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John Galliano: 1. Sieg im Prozess gegen Dior

Der wegen Nazi-Parolen verurteilte Designer John Galliano errang nun einen ersten Sieg gegen Modehaus "Dior". Von seinem Ex-Arbeitgeber fordert Galliano 6 Mio. Euro Abfindung.


John Galliano: 1. Sieg im Prozess gegen Dior
© Getty Images

Kein guter Tag für Dior : zunächst wurde die Werbung mit Natalie Portman verboten – und nun erzielt auch Ex-Designer John Galliano, 52, einen ersten Etappensieg im Gerichtsprozess gegen das französische Modehaus.

Galliano, der eben sein Mode-Comeback bestätigt hat, prozessiert seit geraumer Zeit gegen seine Entlassung bei dem Modehaus "Christian Dior Couture". Dior kündigte Galliano nach Nazi-Parolen 2011 fristlos. Davor hatte der Modeschöpfer ein Päärchen in einem französischen Cafè als "dreckige Judengesichter" bezeichnet und "I love Hitler" gebrüllt. Die widerlichen Entgleißungen wurden via Handykamera gefilmt und in Medien veröffentlicht. Galliano sah den Eklat später seiner Alkohol- und Drogensucht geschuldet.

Galliano: Sechs Millionen Euro Abfindung

Nun fordert Galliano von Dior ca. 6 Millionen Euro Abfindung. Während das Label versuchte, den Fall vor ein Handelsgericht zu bringen, da "Galliano kein gewöhnlicher Angestellter" gewesen sei. Der Designer dagegen bemühte sich um eine Verhandlung vor dem "conseil de prud’hommes" - dem französischen Arbeitsgericht. Dieses nahm Gallianos Antrag nun an.

Dior hält an den Argumenten fest: "John Galliano war kein normaler Angestellter. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass er überhaupt kein Angestellter war. Die Komplexität seiner verschiedenen Verträge separiert ihn klar von der Rolle eines schutzlosen Arbeitnehmers, welche die Gegenseite versucht darzustellen."

Der Designer war nicht nur für "Dior" tätig, sondern gleichzeitig auch noch für sein eigenes Label "Galliano". Bei "Dior" soll er jährlich 1 Million Euro verdient haben, dazu kamen weitere Bezüge. Etwa ein Budget für seine Kleidung, ein Umsatz-Anteil von Dior und andere Pauschalen.

Das Modehaus hat in den nächsten 15 Tagen Zeit Einspruch einzulegen. Der nächste Verhandlungstermin steht noch nicht.

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