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Was kostet deine Welt? Eine Supermarkt-Filialleiterin über ihren Kontostand

Arbeiten, zahlen, leben: Wie viel verdient eine Filialleiterin bei HOFER? Und wie viel bleibt am Ende des Monats übrig? Wir haben im Rahmen unserer Serie nachgefragt.

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Was kostet deine Welt? Eine Supermarkt-Filialleiterin über ihren Kontostand
© Hofer

"Über Geld spricht man nicht" - das gilt besonders in Österreich. Das eigene Gehalt halten die meisten von uns geheim. Dabei sind wir tagtäglich mit unseren Finanzen konfrontiert. Wo ist der 100er im Geldbörsl schon wieder geblieben? Wie soll ich die Reparatur des Autos bloß bezahlen? Wie schaffen es andere Leute, etwas auf die Seite zu legen? Und wie viel verdienen eigentlich die KollegInnen, die mit mir im Büro sitzen? Nicht zuletzt diese unnötige Verschwiegenheit ins Sachen Einkommen trägt dazu bei, dass Frauen immer noch nicht gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Wir sagen: Schluss damit, über Geld spricht man! Deshalb fragen wir im Rahmen dieser Serie Frauen mit den unterschiedlichsten Berufen: Was kostet deine Welt? Wie viel verdienst du? Was bleibt am Monatsende übrig? Im 14. Teil der Serie haben wir eine Filialleiterin bei HOFER zum Interview gebeten.

Katrin Sommer Margreitner ist 30 und lebt mit ihrem Mann in einem Einfamilienhaus in Graz Umgebung. Zu ihren Hobbys zählen unterschiedlichste Sportarten, Lesen sowie ihre große Leidenschaft das Theaterspielen.

WOMAN: Seit wann bist du bei HOFER?
Katrin: Im September werden es bereits 15 Jahre, gestartet hat meine Karriere als Lehrling. Mittlerweile leite ich aber schon seit über zehn Jahre eine Filiale mit 21 Mitarbeitern und bilde selbst gerade zwei Lehrlinge aus. Mein Aufgabenfeld als Filialleiterin ist sehr vielseitig, es reicht zum Beispiel von der Disposition in der Filiale, über die Warenpräsentation bis hin zur Führungsverantwortung. Für mich ist es mein absoluter Traumjob, denn ich bin täglich im Kundenkontakt - was natürlich jede Menge Abwechslung garantiert.

Wie viel verdienst du monatlich?
Katrin: Ich arbeite Vollzeit und verdiene ca. 2800 Euro netto.

Wie hoch sind deine Fixausgaben?
Katrin: Meine monatlichen Fixkosten betragen ca. 1500 Euro für die Kreditrückzahlung, das Auto, Versicherungen, Handy, Internet und TV. Für Essen, Kleidung und sonstiges Allerlei kommen noch etwa 400 Euro dazu.

Hast du eine private Pensionsvorsorge? Wenn ja – Warum und wie viel gibst du dafür monatlich aus?
Katrin: Ja, mir ist sehr wichtig, dass auch für unsere Zukunft gesorgt ist. Diese Vorsorge kostet 100 Euro im Monat.

Sparst du Geld? Und wie legst du es an?
Katrin: Bei mir kommt jedes Monat 400 Euro auf mein Sparbuch und 100 Euro gehen für einen Bausparer weg.

Wie viel bleibt am Monatsende übrig?
Katrin: So um die 400 Euro.

Bist du zufrieden mit deinem Gehalt?
Katrin: Ja auf jeden Fall, noch dazu für einen Job der mir große Freude bereitet - auch noch nach 15 Jahren.

Weißt du, was deine KollegInnen verdienen?
Katrin: Ja, denn bei uns wird je nach Position gleiche Arbeit auch gleich entlohnt, unabhängig vom Geschlecht.

Wofür gibst du gern Geld aus?
Katrin: Da gibt es so einiges, ich spare auf keinen Fall beim Essen - am besten gesund und regional. Den einen oder anderen Euro investiere ich auch in mein Auto, in Sportklamotten und natürlich Schuhe. :)

Wofür würdest du gern mehr Geld haben?
Katrin: Reisen - ich würde unglaublich gern noch viel mehr von der Welt sehen.

Gibt es sonstige Einnahmen?
Katrin: Nein.

Würdest du von dir selbst behaupten, dass du gut mit Geld umgehen kannst?
Katrin: Auf jeden Fall, denn ich teile mir mein Geld ein. Mir wurde bereits als Kind beigebracht auf meine Wünsche hinzusparen und nicht über meine Verhältnisse zu leben. Ich habe auch immer einen finanziellen Sicherheitspolster, um auch unvorhergesehene Ausgaben, wie eine größere Auto Reparatur oder sonstiges bezahlen zu können.

Kannst du dir die Dinge leisten, die du gerne haben möchtest oder musst oft auf was verzichten?
Katrin: Ich bin in der glücklichen Lage mir meine Wünsche erfüllen zu können.

Würdest du lieber mehr verdienen oder eher weniger arbeiten und dafür halt auch weniger haben?
Katrin: Ich bin absolut zufrieden mit meinem Job, wie es dann aussieht falls ich einmal Kinder habe, weiß ich jetzt natürlich noch nicht.

Und wie wichtig ist dir Arbeit generell? Welchen Stellenwert nimmt sie in deinem Leben ein?
Katrin: Extrem wichtig! Ich kassiere in meiner Familie und meinem Freundeskreis schon mal den ein oder anderen unglaubwürdigen Lacher, wenn ich an einem Sonntag erzähle, dass ich mich schon wieder auf die Arbeit freue. Ich habe große Freude an meinem Job, dabei ist natürlich mein Filialteam und unser Zusammenhalt nicht außer Acht zu lassen.