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Mathematikpreis geht erstmals an eine Frau

Die Fields-Medaille ist die höchste Auszeichnung für Mathematiker. Nun wurde er mit Maryam Mirzakhani erstmals an eine Frau verliehen! Wir gratulieren!

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Mathematikpreis geht erstmals an eine Frau
© Photo by crossstudio/Thinkstock/iStock

Hurra! Von wegen Zahlen und Formeln seien männlich! Die heißbegehrte Fields-Medaille, die höchste Auszeichnung im Bereich der Mathematik-Wissenschaften, geht heuer zum allerersten Mal an eine Frau.

Seit 1936 wird der Preis alle vier Jahre für herausragende Entdeckungen in der Mathematik verliehen. In den 80 Jahren seit Bestehen der Auszeichnung wurde sie allein an Männer vergeben. Die 36-jährige Iranerin Maryam Mirzakhani durchbricht jetzt erstmals die männliche Mathe-Dominanz.

Iranerin Maryam Mirzakhani, 36.

Mirzakhani gewann bereits als Schülerin zwei Goldmedaillen bei Internationalen Mathematik-Olympiaden. Ihr Preisgeld für die Fields-Medaille fällt mit 15.000 kanadischen Dollar zwar vergleichsweise mickrig aus - dafür ist das Renommee umso größer.

Ingrid Daubechies, Präsidentin der International Mathematical Union (IMU), die den Preis überreicht, sagt im Interview mit "New Scientist": "Maryam Mirzakhani ist im Iran sehr bekannt. Sie gilt in ihrer Heimat als Vorbild für junge Studentinnen und Studenten. Für mich als Frau ist es wunderbar zu sehen, dass sie gewonnen hat." In Zukunft werde es nichts Außergewöhnliches mehr sein, wenn eine Frau die höchste Mathematikerehrung bekomme.

Die Fields-Medaille

Woran Mirzakhani forscht, ist selbst für interessierte Laien kaum zu verstehen. In der "nichteuklidschen Geometrie" gelten andere Regeln als in der aus dem Matheunterricht bekannten Geometrie. Mirzakhani hat beispielsweise geschlossene Kurven auf hyperbolischen Flächen untersucht, deren Länge sich nicht ändert, auch wenn man sie verformt.

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