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Ihr Fahrplan durch den Advent

Kalorien. Wir sammelten mit unserer Expertin die besten Tipps.


Ihr Fahrplan durch den Advent
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Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit - wenn da nur nicht die Kalorien wären, die sich unerbittlich an den Hüften festsetzen. Das muss nicht sein. Wir verraten Ihnen jede Menge Tricks, die Ihnen helfen, am Ende des Advents ohne ein Plus auf der Waage auszusteigen. Ein Fastentag zwischendurch, etwas andere Zutaten beim Keksebacken und weniger Alkohol sind nur einige Spartipps. Wir baten die Ernährungswissenschaftlerin Laura Milojevic zum ausführlichen Interview.

WOMAN: Was ist die größte Kalorienfalle im Advent?

Milojevic: Alkohol. Ein Häferl Glühwein hat 250 kcal und ein Punsch 300 bis 400 kcal. Wer im Advent pro Woche drei Gläser Punsch trinkt, hat am Ende der Weihnachtszeit ganze 0,75 Kilo Körperfett mehr auf den Rippen.

WOMAN: Wie umgeht man das Problem?

Milojevic: Belassen Sie es bei einem Glas, und essen Sie keine fettigen Speisen wie Langos, Bratwurst oder Pommes dazu.

WOMAN: Wie kann man gesünder und kaloriensparend backen?

Milojevic: Nehmen Sie, wenn Sie selbst backen, Vollkornmehl. Das liefert neben Ballaststoffen auch Vitamin B, Eisen, Zink, Selen, Magnesium und Folsäure. Bei den meisten Weihnachtskeksen können Sie auch problemlos ein Drittel des Zuckers einsparen. Verwenden Sie auch Trockenfrüchte. Diese haben einen hohen Ballaststoffanteil und sorgen für eine gute Verdauung. Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Sie stärken die Nerven und helfen, den Weihnachsstress besser zu überstehen.

WOMAN: Wo kann man noch überall Kalorien reduzieren?

Milojevic: Werden Sie bei der Zubereitung kreativ, und sparen Sie Fett und Zucker. Verwenden Sie beschichtete Pfannen, benützen Sie Backpapier. Ersetzen Sie einen Teil der Butter im Keksrezept mit Magertopfen oder Apfelmus. Jeder Esslöffel Fett weniger spart 100 Kalorien. Über ein Jahr sind das fünf Kilo Körperfett weniger.

WOMAN: Welche Naschereien sind kalorienarm?

Milojevic: Kletzenbrot, Lebkuchen, Windbäckerei und Biskuitkekse.

WOMAN: Was tun, wenn die Familie am Weihnachtabend auf den üppigen Braten besteht?

Milojevic: Dann führen Sie zusätzlich neue Traditionen ein. Starten Sie mit einer klaren Suppe mit Gemüseeinlage, das füllt den Magen und bremst den Appetit. Reichen Sie mehr Gemüsebeilagen und Salat dazu. Schöpfen Sie das Fett von der Bratensoße ab, und sorgen Sie mit püriertem Gemüse für cremige Konsistenz. Zum Nachtisch kredenzen Sie Fruchtsorbet, das regt die Verdauung an.

WOMAN: Aber sorry, die Weihnachtskekse danach sind schon sehr verlockend …

Milojevic: Das ist auch okay so. Aber genießen Sie. Denn Genießer sind wählerisch. Suchen Sie sich ganz bewusst Ihre Lieblingskekse aus, und essen Sie die ohne schlechtes Gewissen. Außerdem: Wer schon satt ist, fällt nicht so leicht darüber her.

WOMAN: Und wenn man am Tag der Weihnachtsfeier auf das Mittagessen verzichtet?

Milojevic: Auf keinen Fall! Dann stürzen Sie sich nur voller Heißhunger auf das Mahl. Essen Sie lieber eine Stunde vorher noch ein Stück Obst. Und dann suchen Sie ganz bewusst das aus, was Ihnen schmeckt, den Rest lassen Sie liegen. Nehmen Sie einen kleinen Teller, den macht man nicht so voll. Und, ganz wichtig: Lassen Sie sich Zeit!

Redaktion: Eva Jankl, Pia Kruckenhauser, Jasmin Altrock