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Hochzeitsbräuche mit modernem Kniff

Traditionen sind schön und gut, aber sie passen nicht zu jedem Brautpaar gleichermaßen. Diese zwei Bräuche kann man aber leicht abändern!

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Hochzeit
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Die heutigen Brautpaare haben es so einfach wie noch nie, ihre Hochzeit ganz nach dem eigenen Willen zu gestalten. Langweilige DJs, peinliche Spiele und die obligaten Reden müssen nicht mehr sein: Heiraten ist individueller denn je. Und trotzdem möchte man ein, zwei klassische Bräuche beibehalten - meistens auch, weil die Familie sehr darauf pocht.

Doch genau diese Hochzeitstraditionen passen nicht zu allen Paaren! Einerseits weil der Fokus so sehr auf den klassischen Rollen "Mann" und "Frau" liegt. Und andererseits weil man sich für diese oder jene Tradition total verstellen müsste. Und das wiederum passt absolut nicht zum Individualismus der Zeit.

Doch keine Sorge, verzichten muss man auf nichts, wenn man manche Bräuche einfach recycelt. Zwei davon sind sehr leicht abzuändern:

Brautstrauß-Wurf Die Braut dreht sich um und wirft den Strauß mit dem Rücken zur Damengesellschaft, die sich kreischend um das Bouquet rauft. Das ist die klischeehafte Hollywood-Vorstellung, die natürlich im wahren Leben nicht ganz so extrem ausfällt. Trotzdem stellt sich die Frage, warum nicht auch der Bräutigam einen Strauß werfen kann beziehungsweise, warum nicht alle Hochzeitsgäste den Strauß fangen dürfen?

In dem nur die Frauen das Bouquet fangen, wird wieder einmal impliziert, dass nur die Damenwelt am Heiraten interessiert ist. Und das, obwohl sicherlich zahlreiche Pärchen auf der Hochzeit erscheinen werden, die schon längst übers Heiraten reden!

Kompromiss: Kauft zwei Wurfsträuße! Einer von euch wirft für die Herren, die andere Person für die Damen. Dann sind alle froh und man hatte doppelt Spaß!

Einzug in die Kirche/ins Standesamt Der Bräutigam steht vorne, die Braut wird von dem Papa reingeführt. So ist es klassisch vorgesehen. Doch vor allem bei gleichgeschlechtlichen Paaren stellt sich dann die Frage, wer die Ehre des Reinführens haben darf. Deshalb könnte man die Diskussion einfach im Keim ersticken, wenn das Brautpaar zu zweit in die Kirche oder ins Standesamt schreitet.

Bonus: Allgemeiner "Braut-Fokus" Die Braut wirft den Strauß, die Braut kommt als letzte in die Kirche & die Braut muss gut sichtbar am Tisch sitzen. Kurz: Die Braut ist der Mittelpunkt einer jeden Hochzeit. Wie unfair ist das? Der Bräutigam heiratet doch ebenso. Die Absurdität dieser strengen Aufteilung wird einem bewusst, wenn man an eine gleichgeschlechtliche Hochzeit denkt. Da stehen beide Liebenden gleichermaßen im Fokus!

Natürlich steht es jedem Brautpaar zu, eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn man die Traditionen so liebt wie sie sind, dann soll man sich nichts ausreden lassen. Es geht nur darum, sich alle Möglichkeiten offen zu halten!

Thema: Hochzeit

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Bei den meisten Hochzeiten ist es so, dass die Braut die Hauptorganisatorin der Feier ist, zumindest in meinem Bekanntenkreis, deshalb finde ich es dann eigentlich okay, wenn der Fokus auch auf sie gelenkt wird. Aber wird wahrscheinlich auch bei jeder Feier eigen sein!

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