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8. März - Weltfrauentag: 3 Generationen im Talk!

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Bloggerin Fleur de Mode (20), ORF-Moderatorin Mari Lang (33) und Kabarettistin Barbara Balldini (50) sprechen mit WOMAN über das heutige Frauenbild und ihre persönlichen Erfahrungen mit Sexismus!


Barbara Balldini, 50, Autorin und Kabarettistin © Bild: Elmar Michael Elbs

Barbara Balldini, 50, Autorin und Kabarettistin

Sie ist nicht nur Sexualpädagogin, Besteller-Autorin und die erfolgreichste Kabarettistin Österreichs, sondern auch noch Mutter von 3 Kindern. Barbara Balldini konnte mit der "Mutter-Haus-und Ehefrau-Rolle" noch nie etwas anfangen und hat trotzdem alles bekommen, das sie sich wünschte. Wie das geht, verrät sie uns im Interview!

WOMAN: Welche Probleme haben Frauen mit dem heutigen Rollenbild?
Barbara: Frauen dürfen heute ihr Leben weitgehend nach ihren Vorstellungen gestalten. Sie streben nach Karriere und möchten über Familienplanung selbst entscheiden. Natürlich möchten sie gleichberechtigt sein. Nichts desto trotz schwanken Frauen nach wie vor zwischen alten Rollenbildern, wie Mutter- und Hausfrau sein und der neuen emanzipierten Karrierefrau hin und her.

WOMAN: Was ist die Lösung dieses Problems?
Barbara: Der Spagat ist nicht einfach und so wünschen sich Frauen einen Partner an ihrer Seite, der gleichzeitig Macho und Softie ist. Ein Mann, der ihnen der Rücken stärkt, der Entscheidungen treffen kann, der sich lästiger Wirtschaftsfragen annimmt, wie jenen von Steuer- und Finanz. Sie wünschen sich jemanden an der Seite, der mit sich im Reinen ist, der Gefühle ausdrücken kann und der gerne Zeit verbringt mit dem hoffnungsvollen Nachwuchs.

WOMAN: Klingt fast nach einem Mann, der erst geboren werden muss, oder?
Barbara: Naja, mehr als 2/3 aller Scheidungen gehen von Frauen aus. Wohl auch deshalb, weil Frauen sehr viel leisten müssen, mitunter zu viel erwarten, sowohl von sich selbst, als auch von ihren Partnern.

WOMAN: Hast du den Spagat zwischen Haus- und Karrierefrau geschafft?
Barbara: In meinem Leben war ich stets die Frau, die „nach außen“ ging. Zum einen, um mich selbst zu finden und auszuprobieren, zum anderen, weil mir das gängige Muster der „Mutter-Haus- und Ehefrau“-Rolle nicht auf den Leib geschrieben war. Nichts desto trotz habe ich 3 Kinder, die alle mit beiden Beinen im Leben stehen. Dass unsere Familie nie „normal“ war und die Väter den größten Teil der Erziehungs- und Alltagsarbeit leisteten war und ist für unser „System“ die ehrlichste Lebensform. Wichtig ist dabei, stets im Austausch zu bleiben, das Wohl der Kinder vorrangig zu achten, aller Beteiligten Bedürfnisse ernst zu nehmen und einen für alle passenden Weg zu finden. Die Hauptzutaten, dass dies gelingen kann sind: Liebe und Respekt und die Anerkennung für jedermanns/-frau Leistung in diesem außer-gewöhnlichen System.

Auf der Facebook-Seite von Barbara Balldini könnt ihr direkt mit der Powerfrau in Kontakt treten.