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Was deine Hüften über deinen Sex verraten!

Shakira hat es auf den Punkt gebracht: Hips don't lie! Wissenschaftler behaupten: Das verraten die Hüften über das Sexleben einer Frau.

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Was deine Hüften über deinen Sex verraten!

Dünne Hüften = wenig Sex?

© Thinkstock/iStock/Antonio Guillem

Ja, es geht uns wie euch. Wir sind immer wieder aufs neue überrascht, WAS die Wissenschaft so alles erforscht – und zu welchen Erkenntnissen sie dabei kommt. Vertrauen wir ihr blind? Nö. Zum Schmunzeln und Staunen bringen uns die Forschungsergebnisse aber immer wieder. So auch dieses:

Die Hüftbreite verrät die Promiskuität der Frau.

Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität von Leeds, die dafür die Hüften von 148 Frauen zwischen 18 und 26 Jahren vermaßen. Einzige Vorgabe an die Probandinnen: Die Frauen mussten bereits Sex gehabt haben.

Bei der Vermessung der Frau wurde die Beckenknochenbreite – der Abstand zwischen den oberen Kanten des Beckenknochens –, der Umfang an der breitesten Stelle der Hüfte und die Taille an ihrer schmalsten Stelle genommen. Zusätzlich füllten die Versuchspersonen einen Fragebogen aus: ihre sexuelle Historie, das Alter, in dem sie ihre Jungfräulichkeit verloren hatten sowie die Anzahl ihrer Sexualpartner. Einige der Fragen sollten auch das emotionale Verhältnis zum Sex-Gespielen abklopfen: "Warst du in ihn verliebt, als ihr Sex hattet?"

Das Fazit der Forscher: Je breiter die Hüften einer Frau, desto mehr Sexualpartner und auch One-Night-Stands hatte sie im Lauf ihres Lebens. Frauen, deren Hüften schmal und zierlich waren, konnten auf weniger Sex-Kontakte mit wechselnden Partnern verweisen. Sie gaben auch häufiger an, in den jeweiligen Laken-Sportler aufrichtig verliebt gewesen zu sein. Colin Hendrie, Professor für Verhaltensforschung der Universität von Leeds: "Je schmaler die Hüften einer Frau, desto vorsichtiger ist auch ihre sexuelle Strategie."

Breite Hüften = willig für One Night Stands?

Die Ursache dafür sei (wie fast alles) evolutionär bedingt, wie die Anthropologen vermuten. Denn als der Mensch lernte, aufrecht zu stehen, wurden auch die Hüften schmäler. So wurde das Gehen erleichtert. Doch um leichter zu gebären, muss das Becken eine gewisse Breite aufweisen. Je schmaler die Hüfte, desto größer das Risiko, bei der Geburt eine gynäkologische Verletzung zu erleiden. Die geringere Promiskuität der Schmalhüftigen, so Studienleiter Hendrie, sei also ein unterbewusster, unseren Genen zugrunde liegender Schutzmechanismus.

Doch die Studie weist einige massive Schwächen auf. Zum einen wurden nur Frauen aus Leeds und Umgebung in den Test-Pool aufgenommen – die Ergebnisse können also nicht auf andere Völker und Kulturen umgelegt werden. Dazu kritisieren andere Anthropologen, dass bei der Hüftmessung nicht die Größe des Geburtskanals oder der inneren Beckenöffnung gemessen wurde. Und das Risiko geburtsbedingter Verletzungen allein aufgrund der Hüftbreite gar nicht exakt bestimmt werden könne.

Taille-Hüft-Verhältnis bestimmt Attraktivität

Was aber bereits in mehreren früheren Untersuchungen bewiesen wurde: dass das Taille-Hüft-Verhältnis einer Frau mit ihrer Attraktivität auf das andere Geschlecht korreliert. Der Rückschluss, dass diese Frauen aufgrund ihrer sexuellen Anziehungskraft auch gleich mehr Partner hätten, ist aber laut Professor Hendrie nicht zulässig: "Wir haben in der Studie nicht reflektiert, was Männer attraktiv finden. Es geht allein um Frauen, die ihr sexuelles Verlangen selbst bestimmen."

Thema: Sex & Erotik