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Warum intermittierendes Fasten eine schlechte Idee ist

Essen, worauf man Lust hat, dann wieder völliger Verzicht auf Nahrung. "Intermittierendes Fasten" gilt als Diät-Trend. Warum das keine gute Idee ist.

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Warum intermittierendes Fasten eine schlechte Idee ist
© iStockphoto

Wir haben da diese Freundin, die auf jeden, wirklich jeden Diät-Trend aufspringt. Und diesen Monat versucht sie es mal mit dem "Intermittierenden Fasten". Sie behauptet, dass das Auslassen von Mahlzeiten (manchmal sogar einen ganzen Tag lang!) viel besser durchzuhalten ist, vor allem aber sie sich nicht in Verzicht üben muss. Weil wenn sie die Fasten-Zeiten unterbricht, dann darf sie futtern WAS sie will.

Aber ist das auch gut für sie?

Was genau ist "intermittierendes Fasten"?

Es gibt noch einen anderen Namen dafür: "Intervallfasten". Und der macht eigentlich klarer, wie die vermeintlich angenehme Diät funktioniert. Statt wie beim richtigen Fasten für einen beschränkten Zeitraum auf feste Nahrung zu verzichten, wechseln sich Phasen, in denen normal gegessen wird, mit Phasen des kompletten Verzichts ab.

Heißhunger und Schwächegefühle sollen dadurch verhindert werden. Wie lange die Phasen dauern? Da gibt es ganz unterschiedliche Lehren. Manche essen 2 Tage normal und dafür an Tag 3 gar nichts – sie legen also einen Entlastungstag ein. Andere versuchen es mit der 16:8-Methode, bei der zwischen der letzten Mahlzeit eines Tages und dem Frühstück exakt 16 Stunden liegen. Man isst also entweder spätes Frühstück oder frühes Abendessen. Es gibt aber noch andere Intervalle:

  • 36:12-Rhythmus: Dabei fastet man jeden zweiten Tag. Am "Ess-Tag" isst du zwischen 8 und 20 Uhr normal.
  • 20:4-Rhythmus: Das Fenster, an dem gegessen werden darf, beträgt jeden Tag nur vier Stunden.

Was sind die Vorteile des "Intervallfastens"?

Eine verringerte Kalorienaufnahme führt zu einer höheren Lebenserwartung. Cholesterienspiegel und Blutdruck sinken, das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, soll sinken. Sagen Befürworter des "intermittierenden Fastens". Dazu würde der Körper in den Esspausen (vor allem beim 16:8-Rhythmus") verstärkt auf Fettverbrennung umschalten. Heißhunger bleibt – zumindest bei kürzeren Intervallen – aus.

"Intermittierendes Fasten": Die Nachteile

6 Stunden seien viel zu kurz, um im Körper eine ketogene Stoffwechselsituation wie beim Heilfasten herzu­stellen – also statt Glukosespeicherung auf Fettverbrennung umzuschalten, sagen Gegner. Der ständige Wechsel zwischen Nahrungsaufnahme und Pseudofasten sei im Gegenteil sogar eine starke Belastung für den Körper.

Was denken Ernährungsberater?

Es sind die restriktiven Prinzipien, die viele Ernährungsberatern beim "intermittierenden Fasten" ablehnen. Das natürliche Hungergefühl werde dadurch unterdrückt, die Intervallfaster hätten kein Empfinden mehr, wann sie wirklich satt oder hungrig seien. Dazu lasse sich diese Ernährungsweise nicht ewig durchhalten. Besser und nachhaltiger: Eine Ernährungsumstellung wie die "Mittelmeer-Diät", bei der man gesund und ausgewogen isst und auf übermäßigen Zucker und Junk verzichtet.

Themen: Fasten, Diät

Kommentare

vivi

Na klar. Für ErnährungsberaterInnen keine gute Idee. Weil sie dann nicht mehr beraten müssen ;-) Ich praktiziere jetzt seit fast 8 Jahren 10in2 (oder 36/12). Fazit: Die beste Entscheidung meines Lebens. Ich war seither nie wieder krank, keine Kopfschmerzen, keine Kreuzschmerzen, nicht einmal Schnupfen. Die Waage habe ich weggeworfen, Diäten interessieren mich nicht mehr... Solche Artikel - naja..