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Orgasmus? Schwing' die Hüften!

Männer starren gerne auf unseren Po. Der evolutionär geprägte Grund: Die Art, wie eine Frau beim Gehen ihre Hüfte schwingt, offenbart angeblich ihre Orgasmusfähigkeit.

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Orgasmus? Schwing' die Hüften!
© Thinkstock

Männer werden sich freuen. Und wir ab jetzt wohl mehr auf unseren Hüftschwung achten. Denn schottische Sexualmediziner haben herausgefunden, dass sich die Orgasmusfähigkeit einer Frau an ihrem Gang – oder genauer: am Schwung ihrer Hüften – erkennen lässt.

Vaginal vs Klitoral

An der Universität von West-Schottland befragten Forscher 16 Studentinnen nach ihrem Sexualleben. Anschließend wurden Videoaufnahmen vom Gang der Probandinnen gemacht.
Danach beurteilten zwei Sexualforscher und zwei ihrer Assistenten unabhängig voneinander die Videos.
Das Ergebnis: In 85% der Fälle tippten die Sexologen richtig, was die Orgasmusfähigkeit der Studentin betraf. Den Schlüssel dazu lieferte das Zusammenspiel von Schrittlänge und Hüftschwung, wie Stuart Brody, Leiter der Untersuchung, erklärt: "An diesem Verhältnis erkennt man eine freie, nicht blockierte Energie, die von den Beinen über das Becken in die Wirbelsäule verläuft." Dazu fanden die Forscher heraus, dass auch der individuelle Körperbau einer Frau ihren sexuellen Höhepunkt beeinflusst. "Muskelblockaden im Becken, die oft als psychosexuelle Störungen interpretiert werden, können sowohl den Gang einer Frau, als auch ihr vaginales Lustempfinden beeinträchtigen. Aber auch die Zufriedenheit mit der eigenen Sexualität kann sich in einem lockeren Gang ausdrücken."

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der vaginale - also der durch den G-Punkt ausgelöste - Orgasmus ist laut Wissenschaftler der bessere. Frauen, die diesen regelmäßig erleben (können), seien psychologisch gereifter und gesünder. Das bedeutet auch, dass Frauen, die mit großen, energiegeladenen Schritten und einer relativ starken Hüftbewegung durch das Leben schreiten, sexuell sehr befriedigt sind. Zudem verfügen sie über eine hohe Körperspannung, sind weniger verkrampft und deutlich fitter als andere.
Aber kein Grund zur Sorge: Sollte man zu den weniger "G"-lücklichen gehören, so können blockierte Hüftmuskeln mittels Bewegungs- und Atemtraining sowie expressiver Kunsttherapie gelockert werden.

Der Gang einer Person gibt aber nicht nur Auskunft über die Liebesfähigkeit. Er sendet zudem erotische Signale aus. Interessant sind hier Studien, die zeigten, dass Männer jene Frauen als deutlich attraktiver charakterisierten, die mit ihren Füßen eng nebeneinander auftreten und gleichzeitig die Hüften schwingen lassen.
Übrigens - Physiotherapeuten und Orthopäden werden jetzt Luftsprünge machen - sowohl Männer als auch Frauen stehen beim anderen Geschlecht auf eine aufrechte Körperhaltung. Nicht nur beim Gehen, sondern auch beim Sitzen.

Thema: Sex & Erotik