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Gefeuert wegen XL-Busen?

"Normalerweise werde ich nicht gebucht, weil ich schwarz bin!" - Model Jourdan Dunn wurde von Dior wegen ihres großen Busens gefeuert. Ist Rassismus doch die wahre Ursache?

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  • Supermodel Jourdan Dunn: Wurde von Dior wegen ihrer Oberweite gefeuert

    Supermodel Jourdan Dunn: Zählt zu den bestbezahlten Models der Welt...

    Bild 1 von 7 © Getty Images
  • Supermodel Jourdan Dunn: Wurde von Dior wegen ihrer Oberweite gefeuert

    ...und sieht sich trotzdem mit Rasismus konfrontiert.

    Bild 2 von 7 © Getty Images

Sie läuft für Burberry, Marc Jacobs, Yves Saint Laurent oder Victoria's Secret und wurde vom British Fashion Council 2008 zum "Model des Jahres" gekürt.

Doch den Ansprüchen von Dior -Designer Raf Simons dürfte das britische Supermodel Jourdan Dunn offenbar nicht genügen. Das Engagement der 1,79 Meter Beauty bei Diors Haute Couture Schau in Paris wurde überraschend storniert. Die Begründung: Jourdan Dunns Oberweite sei zu groß.

Und das, obwohl Dunn laut ihrer Set-Card bei Model-Agentur Storm Model's eine hübsche, aber nicht überdimensionierte Körbchengröße 34A aufweist. Die 22-Jährige vermeldete sarkastisch auf Twitter :

"Normalerweise werde ich wegen meiner schwarzen Hautfarbe, nicht wegen meiner Brüste gefeuert"

Normalerweise, so Dunn, würde man sie wegen ihrer schwarzen Hautfarbe nicht buchen. Ihr Busen hätte bislang kein Problem für die Designer dargestellt.

Rassistische Motive für Dunns Kündigung?

Dennoch hinterlässt die Kündigung von Dunn einen schalen Beigeschmack in der Branche. Denn nachdem Ex-Dior-Designer John Galliano wegen unappetitlicher Nazi-Sprüche seinen Platz räumen musste, werden nun immer mehr Stimmen laut, die auch seinen Nachfolger Raf Simons des Rassismus bezichtigen.

Barbusiges Model bei der Dior Haute Couture Show

So etwa der Model-Agent James Scully, der das Casting für Tom Ford, Jason Wu, Derek Lam, Stella McCartney oder Lanvin macht. Gegenüber dem Newdienst Buzzfeed behauptete er: "Die Schauen von Dior jagen mir einen kalten Schauer über den Rücken. Statt die Models aus allen Nationen über den Catwalk laufen zu lassen, bevorzugt man weiße, sehr deutsch aussehende Mädchen. Die unterschwellige Botschaft, die Raf Simons damit vermittelt, finde ich sehr unangenehm."

Dass Rassismus in der Mode-Branche keine Seltenheit ist, erklärte auch Supermodel Jourdan Dunn in einem Interview mit dem Online-Magazin des Luxus-Webshops Net-A-Porter.com : "Ich werde für Castings abgelehnt, weil der 'Kunde keine schwarzen Mädchen will.' Oder es gibt Stylisten, die meinen, sie könnten mit meinem Gesicht nicht arbeiten, weil es zu dunkel sei."