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Der kanadische Premierminister will jährlich eine 1 Milliarde Dollar in Frauengesundheit investieren

Während in den USA strenge Abtreibungsgesetze beschlossen werden, beweist Kanada seine liberale Einstellung: Justin Trudeau hat große Pläne, Frauen und Mädchen weltweit zu fördern.

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justin trudeau
© 2019 Getty Images

Den kanadischen Premierminister Justin Trudeau fanden wir ja immer schon sympathisch. Doch jetzt hat der photobombende und als Superman verkleidete Politiker noch eine weitere Sache richtig gemacht: Bei der Women Deliver-Konferenz in Vancouver verkündete er den ehrgeizigen Plan, jedes Jahr über eine Milliarde Dollar in die Gesundheit von Frauen und Mädchen weltweit investieren zu wollen.

Unterstützung von Frauen weltweit

"Alle Frauen, egal, wo sie leben, sollten einen Zugang zu sicherer und angemessener medizinischer Versorgung haben. Wenn wir in die sexuelle und reproduktiven Gesundheit, die Gesundheit der Mütter, der ungeborenen Babys und der Kinder investieren, dann ebnen wir so den Weg für eine gerechtere und wohlhabendere Gesellschaft." , so Trudeau bei der Konferenz.

Das Budget setzt sich aus staatlichen Ersparnissen zusammen, die seit Jahren für die Frauengesundheit gesammelt werden. Das volle Budget von 1,4 Milliarden Dollar soll 2023 zur Verfügung stehen. Davon wird die Regierung 700 Millionen Dollar abzwicken und erst mal in die medizinische Versorgung von Schwangeren stecken. Weitere Bereiche, wie Sexualerziehung, sollen später auch abgedeckt werden.

Strenge Abtreibungsgesetze? Nicht in Kanada!

Dieser Plan kommt zu einer Zeit, in der in mehreren US-Bundesstaaten strenge Abtreibungsgesetze beschlossen wurden. In Missouri, Louisiana und Georgia handelt es sich um das "Heartbeat-Bill", also ein Verbot der Abtreibung, sobald ein Herzschlag des Embryos zu hören ist. Und in Alabama ist die Sache noch strikter: Dort ist Abtreibung verboten, egal, ob die Frau vergewaltigt wurde.

Dazu meldete sich Trudeau übrigens auch zu Wort. Im Mai sagte er bei einer Pressekonferenz: "Natürlich sind wir zutiefst enttäuscht, dass die Frauenrechte in einigen Teilen der Welt - und auch in amerikanischen Staaten - zurückgestuft werden." Dem fügte er hinzu, dass Kanada "unmissverständlich" hinter dem Recht der Frauen steht, selbst zu entscheiden. Das zeigt auch die gesetzliche Lage, denn seit 1988 ist der Schwangerschaftsabbruch in Kanada legal.

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