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Wie diese Holländerin ihren Asien-Trip fakte

Zilla van den Born gaukelte ihren Freunden via Facebook vor, sie wäre auf einem 5-wöchigen Asien-Trip. Wie das gelang – und was dann geschah...

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Wie diese Holländerin ihren Asien-Trip fakte

Zilla van den Born: Schnorcheln im städtischen Bad statt in Südost-Asien

© Zilla Van Der Born

Schnorcheln im Meer. Buddhistische Zeremonien in Tempeln. Exotische Tiere, noch exotischeres Essen. Über einen Monat lang gaukelte die 25-jährige Zilla van den Born ihrer Familie und ihren Eltern vor, dass sie sich auf einem Traum-Trip durch Südostasien befinde.

Dabei saß die Studentin während der ganzen Zeit in ihrer Wohnung in Amsterdam, manipulierte Bilder und Videos via Photoshop und lud diese auf Facebook, um die Illusion der Reise aufrecht zu erhalten.

Dabei ging des Zilla nicht darum, ihre engsten Freunde und Eltern boshaft an der Nase herumzuführen. Vielmehr wollte sie im Rahmen eines Uni-Projekts beweisen, dass Facebook-Statusmeldungen nicht zwangsläufig die Realität widerspiegeln.

Sushi in Amsterdam – statt auf Koh Samui

Zilla zum Online-Portal Odditycentral.com: "Auf Facebook oder anderen Social Media-Diensten manipulieren wir tagtäglich unser eigenes öffentliches Bild. Wir kreieren virtuell eine Ideal-Welt, inszenieren eine Show für unsere "Freunde" und Follower". Mein Ziel war es, mal aufzuzeigen, wie normal die verzerrte Wahrheit mittlerweile ist."

Und weiter: "Wir alle wissen, dass Models und Stars auf Fotos retuschiert werden. Aber wir übersehen oft auch, dass wir fast tagtäglich die Realität unseres eigenen Lebens manipulieren."

In den fünf Wochen, in denen sie angeblich durch Asien reiste, machte Zilla ihre Freunde Glauben, dass sie tatsächlich durch Laos, Kambodscha und Thailand pilgerte. Dafür ließ sie sich von ihrer Familie zum Flughafen bringen – nur um sich sofort in den nächsten Zug zurück nach Amsterdam zu setzen.

Die nächsten 42 Tage verbrachte Zilla dann in ihrer Wohnung, photoshoppte sich selbst in Fotos tropischer Resorts und traumhafter Strände. Sie fakte sogar Tauch-Trips (im Swimming Pool am Dach ihres Hauses) oder setzte sich mit ein paar Klicks in Tuk-Tuks.

© Video: Zilla van den Born

Dazu kochte sie zuhause während des gesamten Zeitraums asiatische Gerichte oder bestellte beim Thailänder nebenan. Die Speisen dokumentierte sie penibel und lud sie auf ihre Pinnwand. Den Sonnen-Teint holte sich Zilla im Solarium. Ihre Wohnung verwandelte sie mit Weihnachts-Deko in ein thailändisches Hotelzimmer, damit Skype-Sitzungen mit ihren Eltern glaubwürdiger wurden.

© Video: Zilla van den Born

Um die Geschichte noch echter wirken zu lassen, versandte sie SMS und Mails an ihre Freunde immer erst spät in der Nacht (die Zeitverschiebung!) oder besorgte in Asia-Shops um die Ecke kleine Souvenirs, die sie dann per Post versandte. Zilla: "Sie haben nicht einmal bemerkt, dass der Poststempel aus Holland war. Die Illusion war einfach perfekt."

So perfekt, dass der Plan aufging. Bis auf ihren Freund, der von Anfang an eingeweiht war, kam niemand auf die Idee, Zillas Asien-Reise während der fünf Wochen auch nur im geringsten anzuzweifeln.

Bei ihrer "Rückkehr" erzählte die Studenten ihren Bekannten und Eltern dann die Wahrheit. Ihre Reaktion zeichnete sie per Video auf:

© Video: Zilla van den Born

Via: Odditycentral.com