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3 neue Ideen fürs Fasten: ohne Verzicht, aber mit Genuss!

Früher war es Brauch, mittlerweile nutzen viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen die Zeit zwischen Fasching und Ostern fürs Fasten. Ausgelassen wird dabei meist Süßes oder Alkohol! Aber wir haben ein paar ganz andere Vorschläge!


3 neue Ideen fürs Fasten: ohne Verzicht, aber mit Genuss!
© iStockphoto.com

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Vorsätze: Sechs Wochen lang kein Fleisch, null Alkohol oder wenig Süßes – die Liste der Möglichkeiten ist lang. Doch warum kann es nicht einmal ein „mehr von“ etwas sein statt weniger? Nämlich mehr gutes Gewissen beim Essen? Die folgenden drei Alternativen zeigen euch, wie ihr die Fastenzeit völlig neu nutzen könnt. Und vielleicht wird der eine oder andere Vorschlag auch nach Ostern zum festen Bestandteil eures Alltags:

Alles, aber bitte Bio

Für diejenigen, die etwas weniger Zeit aufwenden können, und die vor allem auf nichts verzichten wollen, ist eine Variante, in der Fastenzeit einmal nur zu Bio-Produkten zu greifen. Die Auswahl in diesem Segment ist mittlerweile sehr umfangreich, ob in normalen Supermärkten oder eigenen Bio-Ketten.

Wichtig ist, dabei zu beachten: Nicht alles, was die Aufschrift Bio trägt, ist frei von künstlichen Zusätzen oder Aromen. „Aus diesem Grund empfiehlt es sich, immer auch einen Blick auf die Rückseite der Verpackung zu werfen. Prinzipiell gilt: Je kürzer die Zutatenliste, desto natürlicher das Produkt“, rät Nachhaltigkeitsexperte Hermann Neuburger.

Kleine Umstellung, große Wirkung

Seit Beginn der 1970er Jahre verbraucht der Mensch mehr Ressourcen als die Erde zur Verfügung stellen kann. Warum also nicht statt der altbewährten Fasten-Klassiker diesmal auf den persönlichen ökologischen Fußabdruck achten? Das bedeutet, dass man neben seinem eigenen Strom- und Wasserverbrauch auch bei der Ernährung die Klima-Bilanz der einzelnen Lebensmittel in den Mittelpunkt stellt.

Fleisch muss nicht komplett vom Ernährungsplan gestrichen werden. Bereits ein- bis zweimal pro Woche andere Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen, hat allerdings schon eine große Wirkung: Denn die Herstellung von einem Kilogramm Fleisch benötigt nicht nur rund 15.000 Liter Wasser, sondern die Tierzucht verursacht auch etwa 40 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen unserer Ernährung. Zum Vergleich: Die Erzeugung von Kartoffeln liegt bei etwa 3 Prozent.

Lokal ist nicht egal

Ebenso positiv für den ökologischen Fußabdruck und eine weitere Idee für die Fastenzeit: Sechs Wochen lang möglichst regionale Produkte kaufen. In österreichischen Supermärkten sind zu jeder Jahreszeit Lebensmittel aus aller Welt vertreten. Dass beispielsweise Beeren im Winter nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt nicht unbedingt guttun, weil sie aus entfernten Ländern importiert werden, ist bekannt.

Regionale Lebensmittel zu kaufen, muss aber nicht zwingend bedeuten, sich bei seiner Ernährung einschränken zu müssen. Es erfordere lediglich ein Umdenken, erklärt Hermann Neuburger: „Der Umstieg auf regionale Produkte ist oftmals Gewohnheitssache. Wer beim Einkauf im Supermarkt darauf achtet, woher die Lebensmittel kommen, wird überrascht sein, wie einfach und selbstverständlich der Kauf von Produkten aus der näheren Umgebung oder zumindest aus Österreich plötzlich wird." Ein weiterer Effekt: Wer regional isst, hilft außerdem Arbeitsplätze zu sichern und wirkt aktiv gegen das Bauernsterben.