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Investieren wir jetzt in Zimmerpflanzen?

Unlängst wurde in Neuseeland eine Rhaphidophora Tetrasperma versteigert - um 16.000 Euro! Wir haben mit einer Expertin gesprochen, mit welche Gewächsen sich noch Geld verdienen lässt.

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Investieren wir jetzt in Zimmerpflanzen?
© iStock

Zimmerpflanzen erleben momentan einen großen Hype. Mittlerweile gibt's sogar so genannte "Plantfluencer", die auf Instagram mit ihren Topfpflanzen ihre Followerschwaft beeindrucken: #urbanjungle. In Neuseeland wurde jetzt auf der Versteigerungsplattform "Trade Me" ein Zimmergewächs um rund 16.000 Euro verkauft. Es war ein seltenes Exemplar der Gattung Rhaphidophora Tetrasperma, eine schnell wachsende Kletterpflanze. Die günstigere Alternative dazu wäre übrigens die Monstera "Monkey Mask" – diese gibt es auch immer wieder mit mehr oder weniger Weiß-Anteil.

Der Name dieser Pflanze: Rhaphidophora Tetrasperma, auch "Mini-Monstera" genannt. Sie wurde auf "Trade Me" um 16.000 Euro versteigert.

Der Superdeal bringt uns auf folgende Fragen: Welche Gewächse bringen noch Geld? Müssen gute Zimmerpflanzen teuer sein? Und mit welchen Blätter und Blüten kann man Eindruck schinden, ohne ein Vermögen dafür auszugeben? bellaflora-Pflanzenexpertin Bettina Bayer-Grilz liefert die Antworten:

Es gibt Pflanzen mit Wertsteigerung bei gutem Wachstum. In welche würden Sie investieren?

"Verschiedene Arten und Sorten von Monstera, Philodendren und Hoya (Wachsblumen) stehen in der Wertsteigerungsliste ganz oben. Besonders empfehlenswert sind die Blattschönheiten der Alokasien und Caladien (Buntblatt, Kaladie)", weiß Bayer-Grilz. Je besser sie wachsen, umso mehr wert sind sie. Deshalb müssen sie auch gut versorgt werden. Wertvolle Pflegetipps für deine Zimmerpflanzen findest du hier.

Muss eine gute Zimmerpflanze teuer sein?

Das sagt die Expertin: "Der Preis einer Zimmerpflanze hängt von der Größe ab und der Schwierigkeit, diese zu kultivieren. Es gibt Pflanzen, bei denen es sehr schwierig und aufwändig ist, sie zu vermehren. Oder es ist sehr pflegeintensiv und langwierig, bis sie eine gewisse Verkaufsgröße erreicht haben." Die sind dann folglich teurer. Um sicherzugehen, dass man sich keine Pflanze holt, die übermorgen eingeht, empfiehlt Bayer-Grilz: "Beim Kauf darauf achten, dass die Pflanzen schädlings- und krankheitsfrei sind. Und ganz wichtig bei diesen sommerlichen, heißen Temperaturen: Die Pflanzen beim Transport nach Hause vor Sonnenstrahlen schützen, mit Papier einwickeln und nicht länger als notwendig im Auto lassen." Und: "Wenn für die Pflanze der richtige Platz gefunden wird, fühlt sich der grüne Mitbewohner - bei richtiger Pflege – wohl und gedeiht. Mit geeigneten Pflanzenlampen lassen sich dunklere Standorte optimieren, um auch die dunklere Jahreszeit gut zu überstehen." Übrigens: Mittlerweile sind in Gartenfachmärkten sogar Wartelisten für Pflanzen normal, bei denen die Nachfrage sehr groß ist.

Welchen Zimmerpflanzen machen viel her, kosten aber kein Vermögen?

Eine Idee: Colorblocking. "Bunte exotische Blütenstände (z.B. Anthurien, Bromelien, Kalanchoe) und buntblättrige Zimmerpflanzen (z.B. Blattbegonien, Kaladien, Korbmaranten, Grünlilien, Drachenbäume, Efeutute, Zwergpfeffer und viele mehr) in knallig bunte Übertöpfe stellen", rät die Pflanzen-Beraterin.
Wer's lieber grün in grün mag, kombiniert am besten folgende Gewächse miteinander: "Mit Kaladien, Grünlilien, Korbmaranten, Balsamäpfel (Clusia), Dieffenbachien, Zypergras, Dieffenbachien, Efeututen, Gummibäumen, Fensterblättern, Ufopflanzen oder auch Blühpflanzen mit hellen, pastelligen Blüten schafft man sich daheim eine ruhige, erholsame Atmosphäre", erklärt Bayer Grilz. Dazu passen am besten runde Übertöpfe in natürlichen Farben.