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Keine Bikinifotos mehr = 70.000 Follower weniger

Sophie Grey ist ein Instagram-Star, verdient damit bares Geld. Doch jetzt macht sie einen radikalen Schritt - obwohl der sie 70.000 Follower kostet.

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Keine Bikinifotos mehr = 70.000 Follower weniger
© Instagram/wayofGray

Instagram. Dieser Ort, an dem es nur Schönes, nur Inspirierendes geben soll. Oder, wie manche sagen: Der Ort, an dem Neid und Depression geschürt wird. Hier gibt es nur sagenhafte Reisen, traumhafte Kleidung, perfekte Körper...

Das wieder, so das Ergebnis einer Studie, schürt vor allem bei Jugendlichen (den Haupt-Usern von Instagram) massive Selbstzweifel. Weshalb es durchaus begrüßenswert ist, dass immer mehr Instagram-Stars beginnen, ein anderes, normaleres Körperbild zu promoten.

Wie Sophie Grey, die unter @wayofgray bislang eine Vertreterin des sogenannten #Fitspo-Trends war – also vorrangig Fotos ihres @wayofgraymakellosen Körpers im Bikini und bei der Ausführung diverser Körperverrenkungen zu posten. Damit erreichte sie schnell mehr als 385.000 Follower.

Doch von einem Tag auf den anderen hörte Sophie auf, Bilder im Bikini oder Sport-BH zu posten:

Sophie schreibt: "Ihr werdet nicht mehr länger Fotos von meinem Körper auf Instagram finden. Der Grund: Ein Sixpack und Thigh Gap machen nicht glücklich. Dafür sind Pizza und Kekse extrem lecker!"

Auslöser für Sophies Zorn war ein Kooperationspartner, der eines ihrer Bikinibilder repostete und dazu schrieb: "Nichts schmeckt so gut wie es sich anfühlt, fit zu sein."

Ihr Konter: "Ich habe die Nase voll davon, dass uns Frauen immer suggeriert wird, sie sollen etwas anderes als sie selbst sein – und damit unglücklich sein. Ich war lange Teil der #Fitspo-Bewegung, ich möchte, dass ihr auf euren Körper acht gebt. Aber dieses Getue um den "perfekten" Body ist einfach nur Bullshit."

Deshalb werde sie ab nun nur mehr Selbstliebe statt Sixpack auf Instagram promoten, so Sophie. "Ich esse Schokolade, ich liebe ein ausgedehntes Frühstück und Mittagessen – und ich gehe zum Workout. Für manche von euch klingt das wie ein normaler Tag. Doch in meiner #Fitspo-Zeit stand immer ein Shooting bevor, für das ich besonders schlank, besonders athletisch aussehen wollte. Also habe ich mich kasteit," schreibt sie.

Ihr neues "Ich" auf Instagram habe sie zahlreiche Follower gekostet. Als Sophie aufhörte, Bikinifotos zu posten, verlor ihr Account binnen weniger Tage mehr als 70.000 Follower, fiel von 430.000 auf 360.000 Anhänger. Dennoch zeigt die Erfolgskurve wieder nach oben: In den letzten Wochen kamen mehr als 25.000 neue Follower dazu. "Ja, ich habe weniger Fans als zuvor," sagt Sophie. "Aber ehrlich: Wer abspringt, weil er keine Blondine im Bikini mehr sieht, der geht mir auch nicht ab."

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