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Hollywood-Schauspieler und Action-Ikone Sylvester Stallone feiert 65. Geburtstag

Wenn andere sich zur Ruhe setzen, schlägt Sylvester Stallone als muskelbepackter Killer immer noch zu. Der Hollywood-Star, der am 6. Juli seinen 65. Geburtstag feiert, trainiert schon für seine nächste Action-Rolle. Walter Hill ("Nur 48 Stunden", "Straßen in Flammen") inszeniert den noch namenlosen Film, in dem sich ein älterer Killer aus New Orleans (Stallone) mit einem jungen New Yorker Polizisten zusammenschließt, um brutale Morde zu rächen. Im vorigen Jahr zeigte Stallone in "The Expendables" als Anführer eines wilden Söldnerhaufens die Muskeln. Dabei scharte er gereifte Actionhelden wie Mickey Rourke, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger um sich.


Hollywood-Schauspieler und Action-Ikone Sylvester Stallone feiert 65. Geburtstag

Die Action-Ikone, die auch das Drehbuch lieferte und Regie führte, trumpfte damals vor der Premiere in Berlin auf: "Ich liebe es, hart und gefährlich zu sein." Zugleich mäkelte "Sly" herum, dass die heutigen Kinohelden meist "viel schmaler" seien. In den 80er Jahren sei für Schauspieler der Körper sehr wichtig gewesen, sagte der immer noch durchtrainierte Star. "Es war ein regelrechter Wettbewerb."

Stallone gibt offen zu, dass er mit künstlichen Mitteln nachhilft. "Testosteron ist für mich so wichtig für das Wohlgefühl, wenn man älter wird", sagte das Muskelpaket dem "Time"-Magazine im Jahr 2008, kurz vor dem Start seines vierten "Rambo"-Films. Wachstumshormone seien gut für jeden über 40. Im Jahr zuvor war er mit verbotenen Muskelpräparaten in Australien eingereist und wurde prompt zu einer Geldstrafe verdonnert.

Der in New York geborene Sohn eines italienischen Einwanderers schlug sich Anfang der 1970er Jahre mit kleinen Auftritten mühsam durch. 25-Jährig spielte er die Hauptrolle in dem Erotikfilm "The Party at Kitty and Stud's", die ihm später den Spitznamen "Italian Stallion" einbrachte. Woody Allen heuerte ihn für einen winzigen Part als Schläger in "Bananas" an, auch in dem Thriller "Klute" mit Jane Fonda hatte er einen kurzen Auftritt. Von der schleppenden Schauspielkarriere gefrustet, schrieb Stallone das Drehbuch für den Boxer-Film "Rocky" und damit sich selbst die Rolle des fiktiven Boxers Rocky Balboa auf den Leib.

"Rocky" wurde 1976 über Nacht zum Hit. Er holte zehn Oscar-Nominierungen und gewann drei Trophäen, für Regie, Schnitt und als bester Film. Zwei Jahre später dachte sich Hollywoods Nachwuchsstar mit "Rambo" einen weiteren Leinwandhelden aus. Den wortkargen Vietnamveteranen lässt er als heldenhaften Gewalttäter hochleben. In "Rambo III" (1988) schickte Stallone seinen Kämpfer nach Afghanistan. 20 Jahre später kramte Stallone "John Rambo" (2008) noch einmal hervor und machte Burma zum Schauplatz des Leinwandgemetzels.

Stallone selbst bezeichnet sich als unpolitisch. "Ich bin nicht rechts, ich bin nicht links, ich liebe nur mein Land", sagte er einmal. "Ich stehe für normale Amerikaner. Die verstehen die große, internationale Politik überhaupt nicht. Aber wenn ihnen ihr Land sagt, dass sie in Vietnam kämpfen sollen, dann kämpfen sie."

Einen Oscar als bester Schauspieler konnte er nie gewinnen, stattdessen aber zahlreiche "Razzies". Die Verleiher der Spottpreise kürten ihn 2000 zum "schlechtesten Schauspieler des Jahrhunderts". Als Liebhaber auf der Leinwand rechnete sich Stallone wohl nie Chancen aus. "Ich bin im klassischen Sinne nicht schön", witzelte er einmal. "Die Augen hängen runter, der Mund ist schief, die Zähne sind nicht gerade...".

Doch für einige Action-Streifen konnte er schöne Co-Stars gewinnen. Mit Sandra Bullock drehte er 1993 den Science-Fiction-Thriller "Demolition Man", mit Diane Lane zwei Jahre später das Action-Spektakel "Judge Dredd".

Seit 1997 ist Stallone mit dem Ex-Model Jennifer Flavin verheiratet. Sie haben drei Töchter, die Jüngste ist neun Jahre alt. Nach zwei Jahren war seine zweite Ehe mit der dänischen Schauspielerin Brigitte Nielsen 1987 geplatzt. Aus erster Ehe hat der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchschreiber zwei erwachsene Söhne.

(apa/red)

Thema: Hollywood