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Hörhilfe: So funktioniert ein Cochlea-Implantat

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Hörhilfe: So funktioniert ein Cochlea-Implantat

Hörhilfe: So funktioniert ein Cochlea-Implantat

© APA/APA/dpa-Zentralbild/Arno Burgi/Arno Burgi

Im Extremfall, wenn Menschen schon (fast) taub sind, gibt es noch die Alternative Cochlea-Implantat (CI). Ein CI verstärkt im Unterschied zum Hörgerät nicht den Schall, sondern umgeht die beschädigten Sinneszellen im Innenohr und stimuliert elektrisch direkt den Hörnerv.

Die Technik dahinter: Über ein Mikrofon erhält ein auf dem Ohr liegender Minicomputer Schallschwingungen und berechnet daraus ein elektrisches Impulsmuster. Das wird über eine Sendespule durch die Haut auf das Implantat übertragen. Dieses reizt dann über eine Elektrode den Hörnerv in der Hörschnecke (Cochlea).

Damit Patienten und Patientinnen vom CI profitieren, müssen sie nach dem Eingriff ein intensives Hörtraining absolvieren. Schon nach sechs bis zwölf Monaten ergebe sich bei den meisten eine Verbesserung des Hörvermögens, erklärt Prof. Christiane Völter, Leiterin des Hörkompetenzzentrums, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. "Auch die Lebensqualität nimmt deutlich zu." Die Kosten für das laut Ruhr-Universität Bochum 25.000 bis 30.000 Euro teure CI werden von den Krankenkassen übernommen.