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Bist du reich genug für Instagram?

Wo tummeln sich die wirklich Reichen? Auf Instagram, dem Show-Off für Designerklamotten und edle Möbel. Der Plebs, der lebt sich in anderen sozialen Networks aus.

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Bist du reich genug für Instagram?

Instagram: Virtueller Laufsteg für die Neidgesellschaft

© richkidsofinstagram.tumblr.com

Geahnt habe ich es schon lange. Jetzt aber ist es aber Schwarz auf Weiß bewiesen.

Ich bin finanziell schlechter gestellt als meine Altersgenossen. Weil: ich bin NICHT auf Instagram. Stattdessen schlage ich mich mit dem niederen Volk auf Facebook um Likes und andere virtuelle Beifallsbekundungen.

Zumindest legt das eine Erhebung des Pew Research Centers nahe. Für ihre Studie befragten die Forscher 13- bis 17-Jährige US-Teenager, welches soziale Netzwerk sie am häufigsten nutzen. Unter Kindern aus Familien mit einem Jahreseinkommen von 100.000 Dollar (etwa 92.500 Euro) oder mehr erfreuten sich die Bilder-Netzwerke Instagram und Snapchat dabei weitaus höherer Beliebtheit als in den anderen Gruppen.

Und wirft man einen (wissenschaftlich nicht gedeckten und eher oberflächlichen) Blick auf die beiden Netzwerke, dann sieht man die Untersuchung durchaus bewiesen.

Denn während es auf Instagram Gruppen mit dem sympathischen Namen "Rich Kids of Instagram" gibt (und dazu glücklicherweise auch schon köstliche Persiflagen), Fashion-Editors der Vogue oder Jetsetter mit ihrem luxuriösem Lifestyle protzen, sieht man auf Facebook eher Urlaubsfotos aus Griechenland oder Partyfotos aus der örtlichen Diskothek. Erweckt ebenfalls Neid – aber bei Gott nicht so viel wie ein Paar neue Louboutins, das Flascherl Moet oder der Kurztrip auf Daddy neuer Super-Yacht.

Rich Kids? Findet man auf Instagram

Jaaaaaaa....sagt ihr. Aaaaaaaber das sind doch Ergebnisse aus den USA. Die treffen doch längst nicht auf Europa zu.

Stimmt. Tatsächlich gibt es keine vergleichbare Untersuchung über die Einkommensverteilung zwischen Instagram- und Facebook-Nutzern in Europa. Aber es gibt immerhin eine aufbauende Erhebung.

Denn laut einer Eurostat-Studie nutzen vorrangig mit höherer Bildung Netzwerke wie Facebook und Twitter. Europaweit nutzten demnach im vergangenen Jahr 57 Prozent der Personen mit hoher formaler Bildung soziale Netzwerke, aber nur 47 Prozent mit mittlerer und 34 Prozent mit niedriger formaler Bildung.

Kurzum: Ich bin zwar bei Gott nicht wohlhabend, aber dafür ziemlich gebildet. Auch nicht schlecht, oder? ;-)

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