Ressort
Du befindest dich hier:

Junges Nachwuchstalent im Klettersport:
Die Tirolerin Johanna Ernst im WOMAN-Talk

Johanna Ernst, 17, ist Österreichs talentierter Nachwuchs im Klettersport. Bei uns spricht die junge Tirolerin über Glücksgefühle, Abstürze, Ängste und Vorbilder.


Junges Nachwuchstalent im Klettersport:
Die Tirolerin Johanna Ernst im WOMAN-Talk
© Salewa

Mit acht Jahren hing sie zum ersten Mal in der Vertikalen. Der österreichische Nationaltrainer staunte über ihr unglaubliches Talent. Heute ist sie jüngste Europameisterin, Weltcupgesamtsiegerin und Tiroler Sportlerin des Jahres 2009. Im Interview mit WOMAN erzählt Johanna Ernst, warum ihre Leidenschaft jedes Opfer wert ist.

WOMAN: Klettern ist kein ungefährlicher Sport. Wie haben Sie Ihre Liebe dazu entdeckt?

Ernst: Die schönsten Sachen findet man durch Zufall. Ich war mit meinen Eltern in den Ferien in Osttirol und besuchte einen Kletterkurs für Kinder. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich gleich darauf einem Kletterverein in Graz beigetreten bin.

WOMAN: Was ist, Ihrer Meinung nach, der größte Reiz am Klettern?

Ernst: Wenn man am Fels ist, sieht die Welt ganz anders aus. Es ist schwer zu erklären, aber ein einmaliges Erlebnis der Freiheit. Klettern ist mehr als nur ein Sport, es ist meine Lebenseinstellung: einen Weg zu finden, um das Ziel zu erreichen.

WOMAN: Was raten Sie ambitionierten Kletteranfängern, um das richtige Gefühl für den Fels zu entwickeln?

Ernst: Trockentraining in der Halle ist sehr wichtig. Dort lernt man die Grundlagen der Technik, das Stürzen und die Sicherung. Dann kann man Schritt für Schritt in der Natur üben.
Woman: Haben Sie sich beim Klettern schon mal ernsthaft verletzt?
Ernst: Ich habe mir vor zwei Monaten beim Boulder (Anm.: Klettern ohne Seil und Gurt in geringer Höhe) in Vail eine Sprunggelenksverletzung zugezogen.

WOMAN: Hat sich dadurch die Einstellung zum Sport geändert?

Ernst: Nach dem Sturz war ich sehr demotiviert und enttäuscht. Im Rahmen der Salewa Rockshow 2010 toure ich gerade quer durch Europa, gemeinsam mit dem Salewa AlpineXtrem Team. Durch den Unfall konnte ich die meiste Zeit meinen Kollegen beim Training nur zusehen. Das hat mich wieder sehr angespornt, weiterzumachen und schnell zu genesen.

LESEN Sie das gesamte Interview mit Johanna Ernst in WOMAN 17/2010!

Redaktion: Florence Wibowo