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Das hat die WOMAN Online-Redaktion 2018 bewegt

Dieser Tage jagt ein Jahresrückblick den anderen. Wir haben für euch zusammengefasst, welche Themen die WOMAN Online-Redaktion 2018 ganz persönlich bewegt haben.

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Das hat die WOMAN Online-Redaktion 2018 bewegt
© WOMAN

Einen Anspruch auf Vollständigkeit stellen wir dabei natürlich keineswegs - zu viel ist im Jahr 2018 passiert. Aber: Das soll uns nicht davon abhalten, mit euch zu teilen, welche Themen und Artikel uns ganz besonders in Erinnerung geblieben sind. Vielleicht habt ihr ja den einen oder anderen gelesen - wenn nicht gibt's jetzt noch einmal die Möglichkeit, diverse Highlights gebündelt Revue passieren zu lassen. Wir haben uns dafür überlegt, bei welchen Artikeln wir lachen, weinen, schmunzeln oder die Stirn runzeln mussten - und manchmal einfach nur den Kopf auf die Tischplatte knallen wollten. Von Thrash bis ernst, von unterhaltsam bis unglaublich - jeder Redakteurin hat ein paar Themen zusammen getragen, die für sie das Jahr 2018 geprägt haben.

Was Anna Weismann 2018 bewegt hat:

Was wir denken? Das Gleiche wie Alyssa Milano

Kavanaugh und all die bösen weißen Männer

Immer wieder sitzen wir in der Redaktion zusammen und fragen uns, ob wir dieser oder jener Person überhaupt eine Bühne geben wollen - in diesem Fall mussten wir. Es gab nämlich vermutlich keine Rede, die uns 2018 mehr bewegte, als die Eröffnungsrede von Christine Blasey Ford, bei der sie gegen Brett Kavanaugh aussagte. Eine Rede, bei der sie vor den Augen der ganzen Welt mutig und stark die versuchte Vergewaltigung durch Kavanaugh schilderte. Die Tatsache, dass Fords Aussage rein gar nichts an Kavanaughs Ernennung zum Richter am Supreme Court änderte, war unfassbar ernüchternd und machte uns wie auch tausende andere Frauen auf der ganzen Welt extrem wütend. Und zeigte nachdrücklich, was 2018 noch Standard ist: Bei Gewalt gegen Frauen wird nach wie vor oft nur darüber berichtet, was die Frau richtig oder falsch gemacht hat und nicht über die Täter und fehlende Konsequenzen.

Beim Live-Ticker zur Royal Hochzeit: Ja - wir meinen das ernst mit der Royals-Liebe.

Meghan Markle als Lebensinhalt

Ich dachte wirklich nicht, dass ich das irgendwo irgendwie irgendwann einmal öffentlich deklarieren werde, aber nach fast einem Jahr bei WOMAN.at bin ich genau an diesem Punkt: Ich weiß über das Leben von Meghan Markle ziemlich sicher besser Bescheid als über das meiner Schwester. Ich weiß, welchen Nagellack sie wann und wo trägt, welches ihrer Kleider wie viel kostete, ob sie gerade wieder mit ihrem Papa hachelt und in welches royale Fettnäpfchen sie nun wieder gestiegen ist. 2018 ist offiziell das Jahr in dem ich berufsbedingt angefangen habe, mich für die Royals zu interessieren und ganz unter uns: Es. ist. SO. wunderbar. harmlos.

All Vulvas are beautiful - oder wie jetzt?

Unsere Website heißt nicht umsonst WOMAN.at. Wir sehen es auch als unsere Aufgabe die Frauen rund um uns zu empowern. Neben Artikeln über Meghans Nagellackwahl schreiben wir deswegen auch sehr gerne über Body Positivity und Feminismus in all seinen Facetten. Was uns da aber manchmal an Kommentaren - ja, auch von Frauen - entgegenschlägt, macht mich oft ziemlich traurig. Da shamen dann Frauen ihresgleichen für ihre Cellulite, das bisserl Speck am Bauch oder vermeintlich hässliche Schamlippen. Frauenfeindlichkeit wird von unserem System immer noch belohnt - egal ob Frau oder Mann. So kommen wir aber einfach nicht weiter. Wir sagen es Ende 2018 also gerne noch einmal: Wir müssen endlich anfangen, unsere vermeintlichen Makel mit Stolz zu tragen und der Welt zu zeigen, dass wir genau so, wie wir sind, gut sind. Wir sind eben nicht alle gleich und perfekt und das ist doch gerade das Interessante daran. #supportyourlocalgirlgang

Was Michaela Ambos 2018 bewegt hat:

Das Comedy-Programm, dass mich zum Lachen und zum Weinen brachte. Und wieder zum Lachen. Und wieder zum Weinen.

Diese eine Stunde auf Netflix gehörte definitiv zum Besten, was ich dieses Jahr gemacht habe. Und danach habe ich das Programm von Hannah Gadsby wirklich jedem und jeder empfohlen und leidenschaftlich ans Herz gelegt. Denn selten war ich so berührt und gleichzeitig schockiert. Aber was ist es, weswegen die 40-Jährige aktuell mit Sympathie- und Liebesbekundungen überhäuft wird und weswegen man ihr sogar nachsagt, sie erfände den Begriff "Comedy" neu? Hier habe ich es zumindest versucht zu erklären.

Nicht nur 2018, sondern eigentlich fast täglich beschäftigt mich die BH-Industrie

Und es geht nicht nur mir so! Denn selbst im 21. Jahrhundert schafft man es noch immer nicht, wirklich passende und bequeme BHs für alle herzustellen! Warum? Wir kennen kaum eine Frau, die nicht Probleme beim Kauf von BHs hat - einem Gegenstand, der tagtäglich in unserem Leben ist und der uns aber leider allzu oft die versprochene Unterstützung verweigert. Daher haben wir ein paar Fragen an BH-Hersteller hier gesammelt.

Liebe Mode-Industrie, wir müssen über BHs sprechen!

Die unfassbare Argumentation einiger Politiker zur Waffengewalt und Amokläufen in Schulen

In den USA (dem Land, das die meisten Amokläufe auf der ganzen Welt vereint) versuchen immer wieder Politiker der Menschheit einzureden, dass ja eigentlich nicht all die Schusswaffen, die man so einfach und schnell kaufen kann wie Semmerl im Supermarkt, der Grund wären für all die Toten durch Schusswaffen. Sondern beispielsweise Türen. TÜREN! Das konnten wir auch im vergangenen Jahr leider immer wieder miterleben. Die anderen ebenso unfassbaren Erklärungen findest du hier.

Alle lieben Meghan – ich liebe die Queen

… beispielsweise für die Tatsache, dass die Monarchin für jedes ihrer bunten Outfits immer den farblich passenden Regenschirm hat (und ja, wir haben's überprüft!). Oder dass sie zum Winken auch eine Ersatz-Winkehand ihr eigen nennt. Oder dass ihre entzückenden Hunde einfach bei offiziellen Fototerminen oder Staatsempfängen hereinkugeln. Oder dass seit der Meghan-Hochzeit dieses Jahr, als wir unser Büro komplett royal schmückten um in Stimmung zu kommen, nur ein einziges Foto bleiben durfte:

Die Queen ist einfach die coolste.

Der Artikel einer Kollegin, der mich FAST dazu gebracht hat, ohne Unterhose in die Arbeit zu kommen

… ich bin dann allerdings in meinem luftigen Sommerkleid noch in meinem Stiegenhaus umgedreht und hab mir doch wieder ganz anständig und feig ein Hoserl angezogen. Aber man muss ja auch Vorsätze für 2019 haben…

Wie haltet es ihr mit der Untergatti?

Was Anne-Marie Darok 2018 bewegt hat:

Kleidervorschriften an US-Schulen: So werden Mädchen benachteiligt!

Stell dir vor, du bist ein Teenie-Mädel, das sich nach der heutigen Mode kleidet: Zerrissene Jeans oder schwarze Leggings, eine Oversize Bluse und keinen BH drunter, weil du sowieso noch nicht wirklich Brüste hast. Stell dir weiter vor, dass du in der Schule von einem Lehrer aufgehalten wirst, der dich zum Direktor bringt. Dieser erklärt dir dann, dass du deine Mama anrufen sollst, damit sie dir was Neues zum Anziehen bringt. Der Direktor sagt, dass dein Outfit die Jungs verwirrt, dass es zu aufreizend ist und, dass es sogar deinen männlichen Lehrern unangenehm ist, dich so zu sehen. Was würdest du tun? Zum Glück haben sich Mädels, denen sowas passiert ist, auf Social Media Kanälen zu Wort gemeldet, sonst hätten wir nicht über sie berichten können. Wir haben insgesamt fünf Artikel aus 2018 zu den verrückten Kleidungsvorschriften in amerikanischen Schulen auf WOMAN.at. Das sind aber bei Weitem nicht alle Fälle, die heuer bekannt geworden sind. Jedes Mal habe ich mich gefragt, was für einen Sinn dieses Anprangern der Schülerinnen haben soll. Wollen sie wirklich Mädchen einreden, dass Männer willenlose Opfer sind, die sich beim Anblick von ihren Knien oder Schultern nimmer unter Kontrolle haben? Wir hoffen sehr stark, das dem nicht so ist…

Warum heiraten plötzlich alle?

Ist euch aufgefallen, wie viele Promis 2018 geheiratet oder sich verlobt haben? DAS Happening in diesem Themenbereich war natürlich die "Royal Wedding" von Meghan Markle und Prinz Harry, zu der wir sogar live getickert haben! Ganz abgesehen von den zahlreichen Artikeln rundherum: Das Kleid, das zweite Kleid, die Torte, und und und.

DIE Hochzeit des Jahres 2018.

Und seither? Fast täglich (so kommt es einem zumindest vor) flattern neue Nachrichten über Promi-Hochzeiten und -verlobungen herein. Und sehr häufig sind die Pärchen noch gar nicht so lange zusammen… Bestes Beispiel: Justin Bieber und Hailey Baldwin (Bieber!). Die beiden Lovebirds haben heimlich geheiratet, obwohl sie erst seit Anfang 2018 so wirklich zusammen sind. Gut, vielleicht gilt das nicht ganz, da sie ja schon 2016 mal ein Pärchen waren. Und dann gibt es da noch Miley Cyrus und Liam Hemsworth, die nach einer fast 10-jährigen On-Off-Beziehung endlich geheiratet haben. Ebenfalls abseits der Öffentlichkeit!

hailey baldwin und justin bieber verliebt
Verliebt, verlobt, verheiratet!

Weitaus öffentlicher ging es bei Priyanka Chopra und Nick Jonas zu. Das Pärchen mit dem Altersunterschied heiratete medienwirksam und äußerst pompös in Indien. Und das war auch nicht die einzige indische Hochzeit mit Promi Faktor: Bei der Hochzeit von Isha Ambani, Managerin und Tochter des reichsten Inders und Anand Piramal, Sohn eines anderen Milliardärs hat niemand geringerer als Beyoncé höchstpersönlich gesungen, auch Hillary Clinton oder Ariana Huffington sollen bei der Hochzeit anwesend gewesen sein. Die einzige, die auch noch eine Promi-Hochzeit hätte haben können, aber rechtzeitig die Reißleine gezogen hat, ist Ariana Grande. Sie verlobte sich nach wenigen Monaten mit Pete Davidson - und warnt nun nach der Auflösung dieses Bündnisses vor Hochzeitsplänen.

helene fischer florian silbereisen
Beziehungs-Ende nach 10 Jahren.

Und auf diese Promi-Hochzeit warten wir gespannt: Heidi Klum und Tom Kaulitz! Denn die beiden Turteltäubchen haben sich am Abend des 24. Dezembers verlobt. Da postet Heidi doch plötzlich ein Foto von einem riesigen Klunker an ihrem Finger mit den Worten: "I SAID YES!" Natürlich gab es auch Trennungen in der Welt der Stars - für den größten Wirbel hat zuletzt die Trennung des Traumpaars der Schlagerwelt gesorgt: Helene Fischer und Florian Silbereisen haben sich getrennt. Aber immerhin gestalten die beiden ihre Trennung vorbildlich - kein böses Wort über den anderen, obwohl Helene schon einen Neuen hat und auch bei Florian Silbereisen brodelt die Gerüchteküche... Mal sehen, was da 2019 noch kommt!

Lieblings-Job: Enttabuisierung der weiblichen Menstruation

Spoiler Alert: Die Hälfte der Weltbevölkerung blutet einmal im Monat. Das sind unglaublich viele Menschen, die dasselbe Schicksal teilen. Und dennoch ist die weibliche Menstruation immer noch mit Tabus verknüpft - gegen die wir immer wieder anschreiben. Gut gelungen ist das bei einem Artikel über die “peinlichsten” Erlebnisse mit der Periode. Da berichteten Frauen darüber, wie unangenehm es sein kann, wenn man seine Menstruationstasse im Unisex-Klo auswaschen muss, warum man selbst vor dem eigenen Partner den Zyklus geheim hält oder warum Frauen oft mit einer geballten Faust aufs Klo gehen.

Was Sabrina Kraußler 2018 bewegt hat:

12 Stunden arbeiten - aber kein Ausbau der Kinderbetreuung?

Der 12-Stunden-Tag war eines der Themen, die 2018 politisch heiß diskutiert wurden und das Land bewegt haben – auch mich. Denn gleichzeitig wurde tatsächlich über die Höhe der Gelder für den Ausbau der Kindergartenplätze diskutiert. Nach Widerstand aus den Ländern, blieb dann doch alles beim Alten. Im Zuge des Frauenvolksbegehrens wurde die Kinderbetreuung dann erneut zum Thema: Mehr Ganztagsplätze in Kindergärten und mehr Qualität in Sachen Bildung und Erziehung unserer Kleinsten wurde gefordert. Wie und ob so manche Forderung in Sachen Kinderbetreuung umsetzt wird, werde ich auch im kommenden Jahr wieder mit Adleraugen für euch verfolgen.

Eine wichtige Entscheidung, die ab 2019 die Ehe verändert!

Die Ehe für alle: Gleichgeschlechtliche Paare dürfen ab 2019 in Österreich heiraten. Die Entscheidung ging auf einen Entscheid des Verfassungsgerichtshofs zurück. Damit ist Österreich das erste Land in Europa, das die Ehe als Menschenrecht bzw. Grundrecht für alle anerkennt. Im vergangenen Oktober gab sich das erste gleichgeschlechtliche Paar das JA-Wort. Die zwei Frauen gehören zu jenen fünf Paaren, die sich gemeinsam mit dem Rechtskomitee Lambda für die Ehe für alle eingesetzt und die Klage eingebracht hatten. Das Engagement dieser Menschen hat mich sehr bewegt.

Auf der Regenbogenparade: Die Welt ist bunt - ab 2019 auch die Ehe!

Ein Werbespot, der uns zu Tränen rührte: Glaub an dich!

Stark und mutig geht es mit einem kleinen Mädchen weiter, das sich mit einem BMX-Rad im Turbogang über eine Rampe getraut hat – und zwar in einem Werbespot. Die #glaubandich-Werbung hat nicht nur mich besonders bewegt. Grund genug, ihr einen eigenen Artikel zu widmen und einen Werbepsychologen zu befragen. Aber ich war nicht die einzige in der Redaktion, die den Mut des kleinen Mädchens bewundert hat. In der Redaktion feierten wir den Werbespot fast so hart wie das Comeback der Buffalo-Schuhe. Ein modisches Highlight aus dem vergangenen Jahr, das uns zum Schmunzeln und manche auch zum Weinen gebracht hat.

Was Theresa Aigner 2018 bewegt hat:


Der Fall Sigi Maurer: Die Belästigte wurde verurteilt

Angefangen hat alles Ende Mai mit einem Facebook-Posting von Sigi Maurer. Der Inhalt: Ekelhafte Nachrichten, die ihr via Messenger vom Account eines Bierladen-Besitzers geschickt wurden. Nachdem es keine juristische Handhabe gegen so etwas gibt, machte sie die Drohbotschaften unter Nennung des Namens des Inhabers des Facebook-Accounts publik. Was folgte, ließe wohl auch Kafka im Jahr 2018 erschaudern: Verklagt und verurteilt wurde nicht der Absender, sondern Sigi Maurer! So erschütternd und absurd der Fall ist - er hat zumindest auch etwas Positives gebracht. Erstens eine breite, gesellschaftliche Debatte über Hass im Netz, der sich vor allem gegen Frauen richtet und den (juristischen) Umgang damit und zweitens, ein Crowdfunding-Projekt das in weniger als 48 Stunden nicht nur die Finanzierung für Sigi Maurers Berufung gegen den Schuldspruch gesichert hat, sondern auch die rechtliche Begleitung von vielen anderen Frauen, die von Hass im Netz betroffen sind. Klar ist: Über den Fall „Sigi Maurer“ werden wir ganz sicher auch 2019 noch berichten: Einerseits wenn die nächste Verhandlungsrunde ansteht, aber auch die Regierung und hier vor allem die „Taskforce Strafrecht“ von Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) werden wir ganz genau im Auge behalten, denn sie soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 Ergebnisse liefern. Wir bleiben dran!

Sigi Maurer wurden wegen übler Nachrede verurteilt.

481.906 Stimmen für das Frauenvolksbegehren 2.0

Dass das Frauenvolksbegehren in diesem Jahresrückblick vorkommen muss, war auch klar. Denn wenn 21 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren gerade mal 1,5 der damaligen Forderungen umgesetzt wurden, dann ist es höchste Zeit, wieder aufzustehen und Forderungen an die politischen Verantwortungsträgerinnen zu richten. In neun Themengebieten strukturiert, die Alltag und Berufsleben von Frauen umfassend themasierten, lagen in der ersten Oktober Woche teils altbekannte (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) und teils heftig umstrittene (30-Stunden-Woche für alle) Forderung zur Unterschrift auf. 481.906 Stimmen hat das Frauenvolksbegehren 2018 schlussendlich erhalten. Bei der parlamentarischen Behandlung befand es die Regierungsspitze allerdings nicht für nötig, anwesend zu sein - was also die Umsetzung einzelner Forderungen und das Vorankommen in Sachen Gleichberechtigung betrifft, setzen wir keine allzu großen Hoffnungen in die politischen Verantwortungsträgerinnen. Insofern werden wir weiterhin selbst für unsere Rechte einstehen und das auch mal lauter, mal leiser artikulieren. Übrigens: Die Bevölkerung dürfte sich weit mehr für das Volksbegehren interessiert haben, als die Regierung selbst: „Frauenvolksbegehren“ lag immerhin auf Platz 3 der am meisten gegoogelten Themen in Österreich.

Gewalt gegen Frauen - 36 ermordete Frauen sind 36 zu viel!

Erst am letzten Arbeitstag vor Silvester habe ich wieder einen Artikel zum Thema geschrieben - und das war nur einer von sehr vielen. Der traurige Anlass diesmal: Die Kriminalstatistik 2018. 36 Frauen wurden im Jahr 2018 in Österreich von ihrem (Ex-)Partner ermordet. Zwei gerade erst in den Weihnachtsfeiertagen. Und während Opferschutzorganisationen, ExpertInnen und zuletzt sogar die Volksanwaltschaft den akuten Handlungsbedarf betonen, hat man bei den Zuständigen leider oftmals das Gefühl, dass sie dieses Problem nach wie vor nicht ernst genug nehmen. Oder nicht an den richtigen Schrauben drehen. Denn während die Polizei im Sommer aus einem international beachteten Projekt zum Schutz von Frauen ausgestiegen ist, betont Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) zwar konsequent, dass der Gewaltschutz oberste Priorität habe - konsequente, politische Maßnahmen lassen aber nach wie vor auf sich warten. Auch hier wird stets auf die „Taskforce Strafrecht“ von Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) verwiesen. Insofern werden wir auch bei diesem Thema im Jahr 2019 sicher ganz genau hinschauen um damit auch weiter dazu beizutragen, das Wissen in der Gesellschaft über Gewaltbeziehungen zu vergrößern. Denn nur so lässt sich auch die Zivilcourage stärken. Denn jede mißhandelte und ermordete Frau ist eine zu viel.

Ich war auf der Party von Cara Delevigne.


Influencerinnen-Alarm - Wie mir eine Reise nach London eine neue Welt eröffnete...

Ein Artikel, der für mich persönlich ein ganz besonderes Highlight des Jahres 2018 war, war jener mit dem Titel: „Her“ oder: Wie ich meine erste Influencerinnen-Reise erlebte. Nicht nur, dass er von einem Ausflug nach London handelt, die an sich schon eine Besonderheit war. Nein, in dem Artikel geht’s vor allem um das knallharte Influencerinnen-Leben und wie ich das erste mal in Berührung damit kam. Und das war ganz schön anstrengend, denn nicht alle Tage geht man auf die Party von einem Super-Model oder fährt mit einem rosaroten Privat-Doppeldecker durch London. Mein Resümee? Ich bin nach wie vor sehr glücklich darüber, selbst Journalistin zu sein. Warum? Das könnt ihr in der Geschichte nachlesen…

"Es ist nie zu spät seine Leidenschaft zu finden!"


Marlies Czerny - Die erste Österreicherin auf allen 4.000ern der Alpen

Und zum Abschluss möchte ich euch noch ein Frau vorstellen, die mich 2018 extrem beeindruckt hat. Marlies Czerny, die erste Österreicherin, die alle 82 4.000er der Alpen bestiegen hat. Das an sich ist schon schwer beeindruckend für eine ebenfalls Berg-verliebte Frau wie mich. Aber Marlies setzt noch mal eins drauf, denn: Bis vor 10 Jahren war sie niemals auf einem Berg! Ihre Eltern hatten ein Gasthaus, dort hat sie Sonntags Bier gezapft und Brathendl serviert - nicht einmal wandern war sie. Sie war auch lieber in der Disko bzw. in der Arbeit, als am Berg unterwegs. Tja und 10 Jahre später ist alles anders: Marlies Czerny hat ihren „Brotjob“ als Journalistin aufgegeben und ist nun hauptberuflich „Bergabenteurerin“, gemeinsam mit ihrem Berg- und Lebenspartner Andi Lattner, der wunderschöne Fotos von ihren Touren macht, berichtet sie ihrem Blog hochzwei.media über kleine und große Abenteuer. Das Interview mit den beiden, war eines, das nicht nur extrem spannend, sondern auch extrem inspirierend war. Denn wie hat Marlies im Interview gesagt? „Es ist schwierig seine Leidenschaft zu finden. Aber wenn du sie hast, dann geht alles ganz leicht, du spürst es. Ich hab auch 20 Jahre gebraucht, bis ich den ersten Schritt gemacht habe. Aber: Es ist nie zu spät.“ Wenn das kein schöner Gedanke ist um ihn mit ins Jahr 2019 zu nehmen!

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