Ressort
Du befindest dich hier:

Tiësto the Conqueror

Bevor der "Godfather of electronic Djing" Tiësto in Zürs am Arlberg dem Publikum einheizte, gab es ein exklusives Plauscherl mit der DJ-Ikone.

von

Tiësto the Conqueror
© Jordan+Loyd

In Zürs am Arlberg entfachte DJ-Megastar und Grammy-Preisträger Tiësto ein schwindelerregendes Feuerwerk an Beats’n’Booms. Exklusiv für die Lecher und Zürser samt Gästen legte der niederländische Weltklasse-Elektromusiker für gerade mal 5.000 kreischende und tanzende Fans auf. Befeuert mit dem Stroboskop hatten Schnee und Kälte keine Chance. Für ihn war es – aus den USA kommend – ja gerade mal Morgen, während am Arlberg bei Schneefall der Abend dämmerte. Bevor er sich an sein Pult stellte und die Scheinwerfer die Flocken in Regenbogenfarben tauchte, trafen wir die DJ-Ikone zum Exklusivgespräch.

Tiësto, was hat dich nach Lech gebracht?

Oh, das ist mein erstes Mal. Mein lieber Freund Edward Hendrik Vermeer hat mich eingeladen und ich wusste, dass der Arlberg ein sehr berühmtes Schigebiet ist. Unsere Königsfamilie macht immer hier ihren Winterurlaub, also wollte ich es selbst einmal auschecken.

Wie gefällt es dir hier?

Es ist wunderschön, wie auf einer Postkarte, ein Traum.

Fährst du Schi?

Nein, ich bin der schlechteste Schifahrer ever. Ich mag das Aprés Ski, die Parties mit Musik (lacht). Ihr wisst ja, in Holland ist es ziemlich flach, wir haben grad mal einen Hügel, aber keinen Schnee. Ich hatte als Kind leider keine Gelegenheit, es zu lernen. Meine Freunde kommen alle mit gebrochenen Knochen aus dem Urlaub zurück (lacht schon wieder), nein das lass ich lieber. Ich bin ein guter Eisschnellläufer.

Ist das dein erstes Konzert in den Bergen?

Einmal habe ich schon in Aspen/Colorado aufgelegt. Das war bei den X Games. Aber das hier ist viel schöner, viel mehr Berge.

Wie sieht die Zukunft von DJ-Musik aus?

DJ-Sets verbreiten sich immer mehr. Jedes Jahr wachsen wir. Es gibt immer mehr Dance Music und DJs. Das ist eine richtig große Sache. Wir alle reisen sehr viel. Elektronische Musik ist super beliebt in den USA, sogar in China. Wir erobern die ganze Welt! Let’s party!

Magst die Einflüsse aus anderen Musikrichtungen, wo geht’s hin?

Pop ist derzeit der Trend in der elektronischen Musik. Aber ich experimentiere auch gerne mit anderen Einflüssen. Ein iranischer Sänger singt gerade über meine alten Tracks, das ist richtig cool. Dank der Sozialen Medien wird die Welt da plötzlich klein. Ich bekomme oft spontan selbstgemachte Tracks von jungen Nachwuchstalenten aus aller Welt, that’s really cool und da ist viel Gutes dabei.

Ich habe gelesen, dass du dich von deinen traditionellen Themen ein wenig wegbewegst, um deine Musik für jüngeres Publikum attraktiv zu machen und dich mit neuen Leuten zu verbinden. Hast du dafür eine bestimmte Strategie?

Nein, ich bin schon so lange DJ, für mich ist das wie alles in einen großen Blender schmeißen und einfach mixen. Ich arbeite mit meinen alten Themen und arbeite mit neuen Künstlern zusammen. It’s really a mixture of everything. Das ist großartig, weil ich kann tun was ich will und ich kann zusammenarbeiten mit wem ich will. Es ist wie eine Reise durch Dance Music.

Hast du genug Zeit, dich vorzubereiten, zu proben?

Das ist mehr ein laufender Prozess. Ich höre mir jeden Tag neue Tracks an, mische was dazu, lass mal was weg.

Wie gehst du’s an, wir haben hier am Arlberg eine so bezaubernde Szenerie mit den Bergen, dem Schnee ...

Ich bereite nie viel vor, nur ein Intro, ein paar Tracks und dann schau ich mal, wie das Publikum reagiert. Ich entscheide dann aus dem Gefühl. Just see where the fish are biting (lacht).

Du wirst als „Godfather of electronic Djing“ bezeichnet. Bist du stolz darauf, dass du einer der ersten warst und Einfluss auf den Nachwuchs hast?

Ja total! Es ist toll zu wissen, dass man ein Role model für so viele junge Leute ist, sie inspirieren kann. Junge Leute schreiben mir, dass sie meinetwegen DJ geworden sind. Das ist doch cool. Ich freu mich immer, von Martin Garrex oder Afrojack zu höre.

Fährst du noch ab und an in deine niederländische Heimat Breda?

Ja, ich versuche zumindest viermal im Jahr Nachhause zu fahren, meine ganze Familie ist da.

Du hast alles erreicht, was ein DJ erreichen kann, bist von Königin Beatrix mit dem Orden von Oranien-Naussau geehrt worden. Hast du noch einen Traum?

Jedes Jahr denke ich mir, ich habe schon so viel gesehen und dann kommt was Neues daher. Die junge Szene ist stark, das ist definitiv eine Challenge für mich, mit denen mitzuhalten, aber hey: I love the challenge. Man muss immer oben bleiben, was Neues und damit einen Unterschied machen. Aber ich habe viel erreicht: Ich lebe meinen Traum.

Thema: Musik

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .