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Homöopathie für die Hausapotheke

Globuli: Die weißen Kügelchen versprechen Linderung ohne Chemie bei den typischen Krankheiten in der kalten Jahreszeit. WOMAN weiß, worauf Sie bei der Anwendung achten müssen.


Homöopathie für die Hausapotheke
© Corbis

Die homöopathischen Wirkstoffe kommen gänzlich aus dem Reich der Natur und werden in Lösungen stark verdünnt und im Normalfall auf Kügelchen aus Milchzucker aufgetragen. Es gibt aber auch Tropfen und Salben. Um das richtige Mittel herauszufinden, sind die Symptome der Krankheit wichtig. Diese müssen möglichst genau verstanden werden, da nicht automatisch ein Mittel gegen Husten oder Grippe hilft. Man muss also bestimmen, ob der Husten eher trocken ist oder verschleimt, ob man auch Halsschmerzen hat, ob die Nase läuft oder alles noch in den Stirnhöhlen sitzt, ob man auch Gliederschmerzen hat, die Haut gerötet oder eher blass ist. Auch ob es zu Schweißausbrüchen kommt, man hohes Fieber hat oder vielleicht gar keines, hungrig oder durstig ist, sind Kriterien. All diese Symptome sind wichtig, um das richtige Mittel zu bestimmen. Denn die Wirkstoffe werden nach dem Prinzip der Ähnlichkeit gewählt. Zum Beispiel: Jemand ist durch hohes Fieber leicht verwirrt, dann wird ein Mittel in ganz starker Verdünnung gegeben, das in reiner Form beim gesunden Menschen genau diese Symptome auslösen würde.

Diese Arzneien sollten in keiner Hausapotheke fehlen:

Es gibt eine Vielzahl von homöopathischen Wirkstoffen, diese fünf sind die wahrscheinlich wichtigsten bei Entzündungen aller Art und reinigenden (katarrhalischen) Symptomen.

Aconit:
Der Wirkstoff aus dem Blauen Eisenhut hilft bei plötzlichen, heftigen Entzündungen mit Fieber. Indikationen sind starker Durst, hohe Sensibilität, Angst, Schmerzen in Knochen oder Drüsen, Husten, Atemnot, heiße Haut, kalte Füße.

Belladonna:
Die Tollkirsche wirkt bei Entzündungen durch Nässe mit plötzlichem Beginn und schnellem Verlauf. Indikationen: Gerötete, heiße Haut, Frösteln, Unruhe, pulsierender Schmerz, Brennen, glasige Augen, Fieberfantasien.

Eupatorium Perf:
Wasserhanf lindert grippale Infekte mit extremen Zerschlagenheitsgefühl. Indikationen sind Schmerzen in Muskeln und Knochen, gelbliche Haut, Schweiß, Schwindel, Zungenbelag, trockener Husten, Kopfschmerzen.

Ferrum Ph. Eisenphosphat:
Hilft bei Grippe mit starkem Schnupfen und Husten. Indikationen sind Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Rasseln in der Brust, Appetitlosigkeit, starker Durst, Schwäche, Ringe unter den Augen, Blässe.

Gelsemium:
Der Gelbe Jasmin heilt bei allen grippalen Infekten. Indikationen sind Kopfschmerzen, Sehstörungen, Zittern in den Beinen, gerötetes Gesicht, kein Durst, Frösteln, Hals- und Ohrenschmerzen, Apathie, Bedürfnis nach Stille.