Ressort
Du befindest dich hier:

Intimrasur: Gesundheitlich bedenklich?

Die Intimrasur gehört für 87 Prozent der Frauen zum täglichen Schönheitsritual. Doch die bare Bikinizone ist laut neuer Studie gesundheitlich bedenklich.

von

Intimrasur: Gesundheitlich bedenklich?
© Thinkstock

Für die meisten von uns ist die Intimrasur etwa so alltäglich wie das Bürsten des Haupthaars. Jedes störende Härchen wird epiliert, rasiert, gestutzt. 87 Prozent aller Frauen entfernen einige oder all ihre Schamhaare, 90 Prozent davon erledigen dies mittels Rasur, nicht per Wachs.

Doch nun meint eine neue, im amerikanischen "Journal für Frauenheilkunde und Gynäkologie" veröffentlichte Studie, dass die Intimrasur ernsthafte Folgen nach sich ziehen kann.

Denn im Rahmen einer langfristigen Studie stellten die Mediziner fest, dass die Mehrheit der Frauen (ganze 60 Prozent), die ihre Bikinizone täglich rasieren, über zahlreiche Probleme klagten. Studienleiterin Andrea De Maria gegenüber Yahoo Health : "Rasurbrand, Abschürfungen, eingewachsene Haare und Juckreiz waren die häufigsten Beschwerden, die diese Frauen nannten." Diese scheinbar kleinen Nebenwirkungen sind zwar auf den ersten Blick wenig bedrohlich – doch laut den Ärzten machen sie Frauen anfälliger für Geschlechtskrankheiten wie Genital-Herpes und HPV. Yuck!

Intimrasur: Macht sie anfälliger für Infektionen?

Die Probleme werden jedoch weniger durch die Rasur an sich, als durch die mangelnde Pflege im Anschluss verursacht. Es ist also nicht nötig, die Bikinizone dem Wildwuchs zu überlassen, nur um das Infektionsrisiko zu senken. Stattdessen rät DeMaria, lieber einen elektrischen Rasierer zu benutzen und die Standard-Klingen eher zu meiden.

Sollte frau trotzdem lieber mit dem normalen Rasierer shaven, dann sollte dieser immer frisch und gut gereinigt sein. Die Bikinizone nach der Rasur dann mit einem Handtuch gut trocken tupfen, auf keinen Fall rubbeln, da so die gereizte Haut weiter aufgerieben wird.

Vor allem aber eine Bitte: Geht IMMER zum Arzt, wenn euch in diesem Bereich etwas sonderbar vorkommt. Wenn es um die Intimzone geht, sollte frau besser auf der sicheren Seite bleiben.