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Schluss mit dem Jojo-Effekt – für immer!

Die ehemalige ORF-Moderatorin und Stimmtrainerin Ingrid Amon hat nach ihrem Bestseller „Die Macht der Stimme“ ein neues Buch geschrieben. In „Mein Essbuch“ erzählt sie von ihrem Weg zur Traumfigur. myWoman-Bloggerin Jennifer B. Wind war bei der Pre-Release-Party dabei und hat die Autorin interviewt.

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Schluss mit dem Jojo-Effekt – für immer!

Ingrid Amon.

© Andreas Hafenscher/webnfoto.com

„Schon wieder ein Diätbuch?“, dachte sich wohl mancher, der sich auf den Weg zur Vorpremiere in das Schubert Steinzentrum machte. Dass es sich bei „Mein Essbuch“ von Ingrid Amon allerdings um keine herkömmliche Diätfibel handelte, bemerkte man schon beim Eingang der wundervollen Location: Es duftete verführerisch ... nach Essen! Bei der Premiere eines Schlankratgebers erwartet man Salate, Wasser und kleine Canapés. Doch bei dieser Buchpräsentation wurden die geladenen Gäste nicht nur von einer erfrischend gutgelaunten Autorin persönlich empfangen, sondern auch mit Grillhendl, Gebäck, Bier, Wein und Mini-Punschkrapfen verwöhnt. Und das war nicht die einzige Überraschung des Abends!

Auf Dauer schlank bleiben und nie wieder zunehmen? Davon träumen viele Frauen, die nach erfolgreicher Diät erneut mit einer Gewichtszunahme hadern. So folgt Diät auf Diät. Am Ende ist der Frust groß und das Körpergewicht mehr als je zuvor.Viele Bücher beschäftigen sich mit dem Fasten oder Abnehmen. Kein Monat vergeht in dem nicht eine neue Diät vorgestellt wird. Der Leser einschlägiger Magazine findet sich binnen zehn Minuten zwischen „In 7 Tagen zur Bikinifigur“, „Mein Kampf gegen die Magersucht“, „Fit am Strand“ und „Schmackhafte Sommerrezepte“ wieder und greift verwirrt nach dem Schokoriegel, um gleich danach vom schlechten Gewissen geplagt eine Runde um den Häuserblock zu hecheln.

Doch es geht auch anders: Schlank bleiben und trotzdem Muffins essen? – Aber sicher!
Kein Zwicken am Hosenbund trotz genüsslich verspeister knuspriger Schweinsschwarte oder einem Bananensplit? – Kein Problem! Kleidergröße 36 ohne im Fitnessstudio zu schwitzen. – Eine einfache Übung!

Glaubst du nicht? Dann lies „Mein Essbuch“ von Ingrid Amon. Die ehemalige ORF-Moderatorin und Stimmtrainerin hat geschafft, wovon viele nur träumen. Sie hat nicht nur 25 Kilo abgenommen, sondern ihr neues Gewicht auch über all die Jahre gehalten. Ihren ganz persönlichen Weg zur Traumfigur und mehr beschreibt sie in ihrem Buch. Rezepte und Fitnessübungen wirst du in diesem Buch nicht finden, dafür viele Tipps, Tricks, praktische Übungen und Hintergrundinformationen, sowie ein 10 Punkte-Programm, mit dem auch du dein Ziel erreichen kannst. Und das alles in einem unterhaltsamen Ton, angereichert mit humorvollen Anekdoten aus ihrem Leben.

Die zehn Punkte oder auch Balancefaktoren beschäftigen sich unter anderem mit dem richtigen Trinken, Kauen, Schmecken, beobachten und dokumentieren. Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Sättigungspunkt. Auch hier zeigt sich die Stärke der Autorin, denn ohne den Zeigefinger zu erheben und uns wissenschaftliche Erklärungen zu liefern, nähert sie sich dem Thema vor allem mit Humor. Der Selbstversuch ihren persönlichen Sättigungspunkt zu finden, lief über drei Eisbecher,elf 11 Tafeln Schokolade zu zwei Stelzen. Mit einem Augenzwinkern berichtet Ingrid Amon von ihren interessanten und nicht alltäglichen Experimenten rund ums Essen. Das Buch liest sich locker und leicht. Es macht Spaß der Autorin auf ihrem Weg zu folgen. Ist er auch bald dein Weg? Überzeuge dich selbst.

Es war ein spannender, lustiger und sehr sättigender Abend. Die Autorin hat nicht nur persönliche Exemplare aus den Goodie-Bags signiert, sondern sich auch exklusiv einem Interview zu ihrem Buch „Mein Essbuch - Vom Abnehmen und Schlankbleiben“ (erschienen im Juni 2014 im Nymphenburger Verlag) gestellt.

Ingrid Amon, Jackie Hechmati (myWoman Community Management) und Jennifer B. Wind (myWoman-Bloggerin).

Wind: Du bist Stimmtrainerin und hast auch bereits einen Bestseller in diesem Bereich veröffentlicht. Wie kommst du nun zu einem „Essbuch“?

Amon: Ganz einfach: Ich motiviere Menschen seit Jahrzehnten dazu, ihr Verhalten positiv zu ändern. Bisher also die Stimm- und Sprechtechnik so zu gestalten, dass mit der Macht der Stimme die eigene Botschaft besser ankommt. Und jetzt auch das eigene Essverhalten so zu gestalten, dass man –wie ich – sein Wunschgewicht für immer halten kann. Ich habe mir das selbst beigebracht, das hat mich zur Schlank-Expertin werden lassen. Diesen Erfolg möchte ich mit möglichst vielen LeserInnen teilen. Der Untertitel „Vom Schlankwerden und Schlankbleiben“ sagt es schon, in diesem Buch liegt der Schwerpunkt auf dem Schlank BLEIBEN. Abnehmbücher gibt es tausende, aber kaum eins, das am Tag 1 nach der Diät sagt, wie man sich um die dauerhafte Balance, das Sichern des Abnehmerfolges kümmert. Wie man sich vor allem mit klugem Essverhalten darum kümmert!

Wind: Dein Buch zielt vor allem darauf ab, einen dauerhaft gesunden Lebensstil zu finden, um sein Gewicht in Balance zu halten. Jemand mit Übergewicht kommt trotzdem nicht an einer Diät vorbei. Du gibst den Tipp, in Etappen abzunehmen und zwischendurch immer wieder inne zu halten. Warum?

Amon: Ja, richtig, Ziel ist das Etablieren eines individuell dauerhaft möglichen, lustvollen Lebensstils im Bezug auf das Essen. Abspecken ist der erste Schritt. Mein Etappenweg war erfolgreich. Der Körper hatte zwischendurch immer Zeit, sich mal vom Abnehmen auszuruhen, sich auf die Erleichterung einzustellen. Und die Stabilitätsstrecken haben immer die Vision gestärkt, dass auch ich eines Tages NORMAL essen würde können, ohne ständig nach der Waage zu schielen.

Wind: Ganz ohne Bewegung geht es nicht. Denn der Mensch ist ein „Bewegungstier“ und kein „Sitztier“ Evolutionsbedingte Anpassungen an unseren neuen Lebensstil werden noch viele Jahrzehnte dauern. Du gibst zu, dass Sport dir keinen Spaß macht, obwohl du alles ausprobiert hast. Was rätst du Anderen, denen es ebenso geht?

Amon: Dazu stehen ist das allerwichtigste. Zu seinem Sport-Muffel-Dasein. UND: Klar zu unterschieden zwischen Sport und Bewegung. Sport ist das mit dem weiter, schneller, besser. Bewegung ist das andere ... Also mehr Bewegung im Alltag, kleine Schritte helfen: Wenn man in den 6. Stock muss, im 5. aussteigen, den Rest zu Fuß gehen. Dann im 4., irgendwann im 3. Und so weiter. Das Auto am Supermarktparkplatz bewusst ganz weit weg vom Eingang parken. Eine Station früher aussteigen bei U-Bahn und Straßenbahn. Eine Runde ums Haus gehen nach Büroschluss, bevor man rein geht und es sich gemütlich macht. Mini-Schritte zeigen auch Wirkung.

Wind: Was haben leere Regale mit Fettzellen zu tun? Oder anders gesagt: Sind „Sammler“ generell übergewichtig?

Amon: Ich beobachte eine interessante Tendenz. Nicht alle Sammler haben mehr Kilos, als Sie wollen. Jedoch sind übergewichtige Menschen selten Meister im „Ausmisten“. Eher finde ich auch im generellen Leben übervolle Kleiderschränke, CD- und Bücherregale, Zeitschriftenlager, Keller, Besteck- und Werkzeugschränke mit der Tendenz „von allem ein bisserl zu viel“ ... Wenn man es schafft, auch mal leere Regale oder einen nur locker gefüllten Schrank auch seelisch auszuhalten (ist für manche Menschen nicht einfach) – dann bekommt man eine hilfreiche Vorstellung, dass man die eigenen Fettzellen einfach leer stehen lassen kann. (Dazu sollte man wissen: die Anzahl der Fettzellen lässt sich ab dem Erwachsenenalter nicht mehr ändern, nur ihre Füllmenge – leider!)

Wind: Wie hängt eine glückliche Psyche mit dem äußeren Erscheinungsbild zusammen. Es gibt doch diese Vorstellung von „der glücklichen Dicken“. Viele stark Übergewichtige sagen auch, dass sie sich so wie sie sind wohl fühlen. Nach dem Motto „Lieber Rund und g´sund als krank und schlank“. Ist das eine Art Selbstlüge?

Amon: Ich persönlich habe wenige „glückliche Dicke“ in meiner Umgebung. Ich kaufe es den meisten nicht ab. Ich habe in den letzten Jahren etwa 300 Menschen gefragt, ob sie – wenn sie nichts an ihrem Verhalten ändern müssten, absolut nichts – aber es sich aussuchen könnten – wählen sie freiwillig dick oder dünn? Was glaubst du, liebe Jenny – kein einziger hat freiwillig seine Kilos behalten wollen ...

Wind: Was möchtest du deinen Leser/innen noch auf den Weg geben oder sagen, was nicht in deinem Buch steht?

Amon: +Never give up. +Verhalten ändern ist möglich – und es dauert, aber das ist egal, wie lange es bei dir dauert. +Und niemand sollte auf Dauer AUF DIÄT sein. Setze deine esstechnische Festplatte neu auf – und lass Diäten endgültig hinter sich. + Alle sind wir gesegnete Wesen des Universums, egal wie unsere Körper aussehen. Punkt!

Wind: Was ist in Zukunft noch von dir zu erwarten? Woran arbeitest du?

Amon: Eine meiner großen Gaben ist, dass ich eine hohe Motivationskraft habe. Ich sinne nach über ein „Buch vom guten Leben“ (Tipps und Ideen für einen leichten und lächelnden Alltag). Und möglicherweise bekommt das Essbuch eine Koch-Schwester oder einen Arbeitsbruder, der dann IHR ESSBUCH heißen könnte ... Meine Zukunft hat also schon begonnen.

Thema: Diät