die Politikerin darin über ihren Präsidentschaftswahlkampf gegen Donald Trump berichten wird. Sondern vor allem, weil sich Clinton darin erstmals über die schlimme Ehekrise nach Bekanntwerden der Affäre ihres Mannes Bill mit dessen Praktikantin Monika Lewinsky äußern wird.

Hillary Clinton: "Es waren dunkle Tage"

Lewinsky machte Mitte der 90er Jahre ein Praktikum im Weißen Haus, lernte den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton kennen. Es begann eine Affäre, die monatelang die Welt beschäftigte. Erst leugnete Clinton die Beziehung, dann gab er zu, dass es zu sexuellen Kontakten gekommen sei. Ein Verhalten, das ihn fast das Amt kostete.

In dieser Zeit stand Hillary Clinton hinter ihrem Mann. Mit versteinerter Miene ertrug sie die Berichte und die Interviews immer neuer Frauen, die behaupteten, ebenfalls mit Bill Clinton im Bett gewesen zu sein. Die Tatsache, dass sie sich nicht von ihrem treulosen Gatten trennte, wurde Hillary im Wahlkampf 2016 als "unfeministisches Verhalten" vorgeworfen.

Über diese Zeit schreibt die 69-Jährige nun in ihrer Autobiographie, wie vorab veröffentlichte Zitate belegen: "Es gab Zeiten, da war ich mir sehr unsicher, wie und ob unsere Ehe überleben kann oder soll."

Es seien dunkle Tage gewesen, Momente, in denen sie das Haus am liebsten nicht verlassen oder gebrüllt und geweint hätte. "Jede Ehe hat ihre Tiefen. Es kann nur jeder für sich entscheiden, ob er bereit ist, das Höllental zu durchwandern, weil er hofft, dass dahinter wieder ein Licht der Hoffnung leuchtet."