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OMG! So beeinflusst Instagram deine Psyche!

OMG! Eine neue (seriöse!) Studie belegt, wie schädlich sich Social Networks auf die Psyche junger Menschen auswirken. Den übelsten Effekt hat... Instagram.

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OMG! So beeinflusst Instagram deine Psyche!
© Instagram/milkywaysblueyes/

Angst, Depression, Einsamkeit. Die Symptome sind durchaus ernst zu nehmen. Eine Untersuchung der hochseriösen britischen Royal Society for Public Health hat die schädliche Wirkung von Social Media-Diensten wie Facebook, Instagram, YouTube oder Twitter auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen untersucht. Mit erschreckenden Ergebnissen.

Instagram zerstört Selbstwahrnehmung und Körperbild

Für die Untersuchung führten die Psychologen Anfang 2017 eine intensive Befragung unter 1.500 jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren durch. Abgefragt wurde nicht nur die Social Media-Nutzung, sondern die Probanden wurden auch gebeten, zu beurteilen, welche Gefühle sie bei dem Surfen in den bekanntesten Networks am häufigsten verspüren. Die Liste der Emotionen, die man abhaken konnte, reichte von Freude, Glücksgefühle bis hin zu negativen Gefühlen wie Einsamkeit, Depression, Schlafmangel oder der Angst, etwas wichtiges zu verpassen.

Basierend auf diesen Ratings konnten die Forscher feststellen: Der Fotodienst Instagram hat die negativsten Effekte auf die Psyche junger Menschen. Die Wahrnehmung des Körperbildes würde nachhaltig geschädigt. Dazu kämen Neidgefühle und damit verbundene Ansätze einer Depression, genau wie die Angst, etwas zu verpassen und daraus resultierende Schlaflosigkeit. Als positiv wurde von den Jugendlichen die Möglichkeit der Selbstdarstellung bewertet.

Snapchat wird mit Mobbing assoziiert

Nicht wesentlich besser schnitt der Live-Dienst Snapchat ab. Mobbing-Attacken und die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen waren hier die Negativ-Faktoren für Jugendliche. Facebook schnitt hingegen gut bei Werten wie "Community-Bildung" ab. Doch auch dem weltgrößten Social Network wurde ein hohes Mobbing-Scoring und negative Auswirkungen auf den Schlaf zugerechnet.

Die einzige Plattform, die vorwiegend positive Effekte auf die psychische Gesundheit junger Leute aufwies, war YouTube. Hier könne man eine Community bilden, sich selbst besonders kreativ ausdrücken und brauche keine große Angst vor Mobbing zu haben. Einzige Negativ-Anmerkung: Als heavy YouTube-User käme der Schlaf zu kurz.

Social Media macht Jugendliche regelrecht süchtig

Studienautorin Shirley Cramer: "Jugendliche zeigen in unserer Erhebung ein Suchtverhalten in Sachen Social Media wie wir es sonst nur bei Zigaretten- oder Alkoholabhängigen kennen. Es ist im Leben der jungen Menschen tief verankert, wir sollten uns dringend mehr mit den Auswirkungen auf die Psyche beschäftigen."

Für sie sei das schlechte Abschneiden von Instagram und Snapchat wenig überraschend. "Beide Dienste sind sehr bildlastig, es geht um den schönen Schein. Das wieder erhöht ein Gefühl der Unzulänglichkeit bei jungen Leuten."

Bei Instagram reagierte man mit einer Erklärung sofort auf die Untersuchung: "Wir wollen, dass Instagram ein Ort ist, an dem sich junge Menschen wohl fühlen und sich ohne Ängste ausdrücken können," so Sprecherin Michelle Napchan. "Wir wollen unsere User animieren, auch ihre Sorgen zu teilen und dann die Unterstützung der Gemeinschaft zu erfahren."

Wir wissen nicht, wie es euch geht ... aber bei uns kommt das Statement ein wenig zynisch an.

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