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Ist Milch gesund?

Wie gesund oder ungesund ist Milch? Sie macht Knochen fit, ist ein Schlankmacher und beruhigt. Wäre da nicht die Sache mit der Laktose. Alle Infos zum weißen Gemisch.


Ist Milch gesund?
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Milch polarisiert wie kaum ein anderes Getränk. Es gibt vehemente Milch-Gegner und -Freunde. Doch was ist dran, an dem weißen Power-Drink: Bloß Fett und Lactose oder doch ein gesunder Kalziumspender?

Wie gesund ist die Milch?

Milch ist laut WHO und Ernährungswissenschaftlern ein wichtiger Baustein gesunder Ernährung . Denn Milch- und Milchprodukte enthalten viele lebensnotwendige Inhaltsstoffe. Zu rund 87% besteht Milch aus Wasser, die restlichen 13% sind Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Neben einigen fett- und wasserlöslichen Vitaminen gibt's eine Menge an Kalzium und Phosphor, die bedeutend für den Knochenaufbau und -erhalt sind.

Ein Glas Milch (200ml) deckt 20% des Tagesbedarfs von Erwachsenen. Aber auch für Kinder ist Kalzium enorm wichtig, damit genug Knochenmasse aufgebaut wird (hier: Tipps für gesunde Kinderernährung ).

Milch: Bauchweh wegen Laktose

Dazu deckt ein halber Liter Milch den Bedarf an fast allen essentiellen Aminosäuren. Die Kohlenhydrate (Laktose) sind einerseits verdauungsfördernde Energie und fördern die Aufnahme von Kalzium u.a., sind andererseits aber auch der Grund, warum viele Menschen Bauchweh bekommen.

Fehlt ein Enzym im Darm , dann kann der Milchzucker nicht aufgespalten werden, und es kommt zu diversen Beschwerden – diese Unverträglichkeit wird immer häufiger und hat den guten ruf der Milch ordentlich ruiniert.

Dazu kommen noch absurde Verschwörungstheorien, etwa dass Milch verschleimt. Alles Blödsinn, sagen Experten unisono, Milch ist ein wertvolles Nahrungsmittel und soll auch schon von Kleinkindern getrunken werden – wegen des geringeren Kaloriengehalts ist allerdings die fettarme Variante zu bevorzugen.

Milch gegen Krebs

Milch hat noch viele weitere gute Seiten, wie Studien aus aller Welt zeigen. Eine Untersuchung in England hat ergeben, dass fettarme Milch ein Top-Durstlöscher ist und an heißen Tagen oder nach intensivem Sport perfekt hydriert.

Die Schiller-Uni in Jena hat festgestellt, dass die Milchfette in Linolsäure umgewandelt werden, die Krebs vorbeugen , aber auch Allergien oder Arteriensklerose verhindern kann.

Zusätzlich liefert ein Glas Milch fast 200mg des Gute-Laune-Stoffes Tryptophan (wird in Serotonin umgewandelt). Und wer einen richtig beruhigenden Schlummertrunk will, der sollte nachts gemolkene Milch mit mehr Melatonin trinken.

Milch als Schlankmacher

Aber Milch relaxt nicht nur, sondern sorgt auch für Muckis: In Ontario wurden in einer Studie Männer in die Kraftkammer geschickt. Die Milchtrinker hatten nach einem Monat mehr Muskeln und weniger Fett als die Nicht-Milchtrinker. Und sehr Erfreuliches hört man auch aus Australien: Dort haben Ernährungsmediziner festgestellt, dass ein Glas fettfreie Milch am Morgen Übergewicht bekämpfen kann!

Die Geschichte der Milch

"Trink Milch, das macht stark", haben wohl alle von ihren Omas gehört – aber nicht nur unsere Generation. Bereits vor 5.000 Jahren hielten die Sumerer Milchkühe. Später entdeckten auch die Ägypter, Griechen, Römer und Germanen, wie köstlich Milch schmeckt. Doch nicht nur Kuhmilch wurde getrunken und verarbeitet, auch Ziegen, Schafe, Esel, Pfeder und Kamele wurden gemolken. Asiatische Reitervölker stellten Kefir und sogar Trockenmilch her. Eine große Entdeckung in der Milch-Historie machte der französische Bakterienforscher Louis Pasteur: Er fand heraus, dass Milch durch Erhitzen (Pasteurisieren) haltbarer wird.

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