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Powernap: Immer mehr New Yorker nutzen Schlafläden

Die Stadt, die niemals schläft erfindet Ruheoasen für ihre Bewohner. Wir verraten euch, wie das Konzept der sogenannten "Schlafläden" in New York funktioniert.

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Powernap: Immer mehr New Yorker nutzen Schlafläden
© iStock

Wir kennen es alle: Nach dem Mittagessen kommt der große Einbruch. Unser einziger Wunsch ist es, ein kurzes Powernap abzuhalten. Letztenendes hilft uns nur eine Dosis Koffein oder eiserner Wille über den Nachmittag. Obwohl in so mancher Mittagspause noch Zeit bliebe, gibt es keinen Ort, an dem man ein kurzes Nickerchen machen kann. In New York gibt es deshalb eigene Schlafläden. Wie das funktioniert? Gegen Bezahlung halten hier die Stadtbewohner ein kurzes Nickerchen. Für 12 Dollar dürfen sie eine halbe Stunde ihre Augen schließen. Die Firma "Nap York" eröffnete Anfang des Jahres ihre erste Filiale. In hölzernen Schlafkabinen mit bequemen Matratzen finden die gestressten New Yorker endlich Ruhe. Jede Schlafkabine hat sogar einen eigenen Vorhang und eine Lampe und können rund um die Uhr gemietet werden. Ist die Zeit abgelaufen, wird man von einem vibrierenden Pager geweckt. Immer mehr müde New Yorker nutzen das Angebot: Das Unternehmen fing mit 7 Kabinen an, mittlerweile sind es 22. Eine eigene Suite kann man für 40 Dollar pro Stunde mieten. Das Unternehmen bietet aber auch Hängematten und gemütliche Sessel an.

Ein Nickerchen als Energie-Booster

Laut einer Umfrage im Auftrag der privaten Hochschule Siena College bekommen die New Yorker tatsächlich zu wenig Schlaf. Laut dieser Studie schläft fast die Hälfte der Bewohner nur sechs Stunden oder weniger. Deshalb haben sich auch andere Unternehmen bereits dem Thema angenommen. Im "Yelo", einem luxuriösen Spa an der Fifth Avenue kann man ebenfalls einen Zwischenstopp für ein Nickerchen einlegen. Hier kostet das Vergnügen allerdings ein Dollar pro Minute. Der bezahlte Ruheplatz wird in der US-Metropole immer mehr zum Trend. Zurecht, denn der Mittagsschlaf wird total unterschätzt, ist aber gesundheitlich gesehen gar nicht mal verkehrt. Der Schlafmediziner Christoph Röper, Primar am Linzer Kepler-Uniklinikum, meint, das Mittagsschläfchen habe sich bei uns immer noch nicht richtig durchgesetzt. "Dabei wäre es eine Win-Win-Situation: Ein Schläfchen in der Mittagspause geht nicht auf Kosten der Arbeitszeit – und die Mitarbeiter sind ausgeruht und können sich besser konzentrieren, wie etwa Studien mit US-Piloten gezeigt haben", so Röper in den Oberösterreichischen Nachrichten. Bis das Nickerchen nicht mehr als Faulheit, sondern als Energie-Booster gesehen wird, dauert wohl noch ein bisschen. Wir wünschten, wir könnten solche Schlafkabinen in Österreich einmal ausprobieren!

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Thema: Schlafen

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