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Ich liebe einen Mörder

Sie lernte ihn über ein Internetportal kennen. Kristin Ganzwohl, 42, verliebte sich in den erfolgreichen Manager. Bis sich Claus nach vier Monaten als verurteilter Mörder entpuppte. Ein Leben zwischen Angst und Hoffnung …

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Ich liebe einen Mörder
© Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock

"Wir müssen reden", meinte er plötzlich mit ungewohnter Heftigkeit beim Sonntagsfrühstück. Noch heute, zwei Jahre später, klingt Kristin Ganzwohl dieser Satz in den Ohren – und die Gedankenflut, die er auslöste: Will er offenbaren, dass er eine andere Frau liebt? Dass er Kinder hat oder schwerkrank ist? Vier Monate davor war ihre Welt noch in Ordnung gewesen. Kristin lebte als Single in München, verdiente gut als Verlagsangestellte, ein großer Freundeskreis ließ selten Einsamkeitsgefühle aufkommen. Dennoch, ein Partner fehlte. Aus Langeweile loggte sich die 42-Jährige in einem Internet-Datingportal ein. Claus’ Zuschrift gefiel ihr erst gar nicht. In seinem Profil bezeichnete er sich als konservativ und Akademiker in Managerposition. Das klang Kristin zu sehr nach Langeweiler. Doch Claus, 41, blieb hartnäckig, schrieb humorvolle Kommentare, die sie letztendlich überzeugten. Erstes Treffen, näheres Kennenlernen – vielversprechende, tiefer werdende Gefühle keimten auf. Und dann dieses Frühstück, dem ein Mordgeständnis folgte …

Das Interview findest du in WOMAN 08/2014.