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LeserInnen berichten, wie ein typischer IKEA-Besuch bei ihnen aussieht

Ein Besuch bei Ikea... Entweder läuft alles nach Plan oder es entfacht ein Beziehungsstreit, der sich erst nach dem Vernaschen von 20 Kötbullars wieder in Wohlgefallen auflöst. Unsere LeserInnen berichten von ihren Erfahrungen!

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ikea erfahrungen
© iStock

Ich kam, sah, ging zweimal im Kreis, stopfte mir drei Zimtschnecken und fünf Mini-Daim in den Mund, kaufte vier Duftkerzen und zwei Sukkulenten, verirrte mich im Lager, ließ mich mit dem Wagerl schieben, stritt mit meinem Schatz über die fünfte Duftkerze, verlor mich in der Fundgrube und ... siegte?

So oder so ähnlich sehen typische Besuche bei Ikea aus. Und obwohl wir uns oft hartnäckig gegen Klischees und Vorurteile wehren, ist es in diesem speziellen Fall doch so, dass die Männer dabei den Kürzeren ziehen. Sie initiieren den Ikea-Spaß nämlich nicht, sondern werden aus Logistik-Gründen mitgenommen. Dies illustrierte eine Reddit-User lebhaft mit einer Fotoreihe, die ihn und seine Frau beim Einkaufen zeigt. Unser Artikel zu diesem "Abenteuer" kam bei den WOMAN-LeserInnen auf Facebook so gut an, dass sie ihre eigenen Erfahrungen mit uns teilten.

An dieser Stelle DANKE an alle, die einen intimen und lustigen Einblick in ihren Ikea-Alltag gegeben haben. Erstaunlicherweise waren auch Berichte von dem totalen Gegenteil dabei: Sie hasst Ikea, er liebt es. Aber so oder so: Wir hatten viel Spaß beim Schmökern!

"Läuft bei uns anders: Wir gehen antizyklisch vor, shoppen unsere Sachen und verstauen sie im Auto. Dann kommt der beste Teil. Wir holen uns einen Kaffee und beziehen Posten am Fenster des Restaurants mit Blick auf den Parkplatz. Dann analysieren wir die Menge der Möbel auf den Wagen uns versuchen zu erraten, zu welchem Auto die Besitzer gehen. Das Sahnehäubchen ist das Einladen. Sofa in Fiesta, Wohnwand in Smart, Essecke in Sportwagen... wir haben alles schon gesehen."

"Bei uns ist es umgekehrt. Mein Mann schleppt mich zu Ikea oder sonst ein Möbelhaus. Er holt sich nur gerne Anregungen zum Dekorieren. Er ist der Deko-König schlechthin... Typisch Ami halt."

"Die zwei halten am Ende Händchen (das Paar im Artikel, Anm.), mein Mann war auf dem Weg zur Kasse so genervt, dass ihn nur drei Hotdogs wieder besänftigen konnten. Beim nächsten Mal lieber mit Schwiegertochter, Mama oder Freundin."

"Erinnert mich an den ersten Ikea-Besuch mit meinem Mann. Liefen durch die Gegend bis plötzlich ein unbekannter Junge, war vllt. 8 Jahre alt, um meinen Mann kreiste, sich an ihn lehnte, zu ihm hoch sah und mit 'nem Dackelblick fragte: „Bist du auch so geschafft?“"

"Also bei meinem Mann und mir, ist das immer genau umgekehrt bei Ikea! Ich hasse Ikea, er streift stundenlang durch die Gänge und am Ende gehen wir mit ein paar Handtuchhaltern und Korkuntersetzern in 3 verschiedenen Größen wieder nach Hause... Und in der Bettwäscheabteilung musste ich ihm mittlerweile schon 37 Mal erklären, dass es für unsere Bettengröße keine Bettwäsche bei Ikea gibt."

"Man geht mit einem Mann nicht zu IKEA, das war mir nach dem ersten Besuch schon klar. Wir wollten uns Sofas anschauen und evtl. gleich kaufen. Mein Mann dachte doch tatsächlich, nach dem Schauen geht's wieder nach Hause dabei ist das Wichtigste doch die Markthalle. Seither bin ich immer alleine oder mit Freundinnen hingefahren, ist besser für alle."

"Mein Mann sagt immer lass dir Zeit. Er trinkt für sein Leben gern Kaffee. Also wir rein zu Ikea, ich meinen Zettel in der Hand und mein Mann ab ins Restaurant. Nach Stunden sehen wir uns wieder an der Kasse."

"Das war noch harmlos... Meinen Mann muss ich schon gefühlt zwei Wochen vorher langsam darauf vorbereiten, dass wir (also ich) zu Ikea müssen (oder wollen). Anschließend fragt er ganz genau, was wir brauchen und stellt sich online eine Liste zusammen. Sind wir auf dem Weg dorthin, wird schon im Auto festgelegt, dass wir nur "unten" schauen, also die Ausstellung oben, wo alles aufgebaut ist, komplett weglassen. Und dann möglichst alle Abkürzungen nutzen, um so schnell wie möglich zum Lagerbereich zu kommen. Wir hatten auch schon Ikea Ausflüge bei denen er sich den Lagerplatz notiert hatte, um ja nicht länger als unbedingt notwendig dort sein zu müssen. Nicht zu vergessen, der Mann geht IMMER vor (selbstverständlich hat er dabei den Wagen dabei). So läuft er weniger Gefahr, dass die Frau etwas sieht und seine Meinung dazu hören will (oder zumindest so tut also ob) oder etwas Ungeplantes in den Wagen legt. So sieht ein Tag (oder in meinem Fall eineinhalb Stunden) im IKEA aus"

"Sind mit 2 Pärchen zum Ikea, der Mann meiner besten Freundin steht am Eingang und schaut sich dort die Kulturtaschen an. Ja richtig, die Kulturtaschen, der Mann. OK, wir die Rolltreppe hoch und gewartet. 10 Minuten, er schaut immer noch. Wechselt zwischen Tasche 1,2,3 und 4 immer hin und her. Schaut, vergleicht, schaut wieder. Tasche öffnen, Hand rein, Hand raus, nächste Tasche, das gleiche Spiel. Hmm, denke er testet das Volumen. Dann muss der Reißverschluss dran glauben. Auf, zu, auf, zu und das war erst Tasche 1. Das gleiche Spiel mit Tasche 2,3 und dann 4. Ob ihm aufgefallen ist, dass er Tasche 3 einmal mehr öffnete als die anderen? Ich sag's ihm nicht, nachher muss das erneut versucht werden. Irgendwie denke ich genau in dem Moment an Sheldon Cooper.
Mittlerweile ist eine halbe Stunde vergangen. Seine Frau blickt mich an, geht dann die Treppe runter und hofft, ihm bei der Suche zu helfen. Ich kenne sie seit Jahren und ja, das macht mir grad Angst, wir stehen hier oben und schauen zu, es gibt in diesem Bereich keine Sitzgelegenheiten, geschweige denn Betten, falls es noch länger dauert. Und innerlich bete ich, dass meine Frau bei mir stehenbleibt und nicht auch zum Helfen runter geht. Ich habe Glück: 45 min sind nun vorbei, ich kann schon nimmer mit dem Fuß wippen, er tut weh.
Äh, ich sehe etwas Bewegung im Spiel. Nun wird nach dem Preis geschaut, es scheint aufs Ende zuzugehen, ich hoffe es jedenfalls. Oh, Tasche 2 und 3 sind aus dem Spiel, intensives In-der-Hand-halten von Tasche 1 und 4, leichtes Wippen im Handgelenk, da die Taschen ja mehrere Seiten haben. 50 Minuten sind nun erreicht, ein Blick zu ihm, tippe auf meine Armbanduhr, er nickt und schaut weiter. Grmpf.
Minute 55. Ich sehe, wie die Taschen 1 und 4 zurückgelegt werden und hoffe sehnlichst, dass Tasche 2 und 3 nun nicht dran sind. Waaaahnsinn, die 2 kommen hoch zu uns, ein Blick in ihren Korb: leer? Ich muss mich beherrschen und frage ihn, was denn nun mit den Taschen war. Er wollte nur mal gucken, falls er mal eine Neue braucht. Nach 57 Minuten geht's weiter und mir wird schlagartig klar, dass wir grade erst wirklich Ikea betreten und da noch eine Menge mehr, dieser ominösen Krabbelkisten im Geschäft gibt. Das macht mir Angst, richtig Angst und die einzigen Gedanken die sich bei mir gerade einschleichen sind, du darfst nicht töten, du darfst nicht töten. OK, wir haben den Tag überstanden, nach vier Stunden endlich wieder Tageslicht und Himmel über Kopf. Es müssen nicht immer nur die Frauen sein."

Thema: Report

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