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In Balance mit Ayurveda

Ayurveda ist mit über 5.000 Jahren die älteste Gesundheitslehre der Welt. So bleiben Sie nachhaltig gesund. Tipps zur Umsetzung zuhause.


In Balance mit Ayurveda

Ayurveda ist der letzte Schrei in vielen Wellnesshotels . Doch die ganzheitliche Medizin beinhaltet viel mehr als trendige Relaxmassagen . Der Mensch wird dabei als Gesamtkonzept betrachtet. Ziel ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Denn nur dann sind auch alle drei "Doshas“ im Gleichgewicht, und der Mensch kann gesund sein. Zum Gleichklang gibt es verschiedene Wege: die richtige Ernährung, regelmäßige Bewegung ( Yoga ) und Massagen sorgen für die passende Energiebalance.

Die drei Ayurveda-"Doshas"

Vata, Pitta, Kapha - an diesen Begriffen kommt man nicht vorbei. Sie bezeichnen die drei Konstitutionstypen, nach denen im Ayurveda die Menschen eingeteilt werden. Die Doshas steuern den Energiehaushalt. Jeder Mensch vereint alle drei Kräfte in sich, ihre Anordnung ist aber individuell verschieden. Nur bei sehr wenigen Menschen herrscht ein Dosha markant vor, die meisten von uns sind Mischformen.

Die einzelnen Typen sind dabei nicht in positive und negative Eigenschaften eingeteilt, sie werden neutral bewertet. Jeder Konstitutionstyp hat seine Stärken und Schwächen. Das Wissen um diese verschiedenen Kräfte hilft aber, die Krankheitsanfälligkeit eines Menschen zu beurteilen und die Reaktion auf Ernährung und Umwelt zu bestimmen. Mit der richtigen Stärkung beugen Sie Krankheiten vor und bauen Stress ab.

Die ayurvedische Ernährung

Das richtige Essen steht ganz oben auf dem Weg zum inneren Ausgleich.

• Vata-Typen neigen zu unregelmäßiger Verdauung. Sie sollten regelmäßig essen, Saures, Süßes und Salziges sind gut für sie. Bitteres und Scharfes weglassen.

• Pitta-Menschen verdauen sehr gut, sie nehmen nur schwer zu. Die Geschmacksrichtungen herb, süß und bitter stärken, sie sollten Scharfes, Saures und Salziges meiden.

• Kapha-Menschen neigen zur Fülligkeit. Sie sollten schweres, fettiges und kaltes Essen meiden und dafür leichte Suppen und Salate wählen. Herb, bitter und scharf sind die richtigen Geschmacksrichtungen.

Ayurveda-Tipps für zuhause

Sollten Sie eine umfassende Ayurveda-Kur planen, lassen Sie sich unbedingt von einem Experten beraten. Für den täglichen Gebrauch hat uns Ayurveda-Ärztin Dr. Chandrakant Nair Deepali aber jede Menge praktische Tipps verraten, die Sie ganz einfach zuhause anwenden können.

• Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen und nach jeder Hauptmahlzeit ein Glas warmes Wasser. Das bringt eine träge Verdauung in Schwung.

• Atemübung für den Morgen: Ein Nasenloch zuhalten, durch das andere langsam und tief einatmen. Dann das andere Nasenloch zuhalten und durch das offene ausatmen. Gleich wieder einatmen und die Finger wieder wechseln. Zirka zehn Minuten wiederholen.

• Verbannen Sie im Frühjahr nach und nach Fleisch, Gebratenes, Frittiertes und Milchprodukte vom Speiseplan, und satteln Sie um auf frische Produkte mit viel Kräutern und Gewürzen. Das beugt Frühjahrsmüdigkeit vor.

• Bei Schnittwunden streuen Sie gemahlenen Kurkuma (Gelbwurz) drauf, das stillt die Blutung und desinfiziert. Hilft auch bei blauen Flecken und Prellungen. Gegen Schuppen reiben Sie Ihre Kopfhaut mit Zitronensaft ein und lassen ihn 15 Minuten einwirken, dann lauwarm ausspülen. Kommen die Schuppen von zu trockener Kopfhaut, dann mischen Sie den Zitronensaft mit Kokosöl. Gegen Warzen und Hühneraugen hilft eine Mischung aus Ingwer und Zitronensaft. Über einige Wochen täglich damit einreiben.

Ayurvedische Beauty-Tipps:

• Rosenwasser mit Milch ist ein ideales Cleansing, das die Haut mit allen Nährstoffen versorgt.

• Gegen Pigmentflecken von zu starker Sonneneinstrahlung hilft ein Peeling aus einer Tomate und einer Banane. Beides zerquetschen und das Gesicht damit sanft abrubbeln. Waschen und dann eine Mischung aus einem EL Milch und einem EL Honig 15 Minuten einwirken lassen, lauwarm abspülen.

Lesen Sie hier, wie Sie Körper und Seele mit dem ayurvedischen Lebenselixier Ghee verwöhnen.

Redaktion: Pia Kruckenhauser